Parteitag Nordkorea: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eröffnet Kongress dieser Arbeiterpartei
In Nordkorea hat
der traditionell alle fünf Jahre stattfindende Kongress der regierenden
Arbeiterpartei begonnen. In einer Eröffnungsrede äußerte sich
Machthaber Kim Jong Un zuversichtlich über die Entwicklung des international abgeschotteten Landes,
wie Nordkoreas staatliche
Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Während der vergangenen fünf Jahre habe
die Volkswirtschaft Schwierigkeiten überwunden und sich „grundlegend
verändert“, sagte Kim demnach.
Nordkoreas
Staatsmedien zufolge nehmen rund 5.000 Parteikader an der Tagung teil.
Dabei soll der künftige Kurs des Landes festgelegt werden – wirtschaftlich, militärisch und auch in Bezug auf die Außenpolitik. Es wird unter anderem erwartet, dass Kim mögliche
Hinweise zum Ausbau seines Atomwaffenprogramms geben könnte. Ebenso von
Bedeutung ist, ob der Parteivorsitzende Dialogbereitschaft gegenüber
US-Präsident Donald Trump sowie dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae
Myung signalisiert.
Der Parteitag, das höchste Parteiorgan der
herrschenden Arbeiterpartei, hat zuletzt im Jahr 2021 getagt. Damals
war Machthaber Kim offiziell zum Generalsekretär gewählt worden.
Beobachtern zufolge wurde ihm der Titel seines verstorbenen Vaters und
Vorgängers Kim Jong Il verliehen, um seine Macht zu festigen. Bei
Parteitagen wurden in der Vergangenheit auch wichtige Politikwechsel
oder Personalien verkündet.
Enges Bündnis mit Russland
Wegen seiner vergleichsweise engen Beziehungen zum mit Abstand wichtigsten Handelspartner China sowie zu Russland bekam Nordkorea trotz internationaler Sanktionen viel Unterstützung. Mit Russland ist Nordkorea zuletzt eine beispiellose Militärkooperation eingegangen.
Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass Nordkorea nicht nur große Mengen Munition und Artilleriegeschosse, sondern auch rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands für den Angriffskrieg gegen die Ukraine entsandt hat. Im Gegenzug dürfte Nordkorea unter anderem wirtschaftliche Hilfen erhalten haben. Nordkorea zählt im internationalen Vergleich zu den ärmsten Ländern der Welt.