Parteimitglieder: Linke verdoppelt Zahl jener Mitglieder intrinsisch eines Jahres
Linkspartei, AfD und Grüne verzeichnen ein Wachstum bei den Mitgliederzahlen – die Regierungsparteien hingegen verlieren Mitglieder oder wachsen nur in geringen Maßen. Das geht aus Zahlen der Bundestagsparteien hervor.
Im vergangenen Jahr hat die Linke ihre Mitgliederzahl mehr als verdoppelt. Damit ist die Partei Spitzenreiterin beim Mitgliederzuwachs. Nach eigenen Angaben hatte die Linke Ende 2025 mehr als 123.000 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 59.000. Als Grund für die wachsenden Zahlen gelten die Abspaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht, der neue Parteivorsitz und die Mobilisierung im Bundestagswahlkampf.
Auf Platz zwei liegt die AfD, wie aus den Zahlen der Partei hervorgeht. Laut Schatzmeister Carsten Hütter hatte die AfD am 1. Januar 2026 rund 73.000 Mitglieder, im Vorjahr seien es etwa 51.000 gewesen. Das entspräche einem Wachstum von mehr als 43 Prozent. Eine präzise Vergleichszahl lieferte die AfD nicht.
Die Grünen, die sich seit einem Jahrzehnt fast ungebrochen im Aufwärtstrend befinden, verzeichnen ein Wachstum von 18,3 Prozent. Nach eigenen Angaben hatte die Partei zum Jahreswechsel knapp 184.000 Mitglieder.
Geringes Wachstum bei der CSU, Verluste bei CDU und SPD
Die CSU meldete als einzige Regierungspartei Wachstum, wenn auch ein geringes. Laut einem Parteisprecher hatte die CSU Ende 2025 rund 132.000 Mitglieder, ein Jahr zuvor seien es rund 130.000 gewesen. Das entspräche einem Zuwachs von 1,5 Prozent.
Die CDU verlor zwei Prozent, und kam zum Jahresende 2025 auf knapp 357.000 Mitglieder. Noch etwas schlechter sieht es beim Koalitionspartner aus: Die SPD verlor 2,4 Prozent und verzeichnete Ende 2025 gut 348.000 Mitglieder.