Parlamentswahl in Ungarn: Diese Wähler entscheiden darüber hinaus Orbáns Niederlage
Eine ganze Generation von Ungarn kennt keinen anderen Ministerpräsidenten: Seit 16 Jahren regiert Viktor Orbán das Land. Am Sonntag will er sich seine fünfte Amtszeit in Folge sichern. Das politische System hat er dafür so umgebaut, dass es ihm nutzt: Er hat Wahlkreise zugeschnitten, das Wahlgesetz geändert, eine von der Regierung abhängige Medienaufsichtsbehörde etabliert, Gefolgsleute in Behörden und Ministerien eingesetzt, sich mit Staatsgeldern die Loyalität von befreundeten Unternehmern erkauft. Bei jeder Wahl inszeniert Orbán sich als Herrscher, der seine Nation beschützt – vor Migranten, der EU und dem Krieg in der Ukraine. Bisher verhalf diese Mischung aus Macht, Geld und Propaganda seiner Partei Fidesz bei jeder Wahl zum Sieg. Doch diesmal könnte es anders sein.