Pakistan: Warum dieser Konflikt zwischen Pakistan und den Taliban jetzt eskaliert

Der Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan verschärft sich weiter. Nach gegenseitigen Angriffen hat Pakistan der Taliban-Regierung in Kabul den „offenen Krieg“ erklärt. Verteidigungsminister Khawaja Asif schrieb auf der Onlineplattform X, die Geduld seines Landes sei am Ende. Der Konflikt war in der Nacht weiter eskaliert, nachdem die Taliban Angriffe auf mehrere pakistanische Provinzen begonnen hatten. Sie bezeichneten dies als Vergeltung für pakistanische Luftangriffe auf afghanische Grenzregionen. Pakistan reagierte mit erneuten Luftangriffen auf Kabul sowie auf Kandahar und die Provinz Paktia. Beide Seiten meldeten zahlreiche Tote, die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari kündigte ein umfassendes Vorgehen zum Schutz der territorialen Integrität an. UN-Generalsekretär António Guterres rief beide Seiten zur Deeskalation auf. Die Hintergründe und möglichen Folgen der Eskalation ordnet ZEIT-Autor Hasnain Kazim im Podcast ein.

Seit Wochen droht US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem Angriff, sollte das Land sein Atomprogramm nicht aufgeben. Berichten zufolge verdichten sich die Hinweise, dass ein möglicher Militärschlag unmittelbar bevorstehen könnte. Auch eine direkte oder indirekte Beteiligung Israels gilt als möglich. Die USA haben unterdessen Teile ihres Botschaftspersonals in Israel zur Ausreise aufgefordert. Mitarbeiter, die nicht zur Notfallbesetzung gehören, dürfen das Land verlassen. Als Grund werden Sicherheitsrisiken genannt. Nach Informationen der New York Times soll US-Botschafter Mike Huckabee in einer E-Mail eindringlich zur sofortigen Ausreise geraten haben. Vor dem Hintergrund der Drohungen bereiten sich sowohl der Iran als auch Israel auf ein mögliches militärisches Szenario vor.

Außerdem im Update: Die EU-Kommission will das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten trotz laufender Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof vorläufig anwenden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, die vorläufige Anwendung solle Unternehmen in der EU ermöglichen, bereits vor dem formellen Inkrafttreten von neuen Zollregeln und Handelserleichterungen zu profitieren. Ziel sei es, wirtschaftliche Startvorteile zu sichern.

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Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Simone Gaul

Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle

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