Oscar-Favoritin Jessie Buckley: Ein Fremder finanzierte ihre Ausbildung






Die oscarnominierte Jessie Buckley hat eine rührende Geschichte enthüllt: Ein ihr völlig Fremder finanzierte einst ihr Schauspielstudium.

Die irische Schauspielerin Jessie Buckley gilt vor der 98. Oscarverleihung in der Nacht vom 15. auf den 16. März als große Favoritin in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin. Doch während eines Podcast-Auftritts enthüllte Buckley nun eine Geschichte, die fast zu schön klingt, um wahr zu sein. Ihre Schauspielausbildung verdankt die heute 36-Jährige demnach einem Wohltäter, den sie als junge Frau in einem Londoner Nachtclub kennenlernte.



Ein Auftritt im Nachtclub veränderte alles

Zu Gast im „Awards Chatter“-Podcast des US-Branchenmagazins „The Hollywood Reporter“ gab Buckley diese Anekdote zum Besten. Der heutige Weltstar hatte demnach ab 2010 an der renommierten Royal Academy of Dramatic Art in London einige Schauspielkurse belegt. Doch dann legte sie eine Pause ein, trat regelmäßig im Londoner Ivy Club auf – und hätte wohl vor größeren finanziellen Problemen gestanden.

„Wissen Sie, ich komme aus einer fünfköpfigen Familie, und meine Eltern haben immer ihr Bestes gegeben. Aber wenn man einmal aus dem Haus ist, ist man eben weg“, schildert sie in dem Gespräch ihre damalige Situation. Es sei für sie schwer gewesen, „in einer Stadt wie London zu leben und sich das leisten zu können. Und in diesen Momenten im Ivy Club gab es einen Mann namens Tony, der mich singen hörte und das Theater liebte und junge Talente unterstützen wollte“.


„Ohne ihn hätte ich nicht bleiben können“

Tony habe ihr schließlich gesagt, er wolle ihr helfen – und übernahm die Kosten für ihr Schauspielstudium und ihren Aufenthalt in London. Buckley schloss die Royal Academy of Dramatic Art 2013 ab. „Ohne ihn hätte ich nicht bleiben können“, bemerkt die Schauspielerin im Rückblick.

Von der geförderten Studentin zur Preisträgerin

Tonys Investition hat sich ausgezahlt – und wie. Bereits 2022 erhielt Buckley ihre erste Oscarnominierung als Beste Nebendarstellerin für ihr Spiel in „Frau im Dunkeln“. Hier spielt sie die jüngere Version von Olivia Colmans (52) Hauptfigur Leda, hatte jedoch bei den Academy Awards gegen Ariana DeBose (35) das Nachsehen.




In der gegenwärtigen Awards-Season räumt Buckley derzeit fast jeden nur möglichen Preis ab. Ihr Spiel in „Hamnet“ – sie verkörpert hier die Ehefrau von William Shakespeare am Beginn seiner Karriere – begeistert Publikum und Kritik gleichermaßen.


So gewann sie bislang einen Critics Choice Award als Beste Hauptdarstellerin, dazu einen Golden Globe, zuletzt am vergangenen Wochenende einen BAFTA Award als Beste Hauptdarstellerin in London – und gilt auch für die Oscarverleihung als Favoritin, auch wenn sich ihre Konkurrenz durchaus sehen lassen kann. So sind auch Kate Hudson für „Song Sung Blue“ und Emma Stone für „Bugonia“ nominiert.

Daneben wird Buckley Anfang März auch in einer neuen großen Rolle in den deutschen Kinos zu sehen sein. In „The Bride! – Es lebe die Braut“, einer „Frankenstein“-Version, die vom Horrorfilm-Klassiker „Frankensteins Braut“ aus dem Jahr 1935 inspiriert ist, spielt Buckley an der Seite der Superstars Christian Bale (52) und Jake Gyllenhaal (45).

SpotOnNews

Source: stern.de