Ölpreise: Trump rechnet mit anhaltend hohen Ölpreisen
US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Worten damit, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen im November hoch bleiben. Damit räumt er mögliche politische Folgen der US-Angriffe auf den Iran ein.
Auf die Frage nach sinkenden Preisen sagte Trump dem US-Sender Fox, diese könnten gleich bleiben oder leicht steigen. Seine Äußerungen folgen auf wochenlange Behauptungen, der Preisanstieg werde nur ein kurzfristiges Phänomen sein. Trump hatte kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar auch gesagt, der Krieg werde vier Wochen „oder kürzer“ dauern.
Der Benzinpreis in den USA lag im April laut Daten des Dienstes GasBuddy meist bei mehr als vier US-Dollar pro Gallone. Das sind 30 Prozent mehr als üblich. Auch der Ölpreis war nach Beginn der Angriffe stark gestiegen und liegt weiterhin über dem Vorkrisenniveau.
In den USA belasten steigende Preise und der Irankrieg Trumps Umfragewerte. In seiner Partei wächst die Sorge, bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Kongress zu verlieren. Eine demokratische Mehrheit in einer der beiden Kammern könnte einen Großteil von Trumps Gesetzgebung blockieren.