Nigeria: US-Militär weitet Einsatz in Nigeria aus
Die USA weiten ihren
Militäreinsatz gegen Islamisten in Nigeria aus. Es seien etwa
100 US-Soldaten eingetroffen, um die örtlichen Streitkräfte im Kampf gegen militante Islamisten und andere bewaffnete Gruppen auszubilden und zu beraten, teilte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mit. Die US-Soldaten sollen sich demnach jedoch nicht an
Kampfhandlungen beteiligen.
Von der Nachrichtenagentur Reuters
ausgewerteten Flugdaten zufolge steuerten in den vergangenen
Tagen mehrere Maschinen mit Soldaten und Ausrüstung in Richtung des Nordens Nigerias.
Dass die US-Truppen nicht in Kampfhandlungen eingreifen würden, hatte zuvor auch der Sprecher des nigerianischen Militärhauptquartiers erklärt. Die nigerianischen Streitkräfte hätten die volle Befehlsgewalt, sagte Generalmajor Samaila Uba.
US-Präsident Donald Trump hatte der Regierung in Abuja vorgeworfen, Christen im Nordwesten nicht ausreichend vor militanten Islamisten zu schützen. Den Vorwurf der religiösen Diskriminierung von Christen weist die nigerianische Regierung allerdings zurück. Die Sicherheitskräfte gehen Angaben der Regierung zufolge gegen alle bewaffneten Gruppen vor, die sowohl
Christen als auch Muslime angreifen. Dennoch benötige das Land
„massive Unterstützung der US-Regierung“ in Form von Kampfjets
und Munition, sagte Präsidialsprecher Sunday Dare.
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