Nicole Kidman: Hollywoodstar möchte Sterbebegleiterin werden

Nicole Kidman will eine Aufgabe übernehmen, die wohl kaum weiter von Hollywood entfernt sein könnte. Sie möchte Sterbebegleiterin werden.
Fernab vom Glitzer und Glamour der Hollywood-Welt möchte Nicole Kidman (58) sich künftig für Menschen ganz im Privaten einsetzen. Die Schauspielerin, die seit vielen Jahren zu einem der prominentesten Gesichter der Traumfabrik gehört, will Sterbebegleiterin werden. Das hat Kidman laut eines Berichts des „San Francisco Chronicle“ am Wochenende während einer Veranstaltung an der Universität von San Francisco erzählt.
Dieser Wunsch Kidmans gehe auf die tiefe Trauer zurück, die die Schauspielerin nach dem Tod ihrer eigenen Mutter im Jahr 2024 verspürte. Die 58-Jährige sei sich aber bewusst, dass ihr Wunsch „ein bisschen seltsam klingen“ könnte.
Nicole Kidman möchte „einfach Trost und Fürsorge spenden“
Vor Publikum kam Kidman demzufolge näher auf das Thema zu sprechen. „Als meine Mutter im Sterben lag, war sie einsam, und die Familie konnte nur begrenzt für sie da sein“, erläuterte sie. „Meine Schwester und ich haben so viele Kinder, unsere Karrieren und unsere Arbeit, und wir wollten uns um sie kümmern, weil mein Vater nicht mehr unter uns war, und da dachte ich: ‚Ich wünschte, es gäbe Menschen auf der Welt, die unvoreingenommen da wären und einfach Trost und Fürsorge spenden.'“ Das sei Teil ihrer eigenen Weiterentwicklung „und eines der Dinge, die ich lernen werde“, erzählte Kidman.
Ihren Vater hatte Kidman schon im Jahr 2014 verloren, gut zehn Jahre später, im September 2024, musste sie sich auch von ihrer Mutter verabschieden. Im Gespräch mit dem Magazin „GQ“ deutete Kidman kurz nach dem Tod ihrer Mutter an, wie schwierig dieser Abschied für sie gewesen sein muss. „Sterblichkeit. Verbundenheit. Das Leben kommt und trifft einen“, sagte sie damals. „Und der Verlust der Eltern, das Aufziehen von Kindern und die Ehe und all die Dinge, die einen zu einem komplett empfindsamen Menschen machen. […] Das Leben ist also, puh. Es ist definitiv eine Reise. Und es trifft einen, wenn man älter wird. Es ist, als würde man um 3 Uhr morgens weinend und nach Luft schnappend aufwachen.“
SpotOnNews
Source: stern.de