Nicolás Maduro: Wozu braucht Donald Trump Venezuelas Öl?

Am Ende war es doch überraschend klar. In der ersten Pressekonferenz nach der Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ließ Donald Trump keinen Zweifel an den Absichten seiner Regierung. „Wir werden unsere sehr großen US-Ölkonzerne dort hinbringen – die größten weltweit“, sagte der US-Präsident. Die Unternehmen würden „Milliarden von Dollar investieren, die stark beschädigte Ölinfrastruktur reparieren und damit beginnen, Geld für das Land zu verdienen“. Für Venezuela also.

Doch der Griff nach den Bodenschätzen des lateinamerikanischen Landes ist eine komplizierte Angelegenheit. Komplizierter, als sie auf den ersten Blick erscheint. Und riskanter, als es Trump und sein Außenminister Marco Rubio darstellen. Egal, wer letztlich von den enormen Vorkommen profitieren will. Um sie heraufzuholen, sind viele Milliarden Dollar an Investitionen und mehrere Jahre, wahrscheinlich sogar ein Jahrzehnt, notwendig.