Neue Spur führt ins persönliche Umfeld des Opfers – Staatsanwaltschaft lobt hohe Belohnung aus
Neue Wendung nach dem tödlichen Angriff in Hamburg‑Eißendorf. Die Tat soll sich anders ereignet haben als bisher angenommen. Das 24-jährige Opfer kannte die Täter wohl – der Fundort war nicht der Tatort.
Nach dem tödlichen Angriff auf einen 24 Jahre alten Mann im Hamburger Stadtteil Eißendorf setzt die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro aus. Mit dem Geld sollen neue Hinweise aus der Bevölkerung erlangt werden, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen. Das teilte die Polizei in Hamburg am Mittwoch mit.
Der Mann war in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar lebensgefährlich verletzt in der Straße Göhlbachtal im Hamburger Süden aufgefunden worden. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag.
Ursprünglich waren die Ermittler davon ausgegangen, dass sich der 24‑Jährige mit einem Freund an der Bushaltestelle Mehringweg getroffen und dort von mehreren maskierten Tätern überfallen worden war. Dieser zunächst angenommene Sachverhalt habe sich jedoch nicht bestätigt, teilte die Polizei nun mit. Die entsprechende erste Pressemitteilung sei inzwischen überholt.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem Fundort in der Straße Göhlbachtal nicht um den eigentlichen Tatort. Vielmehr gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass dem Mann die tödlichen Verletzungen an einem anderen Ort zugefügt wurden und er anschließend von den Tätern zu dem späteren Auffindeort verbracht worden ist.
Die Mordkommission prüft zudem, ob die Tat aus dem persönlichen Umfeld des Opfers heraus begangen wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten die Täter den 24‑Jährigen gekannt haben. Ein mögliches Tatmotiv sehen die Ermittler im Zusammenhang mit Geldforderungen.
Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen, außerdem das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Nummer 040 4286‑56789 sowie das Landeskriminalamt Hamburg, Abteilung 41 (Mordkommission).
juve mit dpa
Source: welt.de