Neue Doku: Gil Ofarim belog seine Kinder wegen des Antisemitismus-Skandals








Eine TV-Dokumentation über Gil Ofarim sorgt für viel Gesprächsstoff. Erstmals äußert sich der Dschungelkönig auch dazu, wie es seinen Kindern mit dem Antisemitismus-Skandal ging.

Gil Ofarim hat sich in einer RTL-Dokumentation erstmals nach dem Dschungelcamp-Sieg wieder für ein Interview zur Verfügung gestellt. Der Musiker war dabei allerdings nicht besonders freimütig, denn Moderatorin Frauke Ludowig musste das eine oder andere Mal mit Nachdruck eine Frage wiederholen. Ofarim betonte in dem Gespräch, dass er jemand sei, der über sein Privatleben nicht spreche und es schütze. Trotzdem erzählte der 43-Jährige, wie es seinen Kindern mit den Negativschlagzeilen über ihn ging.



Zum Hintergrund: 2021 hatte Gil Ofarim den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. öffentlich beschuldigt, ihn antisemitisch behandelt zu haben. Es folgte ein Prozess. 2023 gestand Ofarim, dass die ganze Geschichte gelogen war. Es gab eine außergerichtliche Einigung, doch Markus W. wartet bis heute auf sein Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 Euro. Der Vorfall weckte großes gesellschaftliches und mediales Interesse.

„Wie gehst du als Vater damit um?“

Gil Ofarim hat zwei Kinder: 2015 erblickte Sohn Leonard das Licht der Welt und kurze Zeit später folgte die heute neunjährige Tochter Anouk. Von Verena Ofarim, der Mutter der Kinder, ist er mittlerweile geschieden und seit 2025 neu verheiratet mit seiner Partnerin Patricia. In der Dokumentation will Moderatorin Ludowig von Ofarim wissen: „Wie gehst du als Vater damit um, dass die Kinder vielleicht auch Fragen stellen? Dass die aus der Schule kommen und gefragt werden?“ Seine Antwort: „Als wir uns getrennt haben, habe ich mich nie zu irgendwas geäußert.“


Zum Antisemitismus-Vorfall sagte der Sänger: „Ich werde nie vergessen, wie ich mit meinen Kindern im Supermarkt an allen Käseblättern vorbeilief und alle voll waren mit ganz schlimmen Überschriften.“ Auf Nachfrage seines Sohnes, der noch nicht lesen konnte, habe er sich eine Antwort ausgedacht: „Ist ganz was Liebes wegen der neuen Platte von Papa.“

Gil Ofarim attackiert die Medien

Als Nächstes schimpfte Ofarim in der RTL-Doku über die Presse. Es gebe immer zwei Sichtweisen und die der Medien. „Die Presse ist nicht daran interessiert, was die Wahrheit ist, sondern es geht um Headlines, es geht darum, Content zu machen, es geht darum, Clickbaiting zu machen“, sagte Ofarim. „Aber was ist das Endergebnis davon? Du hast Kinder zu Hause, das sind die wahren Verlierer […]. Da musst du als Vater stark sein und es über dich ergehen lassen, aber meine Kinder schütze ich.“




Auf Nachfrage von Ludowig sagte der Sänger, er würde seine Geschichte erzählen und im Zweifel Belege liefern. Er führte aus, dass er mithilfe eines Medienanwalts Presseartikel löschen lasse. Die Moderatorin entgegnete: „Das ist den Kindern im Zweifel egal.“


„Man sollte den Kindern immer selber die Meinung überlassen (…) was die Kinder für richtig oder für falsch empfinden“, erklärte Ofarim seine Erziehung. Über den Antisemitismus-Skandal habe er bisher aber auch nicht wirklich mit seinen Kindern geredet und wüsste auch noch nicht, was er sagen würde. 

„Ich hab meiner Frau und meinen Kindern ein Versprechen gegeben, bevor ich in die Klinik ging und bevor ich in diese Sendung ging: ‚Papa ist jetzt mal kurz weg und egal, was dort passiert, ich komme wieder, alles wird wieder gut’“, erzählte Ofarim. „Und als ich auf diesem Thron saß, habe ich realisiert, dass ich mein Versprechen halten konnte: Es wird alles wieder gut!“

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Source: stern.de