Neoliberalismus: Dann möglichst Steuern runter

Das also ist vom parteipolitischen Arm des deutschen Neoliberalismus übrig: Christian Lindner zieht als Vortragsreisender durch das Land, sein früherer Stellvertreter Johannes Vogel arbeitet für die Lufthansa, der langjährige Haushaltsexperte Otto Fricke heuerte beim Deutschen Olympischen Sportbund an, und die FDP liegt in Umfragen bei drei Prozent.

Der Markt hat geregelt, könnte man sagen. In der Bevölkerung hatte der Neoliberalismus ohnehin nie besonders viele Anhänger, möge er auf dem Friedhof der Weltanschauungen für immer ruhen. Doch das würde dem neoliberalen Gedankengebäude nicht gerecht. Im Gegenteil: In dem Moment, in dem er in Deutschland parteipolitisch abtritt, zeigt sich am deutlichsten, was von ihm fehlen wird. Gerade seine Gegner werden den Neoliberalismus noch vermissen.