Nahost: Sirenen statt Pilger – Krieg in Jerusalem
Zwei große religiöse Feierlichkeiten fallen in diesem Jahr zusammen, das jüdische Pessach und das christliche Ostern. Gerade um die Feiertage
wird die Altstadt von Jerusalem normalerweise von vielen Pilgern und
Touristen besucht. Sie beheimatet die heiligen Stätten von gleich drei
Weltreligionen: die Westmauer als einziger Überrest des jüdischen
Tempels aus biblischer Zeit; die Grabeskirche an der Stätte, wo Jesus
gekreuzigt wurde und nach christlichem Glauben auferstanden ist; die
Al-Aksa-Moschee, die im Islam von ihrer Bedeutung her gleich nach Mekka
und Medina kommt. Doch der amerikanisch-israelisch-iranische Krieg macht auch vor Jerusalems Altstadt nicht halt. Können die heiligen Stätten Schutz bieten? Der ZEIT-Politikredakteur Jan Roß berichtet aus Jerusalem und ist dieser Frage nachgegangen.
Ein Krematorien-Betrieb aus Baden-Württemberg möchte als alternative Bestattungsmethode die alkalische Hydrolyse anbieten. Dabei wird der tote Körper in Lauge verflüssigt. Bislang darf in Deutschland nur zwischen Erd- und Feuerbestattung gewählt werden. Bei der sogenannten Lavation
wird der tote Körper in einem geschlossenen Stahlbehälter mit heißer
Lauge besprüht und Schicht für Schicht bis auf die Knochen aufgelöst.
Die werden dann getrocknet, zermahlen und in einer Urne beigesetzt. Der
flüssige Rest geht seinen Weg übers Abwasser in die Kläranlage. Das Verfahren sei, im Vergleich zum Begräbnis oder zur Einäscherung, die etwa 80 Prozent der Verstorbenen in Deutschland erwartet, kostengünstiger und umweltfreundlicher. Seit 2024 wird die Lavation bei Tierkadavern angewandt. Ist es realistisch, dass diese Bestattungsform auch für Menschen zugelassen wird? Die Wissen-Chefreporterin der ZEIT, Dagny Lüdemann, hat dazu recherchiert.
Und sonst so? Jonathan, die älteste Schildkröte der Welt, lebt noch.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Mathias Peer und Mira Schrems
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