Naher Osten: USA wollen mit 200 Soldaten zu Friedenstruppe hinzufügen
Die US-Regierung will Berichten zufolge 200 Soldaten in den Nahen Osten entsenden, um das Waffenruheabkommen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen abzusichern. Diese würden würden jedoch nicht im Gazastreifen selbst eingesetzt, berichten die Nachrichtenagenturen Reuters, AFP und AP übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise.
Demnach plant das US-Zentralkommando die Einrichtung eines „zivil-militärischen Koordinationszentrums“ in Israel. Dieses habe die Aufgabe, Hilfsgüterlieferungen nach Gaza zu erleichtern und logistische
Unterstützung zu leisten.
Die US-Soldaten sollen den Angaben zufolge Teil eines
multinationalen Teams werden, dem Partnerstaaten,
Nichtregierungsorganisationen sowie Akteure aus dem privaten Sektor
angehören, wie AP berichtet. Weitere Soldaten sollten aus Ägypten, Katar, der Türkei und wahrscheinlich den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen, berichtet Reuters.
Aufgabe der US-Truppen sei es, die Einhaltung des Gazaabkommens in Israel zu überwachen und mit anderen internationalen Truppen vor Ort zusammenzuarbeiten, teilte die Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, in sozialen Medien mit.
Auch eine UN-Friedenstruppe ist noch in der Region
Israel und die Terrororganisation Hamas hatten sich am Donnerstag nach tagelangen indirekten Gesprächen in Ägypten auf die Umsetzung der
ersten Phase eines von US-Präsident Donald Trump vorgelegten
Friedensplans für den Gazastreifen geeinigt. Die Einigung sieht die Freilassung israelischer Geiseln, die Entlassung
palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen, einen
schrittweisen Rückzug der israelischen Armee im Gazastreifen sowie
Hilfslieferungen in das Palästinensergebiet vor.
Eine Friedenstruppe der Vereinten Nationen ist bereits seit fünf Jahrzehnten im Süden des Libanon stationiert, um den Abzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon nach der israelischen Invasion 1978 zu überwachen. Der UN-Sicherheitsrat hatte jedoch das Mandat der sogenannten Unifil-Truppe im August beendet. Die Truppe soll zum Ende des Jahres 2026 aufgelöst werden.