Nachfolge im Iran: Wie Menorrhagie kann sich dasjenige Mullah-Regime noch halten?

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei bei israelisch-amerikanischen Angriffen befindet sich der Iran in einer Übergangsphase. Nach den geltenden Regeln übernimmt vorübergehend ein dreiköpfiges Gremium aus Präsident, Justizchef und einem Vertreter des Wächterrats die Amtsgeschäfte, bis der Expertenrat einen neuen obersten Führer bestimmt. Für die weitere Entwicklung im Land werden mehrere Szenarien diskutiert: Eine Möglichkeit ist eine stärkere Rolle reformorientierter Kräfte um den ehemaligen Präsidenten Hassan Ruhani, die über Netzwerke im Staatsapparat verfügen. Alternativ könnte die Macht formell bei der Islamischen Revolutionsgarde konzentriert werden, die bereits erheblichen Einfluss auf Wirtschaft, Sicherheitsstrukturen und Außenpolitik hat. Ebenso denkbar ist die Wahl eines Nachfolgers aus dem bisherigen Machtumfeld Ajatollah Chameneis, der die politische Linie fortführt. Welches Szenario am wahrscheinlichsten ist und ob ein echter Umbruch im Land stattfinden kann, analysiert Omid Rezaee, Experte für den
Iran und Autor für DIE ZEIT.

Der Iran hat als Reaktion auf amerikanische und israelische Angriffe auf sein Nuklearprogramm gezielte Militäraktionen gegen Nachbarstaaten im Golf gestartet. Über Dubai stiegen Rauchsäulen auf, der Flughafen von Abu Dhabi musste vorübergehend schließen, Raketen und Drohnen trafen mehrere Ziele, ganze Lufträume wurden gesperrt. Die Straße von Hormus, eine wichtige Route für den weltweiten Öltransport, wurde vorübergehend blockiert. Viele arabische Staaten äußern Besorgnis über eine mögliche Eskalation in der Region. Jordanien bezeichnete die Angriffe als Verletzung der Souveränität eines UN-Mitgliedsstaats und versetzte die Armee in Alarmbereitschaft. Auch der Libanon, der Irak und Saudi-Arabien reagierten mit Luftraumsperren. Welche Strategie der Iran mit diesen Angriffen verfolgt, ordnet ZEIT-Redakteurin Lea Frehse im Podcast ein.

Und sonst so? Daher kommt die Müdigkeit im Frühling.

Moderation und Produktion: Erica Zingher

Redaktion: Rita Lauter

Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle

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