Nach Brandanschlag aufwärts Synagoge in Rotterdam wächst die Angst

Die Tür einer Synagoge in Rotterdam ist nach einem Anschlag beschädigt.

Stand: 13.03.2026 • 15:33 Uhr

In Rotterdam wird vor einer Synagoge Feuer gelegt. Wenig später werden vier Verdächtige festgenommen. Die jüdische Gemeinschaft und Politiker sind schockiert.

Nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge in Rotterdam hat die niederländische Polizei vier Personen festgenommen. Das Auto der vier Verdächtigen im Alter von 17 bis 19 Jahren war der Polizei durch ihr Fahrverhalten aufgefallen.

Ob auch bei der zweiten Synagoge ein Brandanschlag geplant war, ist nicht bekannt. Zuvor wurde vor dem Eingang der Rotterdamer Synagoge ein Feuer gelegt. Der Brand war in sozialen Medien zu sehen. Es kam zu einer kleinen Explosion. Das Feuer erlosch von selbst, niemand wurde verletzt.

Jüdische Gemeinde in Angst

Die jüdische Gemeinschaft und Politiker reagierten. Der Anschlag werde Ängste bei der jüdischen Gemeinschaft erhöhen, sagte der Vorsitzende der Synagoge, Chris den Hoedt. Auch wenn der Schaden gering sei.

Justizminister David van Weel sprach von einem gezielten Anschlag mit vermutlich antisemitischem Hintergrund. Die jüdische Gemeinschaft sei bereits länger Zielscheibe von Gewalt und Bedrohung.

Die Rotterdamer Bürgermeisterin Carola Schouten versprach stärkere Sicherheitsmaßnahmen. „In Rotterdam ist kein Platz für Antisemitismus, Einschüchterungen, Gewalt und Hass gegen Religionsgemeinschaften.“

Source: tagesschau.de