Mordall Rob und Michele Reiner: Ihr Sohn Nick plädiert aufwärts „nicht schuldig“

Nick Reiner plädiert nach dem grausamen Mord an seinen Eltern Rob und Michele auf „nicht schuldig“. Ihm droht lebenslange Haft.
Der erschütternde Mordfall um Hollywood-Legende Rob Reiner (1947-2025) und seine Ehefrau Michele (1955-2025) hat eine neue juristische Wendung genommen: Bei der offiziellen Anklageerhebung am Montag vor dem Los Angeles County Superior Court plädierte Nick Reiner, der 32-jährige Sohn des Paares, auf „nicht schuldig“.
Laut „NBC News“ wirkte Reiner bei der Anhörung am Montag niedergeschlagen und saß mit fast kahlrasiertem Kopf und in einen beigefarbenen Gefängnis-Overall gehüllt, zusammengesunken in einem Glaskasten im Gerichtssaal. Während der Anhörung sprach er demnach kaum; lediglich als er zustimmte, sein Recht auf ein beschleunigtes Verfahren vorerst aufzugeben, richtete er das Wort an das Gericht. Die Richterin trug daraufhin die zwei Plädoyers auf „nicht schuldig“ in die Akten ein.
Rekonstruktion der Tatnacht
Die Staatsanwaltschaft legte zudem neue Details zum Tathergang am 14. Dezember offen. Demnach wurden der legendäre Regisseur Rob Reiner und seine Ehefrau, die Fotografin und Produzentin Michele Singer Reiner, in den frühen Morgenstunden in ihrem Schlafzimmer im Stadtteil Brentwood erstochen.
Gegen 15:40 Uhr am selben Tag alarmierten Sanitäter die Behörden, nachdem sie das Paar leblos aufgefunden hatten. Nick Reiner wurde nur wenige Stunden später, gegen 21:15 Uhr, im etwa 25 Kilometer entfernten Exposition Park festgenommen. Überwachungsbilder zeigen den Moment, in dem die Polizei ihn beim Überqueren einer Straße stellte und in Gewahrsam nahm.
Rätsel um Anwaltwechsel
Nick Reiner ist des zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt. Da es sich um zwei Opfer handelt, greift eine Verschärfung, die im Falle eines Schuldspruchs die lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe ermöglichen kann. Eine zusätzliche Erschwerung der Anklage ergibt sich aus dem Einsatz eines Messers als „tödliche Waffe“.
Zudem wirft der Rückzug des Star-Anwalts Alan Jackson Fragen auf, der Reiner zunächst vertreten hatte. Inzwischen liegt die Verteidigung in den Händen der Pflichtverteidigerin Kimberly Greene, die bereits eine erste Vertagung bewirkt hatte, um sich in die komplexen Akten einzuarbeiten.
Der nächste Gerichtstermin Ende April wird entscheidend sein. Im Fokus wird dann voraussichtlich stehen, wie die Verteidigung die diagnostizierte schizoaffektive Störung des Angeklagten und die Probleme mit seiner Medikation in den Kontext der Tatnacht stellt.
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Source: stern.de