Mond-Mission: „Artemis 2“-Crew steht „Feuerball“-Landung im Vorfeld

Die „Artemis 2“-Astronauten sind um den Mond herumgeflogen, haben Rekorde aufgestellt und nie zuvor Gesehenes beobachten können. Jetzt folgt die Rückkehr zur Erde.
Nachdem sie als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren um den Mond herumgeflogen sind, steht den vier „Artemis 2“-Astronauten mit der Rückkehr zur Erde die letzte große Herausforderung ihrer Mission bevor. „Seit dem 3. April 2023, als wir für diese Mission ausgewählt worden sind, denke ich über die Rückkehr nach“, sagte US-Astronaut Victor Glover bei einer Pressekonferenz aus der „Orion“-Kapsel. Es sei wie, „einen Feuerball durch die Atmosphäre zu reiten“.
Mit einem komplizierten Manöver soll die Crew – bestehend neben Glover aus den US-Astronauten Christina Koch und Reid Wiseman sowie dem Kanadier Jeremy Hansen – in der kommenden Nacht gegen 2.07 Uhr MESZ im Pazifik nahe San Diego aufkommen. Zeitweise soll ihre Kapsel dabei eine Geschwindigkeit von bis zu etwa 38.400 Kilometern pro Stunde erreichen, was die Astronauten extremen körperlichen Belastungen aussetzt.
„Artemis 2“: Hitze, körperliche Belastungen und Kommunikationsausfall
„Orion“ ist beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre großer Hitze ausgesetzt. Die Astronauten sollen durch einen speziellen Hitzeschild geschützt werden. Für rund sechs Minuten wird planmäßig die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum ausfallen. Mithilfe von Fallschirmen soll die Kapsel anschließend abgebremst im Pazifik aufkommen. Letzte Wettervorhersagen und letzte Außenaufnahmen von „Orion“ sähen gut aus, hieß es von der Nasa.
Die vier „Artemis 2“-Astronauten waren die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Sie waren in der vergangenen Woche an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben und dann um den Mond herumgeflogen. Dabei entfernten sie sich auch weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor.
DPA
lpb
Source: stern.de