Mittwoch und Donnerstag: Auch Flugbegleiter wollen Lufthansa bestreiken

Der Lufthansa drohen ⁠weitere Streiks. Nach den Piloten ‌am Montag und Dienstag will am ‌Mittwoch ‌und Donnerstag auch das Kabinenpersonal
in ⁠den Ausstand treten. Das teilte Flugbegleitergewerkschaft Ufo
am Montag ⁠mit.

Die Gewerkschaft hatte ihre Beschäftigten schon am 10. April zu einem eintägigen Arbeitskampf an den Flughäfen Frankfurt und München aufgerufen.

Zur Streikankündigung der „Unabhängigen Flugbegleiter Organisation“ erklärte Michael Niggemann, Mitglied des Vorstandes Personal und Recht und Arbeitsdirektor der Lufthansa:„ Der erneute Streikaufruf der Spartengewerkschaft UFO zeigt auf bedrückende Weise, dass ihr das Schicksal unserer Fluggäste und die Zukunft der Lufthansa völlig gleichgültig sind.“ Die konzernweit ohnehin schon „besten Einsatzbedingungen“ für Flugbegleiter sollten mit diesem Erzwingungsstreik ohne ernsthafte Verhandlung noch einmal deutlich angehoben werden, hieß es.

Weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiter bei Lufthansa noch ⁠in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt. Die Gewerkschaft fordert etwa bessere Planbarkeit ⁠der Einsätze und längere Kündigungsfristen. „Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir ⁠sie dazu bewegen“, ergänzte ⁠Vázquez Bürger.

Am Montag hat der Pilotenstreik bei der Lufthansa und ihrem Ferienflieger Eurowings schon zu massiven Flugausfällen geführt und die Pläne Zigtausender Reisender durchkreuzt. So entfällt der größte Teil von insgesamt 570 gestrichenen Starts und Landungen am Flughafen Frankfurt, die der Betreiber ⁠Fraport am Montag zählte, auf die Lufthansa als führendem Anbieter an ihrem größten Drehkreuz. Gut 50.000 Fluggäste waren allein hier von Ausfällen und Umbuchungen betroffen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte die Piloten der Kernmarke Lufthansa und der Regionaltochter Cityline zu einem zweitägigen Streik bis Dienstagabend aufgerufen. Sie sprach von mehr als 700 gestrichenen Flügen am Montag.