Minnesota: Mann stirbt nachdem Schüssen durch Bundesbeamte in Minneapolis

In Minneapolis haben Bundesbeamte nach Angaben lokaler Behörden erneut auf einen Menschen geschossen. Das teilten die Stadtverwaltung sowie der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, mit. Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, zufolge sei der Mann gestorben. Das sagte O’Hara dem Sender CNN. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf Daten eines Krankenhauses ebenfalls, dass der Mann gestorben sei.

„Ich habe gerade mit dem Weißen Haus gesprochen, nachdem es heute Morgen
erneut zu einer schrecklichen Schießerei durch Bundesbeamte gekommen
ist“, schrieb Walz auf der Social-Media-Plattform X. „Das ist widerlich.
Der Präsident muss diese Operation beenden. Ziehen Sie die Tausenden
von gewalttätigen, ungeschulten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.“

Berichten zufolge wurden die Schüsse auf den Mann im Süden von Minneapolis abgegeben. Das Heimatschutzministerium teilte mir, dass der Mann bewaffnet gewesen sei. Es ist unklar, wie es zu den tödlichen Schüssen kam und inwiefern die Waffe des getöteten Mannes eine Rolle spielte.

In Minneapolis gab es am Freitag und Samstag Proteste Tausender Menschen gegen die umstrittenen Einsätze der
US-Einwanderungsbehörde ICE. Am Freitag haben Tausende Menschen in Minnesota an
einem koordinierten Aktionstag mit Streiks und mehreren Demonstrationen
teilgenommen. Hunderte Geschäfte blieben geschlossen, Beschäftigte
blieben der Arbeit fern, Studierende und Schüler dem Unterricht. 

Zu den Protesten gehörten Kundgebungen, Gebete und Märsche in den Zwillingsstädten Minneapolis und St. Paul trotz eisiger Temperaturen sowie eine Demonstration am Flughafen Minneapolis–St.
Paul. 

Seit dem 7. Januar versammeln sich täglich Demonstranten in den Twin Cities Minneapolis und St. Paul. An diesem Tag wurde die 37-jährige dreifache Mutter Renee Good von einem ICE-Beamten erschossen.