Mehr denn 200 Milliarden Dollar: Bericht: Pentagon will riesiges Budget zu Gunsten von Iran-Krieg
Mehr als 200 Milliarden DollarBericht: Pentagon will riesiges Budget für Iran-Krieg
19.03.2026, 10:10 Uhr
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Der von den USA gestartete Krieg gegen den Iran sorgt für milliardenschwere Kosten aufseiten Washingtons. Das Verteidigungsministerium von Pete Hegseth will dafür nun 200 Milliarden Dollar vom Kongress. Doch beim Auffüllen der Waffenvorräte gibt es einen Haken.
Das US-Verteidigungsministerium will für den Einsatz gegen den Iran offenbar ein 200 Milliarden Dollar schweres Budget. Das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, einen entsprechenden Antrag an den Kongress zu genehmigen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte US-Offizielle.
Dieser Betrag würde die Kosten der bisherigen massiven Luftangriffe der USA bei Weitem übersteigen. Diese sollen alleine für die ersten sechs Tage rund 11,3 Milliarden Dollar betragen haben. Der Antrag soll vielmehr darauf abzielen, die Produktion von solchen Waffentypen grundsätzlich zu steigern, die von den US-Streitkräften und der israelischen Armee in den vergangenen Wochen gehäuft eingesetzt wurden. So sollen die allgemeinen Bestände ausgebaut und nicht nur aufgefüllt werden.
Dem Bericht zufolge herrscht im Weißen Haus Skepsis. Es sei demnach nicht davon auszugehen, dass das Ministerium von Pete Hegseth eine realistische Chance habe, mit seinem Ansinnen im Kongress durchzukommen. Mit Blick auf die im Herbst anstehenden Zwischenwahlen dürften die vom Pentagon gewünschten Gelder zu erheblichen Debatten führen.
US-Präsident Donald Trump hatte während seiner Wahlkampagne immer wieder erklärt, die globalen Interventionen der USA zu beenden und sich auf das eigene Land zu konzentrieren. Die Regierung seines Vorgängers, Joe Biden, nahm er wiederholt unter Feuer für ihre Unterstützung der Ukraine. Diese betrug bis Ende vergangenen Jahres 188 Milliarden Dollar.
Unabhängig von den Beschlüssen des Kongresses könnte sich schneller Nachschub für das US-Militär als schwierig erweisen. Experten zufolge ist unklar, ob die Verteidigungsindustrie in den Vereinigten Staaten die Produktion in ausreichendem Maße steigern könne und das notwendige Personal, Produktionsräumlichkeiten sowie die relevanten Ressourcen zur Verfügung habe. „Nur weil man viel Geld in die industrielle Basis steckt, bekommt man die Dinge nicht unbedingt schneller, aber ohne diese Investitionen wird es definitiv nicht schneller gehen“, sagte Elaine McCusker, die ehemalige Finanzkontrolleurin des Pentagon, die nun am American Enterprise Institute den Verteidigungshaushalt analysiert, der „Washington Post“.
Source: n-tv.de