Medienkompetenz: Finnen finden’s kinderleicht

Das Erkennen von Falschnachrichten gehört zu den wichtigsten Kompetenzen, die es in einer modernen Demokratie zu beherrschen gilt. Wir tun uns da zugegebenermaßen etwas schwer. Nehmen wir die Meldung, dass in Finnland der „Kampf gegen Fake-News bereits im Kindergarten beginnt“. Verbreitet von der amerikanischen Agentur AP. Ist das nun Fakt oder Fiktion?

Wir neigen schon ohne tiefer gehende Analyse dazu, die Nachricht als wahr anzuerkennen. Gut, uns fehlt natürlich die entsprechende Medienkompetenz, schließlich waren wir als Dreijährige vor allem mit dem Umschmeißen von Türmen aus Bauklötzen beschäftigt sowie mit dem Wimmelbuch über den Verkehr in der Stadt (und sind dabei einer Desinformationskampagne aufgesessen, in Wahrheit sind Autofahrer und Radler gar nicht nett zueinander). Doch sind uns ja die nordischen Streberländer bekanntlich in allem voraus, ihre U-Bahnen fahren fahrerlos, das spießige Bargeld ist so gut wie abgeschafft, und die dänische Ministerpräsidentin traut sich sogar, etwas gegen Trump zu sagen. Logisch also, dass sie uns auch in Sachen Medienkompetenz weit überlegen sind.