Matt Clark: „Zurück in die Zukunft“-Star ist gestorben

Matt Clark, unter anderem bekannt aus „Zurück in die Zukunft III“, ist tot. Er starb mit 89 Jahren an Komplikationen nach einer Rücken-OP.
Matt Clark ist tot. Der US-amerikanische Schauspieler, der mehr als sechs Jahrzehnte im Filmgeschäft tätig war, starb am Sonntag in seinem Haus in Austin, Texas. Er wurde 89 Jahre alt. Als Todesursache nannte seine Frau Sharon Mays gegenüber dem Branchenmagazin „Variety“ Komplikationen nach einer Rückenoperation. Tochter Amiee Clark, selbst Produzentin, bestätigte dem „Hollywood Reporter“, ihr Vater habe sich einige Monate zuvor den Rücken gebrochen.
Clark war das, was man in Hollywood einen Charakterdarsteller nennt – einer jener Schauspieler, der keine Hauptrolle braucht, um eine Szene zu beherrschen. Über 120 Film- und Fernsehproduktionen umfasste seine Karriere, die Anfang der 1960er-Jahre begann und erst 2014 ihren Abschluss fand.
Westernstar und „Zurück in die Zukunft“
Matt Clark wurde am 25. November 1936 in Washington, D.C., geboren und startete seine Karriere auf der Bühne, etwa als Einspringer für seinen späteren guten Freund Martin Sheen (85) am Broadway. Sein Leinwanddebüt gab er 1964 in „Black Like Me“, drei Jahre später spielte er im Oscar-Gewinner „In der Hitze der Nacht“.
Sein Zuhause aber fand Clark im Western. So war er etwa in Paul Newmans „Das war Roy Bean“ zu sehen, ritt an der Seite von John Wayne in „Die Cowboys“ und Clint Eastwood holte ihn gleich dreimal vor die Kamera („Betrogen“, „Der Texaner“ und „Honkytonk Man“). Auch im Klassiker „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ (1973) wirkte er mit, ebenso wie in „Jeremiah Johnson“ (1972) mit Robert Redford. Mit Redford spielte er auch im Knast-Drama „Brubaker“ (1980).
Breit bekannt beim jüngeren Publikum wurde er 1990 als Barkeeper in „Zurück in die Zukunft III“ – ausgerechnet jener Teil der Zeitreise-Trilogie, der seine Figuren in den Wilden Westen verschlug. Sein letzter Leinwandauftritt war 2014 in der Western-Komödie „A Million Ways to Die in the West“.
„Er lebte. Er lebt, für immer“
Im Fernsehen war Clark in Serien wie „Die Waltons“, „Magnum P.I.“, „Practice- Die Anwälte“, „Bonanza“ oder „Chicago Hope“ zu sehen. Zu seinen bekanntesten TV-Rollen gehörte eine wiederkehrende Nebenrolle in der ABC-Sitcom „Grace“ sowie in „The Jeff Foxworthy Show“.
In einem Statement würdigte Matt Clarks Familie diese jahrelange Arbeit. „Er baute sein eigenes Haus mit seinen eigenen Händen. Er pflegte seine engsten Freundschaften sechzig Jahre lang. Er war da – für die Arbeit und für seine Menschen, jedes Mal“, hieß es darin. Der Verstorbene sei „komplex“, „zäh“ und zuweilen „grob“ gewesen. „Aber der moralische Kompass zeigte immer in die richtige Richtung und die Liebe stand nie in Frage. Man konnte es sehen – in seinen Augen, in seinen Auftritten, in der Familie, die er so gerne um sich scharte. Er lebte. Er lebt, für immer.“ Der Schauspieler sei „glücklich“ über seine Karriere gewesen und so gestorben, wie er gelebt habe: „zu seinen Bedingungen.“
Clark hinterlässt seine dritte Frau Sharon, die er im Januar 2000 geheiratet hat, vier Kinder sowie Stief-, Enkel und Urenkelkinder.
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Source: stern.de