Mar-a-Lago: Sicherheitskräfte erschießen bewaffneten Eindringling an Trumps Anwesen

Ein bewaffneter Mann drang in den Sicherheitsbereich der Privatresidenz von Donald Trump ein, während dieser in Washington weilte. Der Secret Service schoss auf ihn.
US-Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Bewaffneten am Privatanwesen Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump erschossen. Der Mann, Anfang 20, sei in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) unbefugt in den Sicherheitsbereich des Anwesens in Florida eingedrungen, teilte der für den Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service mit.
Trump, der häufig am Wochenende zu seinem Privatclub nach Palm Beach fliegt, hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht dort und auch nicht im Bundesstaat Florida auf. Der Präsident war am Samstagabend in Washington Gastgeber für ein Dinner mit Gouverneuren.
Zum Hintergrund des Vorfalls und dem möglichen Motiv des Mannes sagten die Ermittler bisher nichts. Das FBI leitet die Ermittlungen.
Schrotflinte und Brennstoffkanister
Zur Identität des Mannes sagte der örtliche Sheriff auf einer Pressekonferenz nur, dass der Eindringling ein Weißer sei. Er wurde laut Secret Service zuerst am Nordtor von Mar-a-Lago beobachtet und soll eine Schrotflinte und einen Brennstoffkanister bei sich gehabt haben.
Sheriff Ric Bradshaw vom Palm Beach County sagte weiter, dass zwei Agenten des Secret Service und ein Vertreter des Sheriff-Büros den Mann aufgefordert hätten, Kanister und Waffe niederzulegen. Dieser habe dann die Schrotflinte in eine Schussposition gebracht. Daraufhin hätten die Beamten das Feuer eröffnet. Der Mann sei noch am Tatort gestorben. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, war noch unklar.
Der Name des Mannes wurde noch nicht veröffentlicht, da zunächst die Angehörigen benachrichtigt werden sollten. Das FBI rief die Bevölkerung im Umfeld auf, Außenkameras auf Verdächtiges zu überprüfen.
Mar-a-Lago ist neben dem Weißen Haus ein zentrales Anwesen für Präsident Trump. Er hält sich häufig an Wochenenden und Feiertagen dort auf. Er empfängt in dem prunkvollen Anwesen immer wieder auch hochrangige Staatsgäste.
Mehrere Anschlagsversuche auf Trump im Wahlkampf
Trump war mehrfach das Ziel von Attentatsversuchen. Im Sommer 2024 kam der damalige Präsidentschaftskandidat nur knapp mit dem Leben davon, als ein Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Pennsylvania auf ihn schoss, eine Kugel verletzte ihn leicht am Ohr. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Die Szene, wie der blutverschmierte Trump nach dem Attentat die Faust in die Höhe reckte, ging in die Geschichte ein.
Im September 2024 schoss der Secret Service dann auf einen bewaffneten Mann, der sich nahe Trumps Golfplatz in West Palm Beach im Gebüsch versteckt hatte und einen Anschlag geplant haben soll. Der Mann selbst feuerte keine Kugel ab – stattdessen floh er, wurde wenig später aber festgenommen. Vor kurzem wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.
DPA
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Source: stern.de