Mann angeschossen: Wieder Schießerei in Berlin








Zeugen hören Schüsse und sehen dann ein Auto wegfahren. Ein Mann ist verletzt. Noch ist vieles unklar. Wegen der häufigen Schießereien in Berlin wurde eine Sonderkommission eingesetzt.

Ein Mann ist in Berlin-Schöneberg angeschossen worden. Der 38-Jährige sei mit einer Schussverletzung im Unterkörper in ein Krankenhaus gebracht worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Lebensgefahr bestehe nicht.



Zeugen sollen gegen Mitternacht Schussgeräusche gehört haben. Im Anschluss soll der oder die Täter mit einem Auto geflüchtet sein. Die Polizei fahndet nach ihnen, bislang ohne Erfolg. Der Kriminaldauerdienst nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf.

Sondereinheit wegen sich häufender Schießereien

Seit einiger Zeit häufen sich in Berlin Schießereien. Hintergrund sind offenbar Revierkämpfe im Drogenmilieu. Erst am Samstag war ein Mann angeschossen in ein Krankenhaus im Berliner Stadtteil Wilhelmsdorf gekommen. Vor zehn Tagen ist in Berlin-Neukölln ein Mann auf offener Straße angeschossen worden. Ob diese Taten alle im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität stehen, ist unklar.

Im November hatte die Berliner Polizei wegen der sich häufenden Schießereien eine Sondereinheit gegründet. Die Arbeit der Einheit mit dem Namen „Ferrum“ wurde erst vor zwei Wochen für ein weiteres halbes Jahr verlängert. Streitigkeiten, die früher mit Fäusten ausgetragen wurden, würden heute häufiger mit Schusswaffen ausgetragen, stellte die Polizei fest. Die hohe Verfügbarkeit von Schusswaffen sei inzwischen ein Problem.

Source: stern.de