Maga-Bewegung: Die neuen Feinde: Wohlhabende weiße Frauen
Es ist eine Kunst, zu wissen, wann man Maga ignorieren muss und wann nicht. Wenn Trump etwa ankündigt, die Weltordnung in Schutt und Asche zu legen, dann sollte man das wohl aufmerksam verfolgen. Anders liegt die Sache bei den unzähligen Gehässigkeiten und Grenzüberschreitungen, auch und gerade innerhalb der US-Gesellschaft.
Dass man im Maga-Lager nach dem Mord an Renée Good nun verstärkt gegen sogenannte AWFULs polemisiert, wie zuletzt unter anderem die New York Times berichtete: Es scheint gar nicht so erwähnenswert, weil erwartbar. Was den Freikorpssoldaten im Deutschland der Weimarer Zeit das kommunistische Flintenweib war, ist den Maga-Mächtigen mit ihrem Hass auf urbane Eliten nun halt die Affluent White Female Urban Liberal, also die gut situierte weiße städtische Linksliberale, die man so wunderbar als AWFUL, also zu Deutsch „schrecklich“, abkürzen kann. Zudem ist sie auch nur eine Weiterentwicklung von JD Vances „childless cat ladies„, also kinderlosen Katzenhalterinnen, womit er im Präsidentschaftswahlkampf 2024 politische Gegnerinnen durch den Verweis auf ihren Familienstand abqualifizieren wollte.