Luxus: „In Deutschland wird Luxus eher als Verschwendung abgewertet“

Wer heute über Luxus spricht, meint nicht zwingend Taschen aus feinem Kalbsleder oder seltene Schweizer Uhren mit vielen Komplikationen. Es geht vielleicht auch ums Essen, ums Wohnen, schlicht: ums Überleben. Fernando Fastoso erforscht an der Hochschule Pforzheim, wie Marken ihren Kunden vermitteln, dass ihre Produkte Luxus sind. Im Gespräch erklärt er den deutschen Blick auf Luxus und wie sich dieses Verständnis zuletzt verändert hat.

DIE ZEIT: Herr Fastoso, die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Menschen müssen sparen. Wohnen, Heizen, Essen, ist das
mittlerweile alles Luxus?