Liveblog Ukrainekrieg: Abgehörtes Telefonat: Ungarns Außenminister versprach Lawrow offenbar Gefälligkeiten

Wadephul in Butscha: Bilder, die viele „nie vergessen“ werden
Der Besuch begann am Dienstag mit einer Fahrt zur Sankt-Andreas-Kirche in Butscha. Der deutsche Außenminister Johannes Wadephul (CDU) sagte bei der Ankunft, viele würden die Bilder „nie vergessen“, die nach der Entdeckung der Morde durch die Welt gingen. „Erschossene Zivilisten in den Straßen. Ermordet in ihren Vorgärten. Verbrannt. In Keller oder die Kanalisation geworfen. Verscharrt in Massengräbern. Unzählige Berichte über Vergewaltigungen und Folter. Ein schrecklicher Blick in die tiefsten Abgründe menschlicher Grausamkeit und ein Schlaglicht auf das, was Menschen in den besetzten Gebieten der Ukraine seit nunmehr zwölf Jahren erleiden müssen.“
Butscha stehe als Symbol für unzählige weitere russische Kriegsverbrechen. „Die Massaker von Isjum, die Bombardierung des Bahnhofs von Kramatorsk, die Belagerung von Mariupol“ – wohin auch immer Wladimir Putins Russland gehe, dahin kämen „Mord und Barbarei“.
Butscha stehe aber auch für „die Kraft der ukrainischen Armee zur Rückeroberung großer Landesteile“, sowie „für die Widerstandsfähigkeit und den Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer“. Das Treffen der EU-Außenminister sende deswegen ein klares Signal: „Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind Teil unserer europäischen Familie. Wir begleiten sie entschlossen auf dem Weg in die Europäische Union“.
Source: faz.net