Liveblog Irankrieg: USA gegenzeichnen Abschuss von Kampfflugzeug oben Iran

Röttgen lehnt Verhandlungsvorschlag Macrons zur Straße von Hormus ab

Der CDU-Außenpolitiker und stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, hat sich ablehnend zum Vorschlag des französischen Präsidenten, Emmanuel Macron, geäußert, mit Iran über die Öffnung der Straße von Hormus zu verhandeln. „Die Kontrolle über die Straße von Hormus entscheidet strategisch über Sieg und Niederlage in diesem Krieg“, sagte Röttgen der F.A.Z. Irans Anspruch auf die Kontrolle der ganzen Straße sei jedoch völkerrechtswidrig. „Der Vorschlag Macrons beinhaltet darum die Anerkennung der Vorherrschaft Irans und zwar umfassend militärisch, rechtlich und in der Folge politisch“, sagte Röttgen. Macron schlage etwas vor, was Iran „in totaler militärischer Bedrängnis“ für sich ablehne, nämlich die Kapitulation.

Röttgen sprach sich für eine deutsche Beteiligung Deutschlands an einem Engagement zur Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende des Krieges Amerikas und Israels gegen Iran aus. „Fast die ganze Welt, darunter Deutschland, kann nicht akzeptieren, dass Teheran zwanzig Prozent der weltweiten Öl- und Gastransporte gewissermaßen in Geiselhaft nimmt“, sagte der Christdemokrat.

Sobald der amerikanische Präsident Donald Trump den Krieg gegen Iran für beendet erklärt habe, werde auch Deutschland die Frage beantworten müssen, wie es sich verhalte. „Die Öffnung der Straße von Hormus ist sehr vielen Ländern ein großes Anliegen. Das gilt auch für Deutschland; wir haben Interessen, wirtschaftliche und politische. Die müssen wir zusammen mit anderen wahrnehmen.“

Die entscheidende militärische Rolle sieht Röttgen allerdings bei den Amerikanern. „Die militärische Grundsicherung der Region nach dem Ende der Kampfhandlungen muss Amerika leisten.“ Es werde nach den Kampfhandlungen „einen neuen Nahen Osten“ geben. „Die Golfstaaten werden ihre Sicherheit neu organisieren. Deutschland sollte sich für Stabilität und Sicherheit in der Region aktiv einbringen“, sagte der CDU-Außenpolitiker der F.A.Z. 

Source: faz.net