Liveblog Irankrieg: Trump versichert: In Iran gebe es „keine Urananreicherung mehr“

Reedereien vorsichtig optimistisch
Große Containerreedereien in Deutschland und Skandinavien erwarten trotz der Waffenruhe keine schnelle Rückkehr zur Normalität in der Straße von Hormus. Der Chef des deutschen Branchenprimus Hapag-LLoyd, Rolf Habben Jansen, sprach am Mittwoch zwar von einer sehr guten Nachricht. Er hoffe, dass es auch über die ausgehandelten zwei Wochen hinaus zur Entspannung komme und die sechs im Golf festsitzenden Hapag-Schiffe bald wieder ablegen könnten. Probleme mit dem regionalen Routennetzwerk werde es aber in jedem Fall noch mindestens sechs bis acht Wochen geben. Die dänische Maersk erklärte, die Sicherheit reiche für einen Normalbetrieb noch nicht aus. Ähnlich äußerte sich der norwegische Reederverband.
Die Entwicklung sei positiv und werde sich hoffentlich über die vereinbarten zwei Wochen Waffenruhe hinaus fortsetzen, sagte der Hapag-Lloyd-Chef weiter. „Wir hoffen, in den nächsten Monaten zur Normalität zurückkehren zu können.“ An Bord der im Golf zusammen mit rund 1000 anderen Schiffen gestrandeten Hapag-Lloyd-Frachter befinden sich früheren Angaben zufolge 150 Seeleute. Sicherheit habe absolute Priorität, betonte Habben Jansen. Keiner der festsitzenden Hapag-Frachter habe bisher die Straße von Hormus passiert.
Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, die an dem Kunden-Call teilnehmen konnte, wies er einen anderslautenden Bericht auf dem Kurznachrichtenportal X als falsch zurück. Darin hatte es auch geheißen, Hapag habe eine „Gebühr“ bezahlt und sei von den Revolutionsgarden eskortiert worden. Dies entspreche nicht den Tatsachen, betonte Habben Jansen. Vergangene Woche gab es Berichte, denen zufolge ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM die Straße von Hormus passiert habe.
Source: faz.net