Liveblog Irankrieg: Hegseth: „Dies ist kein Regimewechselkrieg“

Deutsche Flugzeuge sollen Touristen aus dem Nahen Osten holen
Die Bundesregierung sieht bei der Rückholung von Urlaubern vor allem private Airlines in der Pflicht. Eine Abholung in Oman oder Riad etwa sei möglich, hieß es. Wichtige Flughafen-Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi und Doha sind derzeit geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt. Nach Agenturangaben habe Außenminister Johann Wadephul in diesem Sinne auch mit dem Lufthansa-Chef gesprochen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagt, sei die Luftwaffe „wirklich das letzte Mittel der Wahl“, so das Verteidigungsministerium.
Das Auswärtige Amt stehe „in allerengstem Kontakt“ mit der Reiseindustrie und wolle gemeinsam Lösungen finden. Die Region verfüge über eine gut ausgebaute Luftverkehrsinfrastruktur. Reisende, etwa auf festliegenden Kreuzfahrtschiffen, wurden aufgefordert, sich in die in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen und sich bei einem Reiseveranstalter oder einer Fluggesellschaft über Ausreisemöglichkeiten zu informieren, so das Auswärtige Amt.
Für die Bundeswehr selbst sind in der erweiterten Region etwa 500 Soldaten bei verschiedenen internationalen Missionen im Einsatz. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums beispielsweise bei einer UN-Mission im Irak und Jordanien sowie bei UN-Missionen im Libanon und vor der Küste des Landes. Zudem stellt die Bundeswehr Verbindungspersonal etwa in Kuwait oder Qatar. Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“, tätig für die Überwachungsmission UNIFIL, befindet sich demnach vor Zypern. Sie sei nicht Teil des Kriegsgeschehens, so Regierungssprecher Stefan Korneliuis, aber bereit, sich notfalls gegen Angriffe zu verteidigen.
Source: faz.net