Landtagswahl: Wahlumfrage sieht AfD in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang 37 Prozent
Sieben Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in einer Wahlumfrage deutlich vorn. In der repräsentativen Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag der Ostsee-Zeitung kommt die Partei auf 37 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erreicht 23 Prozent, die CDU 13 Prozent. Die Linke, derzeit Koalitionspartner der SPD, wird bei 11 Prozent gesehen.
Unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde liegen der Umfrage nach die FDP, mit zwei Prozent, und die Grünen, mit vier Prozent. Beide Parteien würden damit den Einzug in den Landtag verpassen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), bisher nicht im Schweriner Landtag vertreten, kommt auf fünf Prozent und steht damit genau auf der Kippe.
Bei der Landtagswahl 2021 war die SPD mit 39,6 Prozent stärkste Kraft
geworden. Die AfD kam vor fünf Jahren auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent,
die Linke auf 9,9 Prozent, die Grünen auf 6,3 Prozent und die FDP auf
5,8 Prozent.
Für die Umfrage befragte Forsa vom 9. bis 16. Februar insgesamt 1.003 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern. Gewählt wird in in dem Bundesland am 20. September.
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Über die Unsicherheiten von Umfragen
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Für die Wahlumfragen befragen Meinungsforschungsinstitute regelmäßig eine vierstellige Anzahl Wahlberechtigter. Die meisten Institute rufen sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern an, meist kommen außerdem Onlinebefragungen zum Einsatz. Da sich nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich gut für die Umfragen erreichen lassen, werden die Werte anschließend nach soziodemografischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht gewichtet. So entstehen sogenannte repräsentative Stichproben, die in ihrer Zusammensetzung die Gesellschaft möglichst gut abbilden sollen. Die genaue Methodik der Institute ist dabei in der Regel für die Öffentlichkeit nicht transparent.
Umfragewerte sind immer Momentaufnahmen. Mehr als eine grobe Tendenz für ein Meinungsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst wenn die Zahlen zum Veröffentlichungszeitpunkt der Umfrage nahe an der Realität liegen, ist immer noch offen, ob die damals befragten Wähler zum Beispiel später tatsächlich ihre Stimme abgeben oder sich kurzfristig umentscheiden.