Kweku Adoboli: Der Banker, den sie hinfallen ließen

Das alte Leben von Kweku Adoboli endet 2011 mit einer E-Mail. Adoboli ist damals 31 Jahre alt und bei der schweizerischen Großbank UBS als Investment-Banker angestellt. Am Nachmittag des 14. September verlässt er sein Büro in London, fährt in seine Wohnung im Stadtteil Shoreditch und meldet sich bei einem Buchhalter der Bank: „Lieber Will, ich schreibe dir diese E-Mail unter großem Stress.“ Adoboli gesteht, mit Handelsspekulationen einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verursacht zu haben. Er gibt zu, dass er seine Geschäfte in der Buchhaltung nicht korrekt verbucht und die Verluste verheimlicht hat. Er schreibt auch: „Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln und den Shitstorm, der nun folgen wird.“