Künstliche Intelligenz: Wolfram Weimer sieht in KI-Vorfall beim Zweites Deutsches Fernsehen „unangenehmen Vorgang“
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich zu einem fehlerhaften ZDF-Beitrag geäußert, bei dem unter anderem KI-generiertes Material genutzt wurde. Weimer sprach in diesem Zusammenhang von einem „unangenehmen
Vorgang“. Der Fall untergrabe ein Stück weit auch die
Glaubwürdigkeit des Senders, sagte der parteilose Politiker dem Sender
Welt TV.
„Aber die Kollegen haben sich entschuldigt. Sie haben einen
Fehler gemacht. Ich finde, damit ist die Sache dann auch gut.“ Fehler
passierten in vielen Redaktionen. Das ZDF hatte mit einem Nachrichtenbeitrag im
heute journal über die Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE für
Aufsehen gesorgt, weil die Redaktion darin unter anderem mit KI
generierte Bilder verwendet hatte.
Zwei Fehler im Beitrag
Im heute journal räumte das ZDF später Fehler
ein und bat die Zuschauer um Entschuldigung. Nach Angaben des ZDF
enthielt der Beitrag vom Sonntag zwei Fehler. Erstens sei der Einsatz solcher mit KI-generierten Bilder und Videos von Menschen, Ereignissen und politischen
Zusammenhängen im Nachrichtenbereich grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen gebe es nur, wenn der Beitrag ausdrücklich KI-Fälschungen thematisiere. In
diesem Fall hätte auch eine Kennzeichnung nicht gereicht. Zweitens habe eine Szene reale Aufnahmen
gezeigt, die jedoch aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022 stammten
und nicht von einem aktuellen ICE-Einsatz.
Zuvor hatte der Sender auf Anfrage mitgeteilt,
dass in dem Beitrag zu Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE
KI-generierte Bilder verwendet worden seien, die hätten gekennzeichnet
werden müssen. Diese Kennzeichnung sei bei der Überspielung des Beitrags
aus technischen Gründen nicht übertragen worden.