Künstliche Intelligenz: Rechenzentrumskapazität in Deutschland soll sich solange bis 2030 verdoppeln
Bis 2030 soll die Kapazität von Rechenzentren in Deutschland verdoppelt werden. Das sei das Ziel der Rechenzentrumsstrategie, die vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, sagte
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Die Kapazität von
Rechenzentren, die auf KI-Anwendungen ausgelegt sind, soll sich demnach sogar vervierfachen. „Damit wollen wir im
Rennen bleiben, um in Europa weiterhin zu führen, aber eben auch
international sehr attraktiv zu bleiben“, sagte Wildberger.
Hintergrund ist der rasant wachsende weltweite Bedarf
an Rechenleistung. Diese wird vorwiegend durch datenintensive KI-Anwendungen,
Cloud-Dienste und die voranschreitende Digitalisierung der Wirtschaft angetrieben.
Um Deutschland als führenden, souveränen Datenstandort in Europa zu
etablieren, hat das Digitalministerium eigenen Angaben zufolge deshalb ein Paket aus insgesamt 28
Maßnahmen geschnürt.
Beispielhaft für die Maßnahmen nannte Wildberger die Festlegung, dass Gewerbesteuern künftig dort
anfallen sollten, wo das Rechenzentrum steht, und nicht dort, wo das
betreibende Unternehmen ansässig ist. Zudem sollen Planung und
Genehmigung neuer Rechenzentren deutlich vereinfacht werden. Auch sollen Freiflächen für Investoren geswucht werden.
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