Kuba steckt in Wirtschaftskrise: USA lockern Verbot für jedes venezolanische Ölexporte nachher Kuba

Kuba steckt in WirtschaftskriseUSA lockern Verbot für venezolanische Ölexporte nach Kuba

25.02.2026, 21:53 Uhr

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Von einem bilateralen Abkommen mit Venezuela hat Kuba lange Zeit profitiert. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Verhaftung Maduros durch die USA stoppt den Ölexport Venezuelas vollständig. Kuba leidet darunter besonders – das Land steckt in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zerfall der Sowjetunion. Nun soll es erste Ausnahmen geben, doch nur Privatleute können aufatmen.

Die USA wollen offenbar die Ölblockade gegen Kuba lockern. Es würden Lizenzen für den Verkauf von venezolanischem Öl an Kuba erteilt, kündigte das US-Finanzministerium an. Voraussetzung sei, dass die Geschäfte der Bevölkerung und dem Privatsektor zugutekämen. Ölverkäufe, von denen das Militär oder staatliche Institutionen profitierten, blieben verboten. Es handle sich um eine Maßnahme der „Solidarität mit dem kubanischen Volk“, so das Finanzministerium.

Die Öllieferungen aus Venezuela waren im Januar zum Erliegen gekommen, nachdem die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen und die Kontrolle über die Exporte des südamerikanischen Landes übernommen hatten. Dies hatte die Energiekrise in Kuba drastisch verschärft, das auf die Importe des vergleichsweise günstigen Öls aus dem bis dahin ebenfalls sozialistischen Venezuela angewiesen war. Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

Seit Wochen sind nun keine Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba angekommen. Weil die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Kuba hatte bereits zuvor mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen.

US-Präsident Donald Trump pocht darauf, dass Partner Venezuelas wie Kuba nun marktübliche Ölpreise zahlen müssen. Es ist jedoch unklar, ob die Regierung in Havanna sich dies leisten kann. Große Handelshäuser verlangen in der Regel Bankgarantien oder Barzahlung, während Kuba jahrelang von Vorzugskonditionen im Rahmen eines bilateralen Abkommens mit Venezuela profitiert hatte.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/rts

Source: n-tv.de