Krieg in Gaza: Israel greift erneut Ziele im Libanon an



Bericht (PDF) mitteilte, herrsche derzeit in keinem der beobachteten Gebiete die höchste Warnstufe 5, die einer akuten Hungersnot entspricht. Dies sei vor allem auf die seit Oktober geltende Waffenruhe und einen erleichterten Zugang zu Lebensmittellieferungen zurückzuführen. Derzeit sind die Gebiete in Stufe 4 eingeordnet. 

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Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart jedoch, dass die Situation weiterhin äußerst kritisch bleibt: In dem untersuchten Zeitraum zwischen dem 16. Oktober und dem 30. November seien rund 1,6 Millionen Menschen im Gazastreifen von einem hohen Grad an Nahrungsmittelunsicherheit (IPC-Stufe 3) betroffen gewesen, davon mehr als eine halbe Million von sehr hoher Nahrungsmittelunsicherheit (Stufe 4) und 104.000 Menschen von akutem Hunger (Höchststufe 5). Diese Zahlen dürften sich laut Bericht nur wenig verändern. So geht die Beobachtungsstelle im vorgerechneten Zeitraum vom 1. Dezember bis Mitte April 2026 von weiterhin 1,03 Millionen Betroffenen der Stufe 3 und zusätzlich 571.000 Menschen in Stufe 4 aus. Lediglich die von akutem Hunger betroffenen Menschen sollen auf rund 1.900 sinken – vorausgesetzt, die Situation stabilisiert sich weiter. Bei einer Wiederaufnahme der Kämpfe drohe hingegen eine Hungersnot im gesamten Gazastreifen bis Mitte April, schrieb die IPC.

Darüber hinaus geht der Bericht von rund 101.000 Kleinkindern aus, die bis Mitte Oktober 2026 unter Mangelernährung leiden werden, davon 31.000 unter ernsten Mangelerscheinungen. Während viele Haushalte sich frische und gesunde Lebensmittel schlicht nicht leisten könnten, sei die Versorgung mit Hilfsgütern weiter ungleichmäßig auf das Gesamtgebiet verteilt, warnte die IPC. Es sei daher unerlässlich, die Lieferungen von Lebensmitteln weiter zu ermöglichen und auszuweiten.

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Zivilschutz meldet mehrere Tote nach israelischem Beschuss in Gaza

In Gaza-Stadt sind Angaben des palästinensischen Zivilschutzes zufolge fünf Menschen durch israelischen Beschuss eines Schutzraums in einer Geflüchtetenunterkunft getötet worden. Der Leiter des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt, Mohamed Abu Selmia, sagte dies am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dem palästinensischen Zivilschutz zufolge waren die meisten der Getöteten Kinder, eine Reihe von Verletzten seien zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden seien.

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Die israelische Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass israelische Soldaten auf der israelisch kontrollierten Seite der sogenannten gelben Linie im Gazastreifen "mehrere verdächtige Personen in Kommandostrukturen" festgestellt hätten. Kurz darauf hätten die Soldaten auf die Verdächtigen geschossen, um "die Bedrohung zu eliminieren". Einzelheiten zu Opfern würden noch geprüft und jeder Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt worden sein könnte, würde bedauert werden. 

Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle im Gazastreifen. 

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Netanjahu blockiert unabhängige Untersuchung zum 7. Oktober

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu blockiert weiterhin eine unabhängige Untersuchung des Massakers der islamistischen Terrororganisation Hamas und anderer Extremistengruppen in Israel. Statt der Einrichtung einer staatlichen Untersuchungskommission befürwortet er die Ernennung einer Regierungskommission.

Ein zuständiger Ministerausschuss stimmte einem entsprechenden Gesetzesentwurf eines Abgeordneten der rechtskonservativen Regierungspartei Likud zu, wie das Nachrichtenportal ynet berichtete. Kommenden Mittwoch sei eine vorläufige Abstimmung darüber im Parlament vorgesehen. Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara sagte, dass der vorgeschlagene Gesetzentwurf "voller erheblicher Mängel" sei.

Experten, Oppositionelle und Angehörige ehemaliger Geiseln und Toten des 7. Oktober 2023 sprechen von einem Vertuschungsversuch. Kritiker werfen Netanjahu und seiner Koalition vor, keine persönliche Verantwortung für das politische und militärische Versagen während des Hamas-Terrorüberfalls zu übernehmen.

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Israel wirft der Hamas anhaltende Verstöße gegen Waffenstillstand vor

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat mitgeteilt, dass die Terrororganisation Hamas einen Offizier der israelischen Armee mit einer improvisierten Sprengvorrichtung verletzt habe. Der Vorfall ereignete sich in Rafah im Süden des Gazastreifens. Die Hamas verstoße weiterhin gegen den Waffenstillstand und den 20-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump, heißt es in der Mitteilung. 

Es sei "ein fortwährender eklatanter Verstoß" gegen die Vereinbarung, dass die Hamas ihre Waffen nicht abgebe. Die Hamas hatte angekündigt, ihre Waffen erst abzugeben, wenn ein palästinensischer Staat gegründet wird.

"Israel wird entsprechend reagieren", heißt es in der Mitteilung von Netanjahus Büro weiter. Was damit gemeint ist, wird nicht näher ausgeführt. Beiden Seiten werfen sich gegenseitig immer wieder vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. 

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Deutschland und weitere Länder verurteilen Israels Siedlungspläne im Westjordanland

Deutschland hat mit Großbritannien, Kanada und weiteren europäischen Staaten die Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts für neue Siedlungen im Westjordanland verurteilt. Die Genehmigung von 19 neuen Siedlungen in dem von Israel besetzten Territorium verstoße gegen internationales Recht und befeure die Instabilität in der Region, heißt es in einem gemeinsamen Statement. 

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Die israelischen Siedlungsaktivitäten könnten zudem verhindern, dass der Plan für Gaza in die zweite Phase eintrete, heißt es in der Mitteilung weiter. Zu den Unterzeichnerstaaten gehören auch Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Island, Irland, Japan, Malta, die Niederlande, Norwegen und Spanien.

Israel hatte 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, wo heute mehr als 700.000 Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern leben. Die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen als großes Hindernis für eine Friedensregelung, weil sie kaum noch ein zusammenhängendes Territorium für die Palästinenser bei einer möglichen Zweistaatenlösung zulassen würden.

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Militär tötet zwei Palästinenser an der "gelben Linie"

Israels Militär hat nach eigenen Angaben erneut zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet. "Zwei Terroristen" hätten im Süden des abgeriegelten Küstenstreifens die sogenannte gelbe Linie überschritten und sich den israelischen Truppen genähert, teilte die Armee mit. Die beiden hätten "eine unmittelbare Bedrohung" dargestellt, sie seien deshalb nach ihrer Identifizierung getötet worden. Im Rahmen der Vereinbarung über eine Waffenruhe würden israelische Truppen auch weiterhin im Süden des Gazastreifens stationiert bleiben, um Bedrohungen zu beseitigen. 
Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte die "gelbe Linie" kürzlich zur neuen Grenze zum Gazastreifen erklärt. Die Linie markiert die Rückzugposition der israelischen Armee im Rahmen der Waffenruhe mit der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. Sie ist durch gelb markierte Betonelemente und Schilder gekennzeichnet. Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle. 

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Israel wird laut Minister nicht komplett aus Gaza abziehen

Nach Worten des israelischen Verteidigungsministers werde sein Land seine Truppen nicht komplett aus dem Gazastreifen abziehen. "In Gaza wird Israel niemals abziehen. Innerhalb des Gazastreifens wird es eine Sicherheitszone geben, eine beträchtliche Sicherheitszone", sagte Israel Katz bei einer Konferenz der siedlerfreundlichen Zeitung Makor Rischon.

Im nördlichen Teil des Küstengebiets könnten dann in Zukunft israelische Siedlungskerne errichtet werden, die die Sicherheitszone dann auch schützen würde, sagte er weiter. Damit widersprach der Politiker von der rechtskonservativen Regierungspartei Likud erneut Trumps Friedensplan, der einen stufenweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Küstenstreifen vorsieht. 

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Polizei nimmt mögliche Hamas-Unterstützer in Italien fest

In Italien sind neun Menschen wegen des Verdachts der Finanzierung der Terrororganisation Hamas festgenommen worden. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, die Hamas mit rund sieben Millionen Euro unterstützt zu haben. Zuerst war die Rede von sieben Festgenommenen sowie zwei weiteren Personen, die man per Haftbefehl im Ausland suchte.
 
Nach Polizeiangaben stehen drei Vereinigungen im Verdacht, die offiziell Spenden für palästinensische Zivilisten sammeln – aber in Wirklichkeit die Hamas finanzierten. Einen Teil des gesammelten Geldes sollen Angehörige von Menschen erhalten haben, die in Anschläge verwickelt gewesen seien.

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Israels Militär riegelt Stadt im Westjordanland ab

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Die israelische Armee verstärkt nach dem Anschlag eines Palästinensers im Norden Israels ihren Einsatz im besetzten Westjordanland. Die Armee gehe "mit aller Härte gegen terroristische Zellen" in Kabatija vor, verkündete Verteidigungsminister Israel Katz. Die Heimatstadt des Täters im Westjordanland sei vollständig abgeriegelt und umzingelt worden. Armeechef Ejal Samir kündigte eine Verstärkung der in dem Gebiet stationierten Truppen an. 
Ein Palästinenser hatte laut Polizeiangaben am Freitag in Israel einen Mann überfahren und eine 18-Jährige erstochen. Am Tag zuvor hatte ein israelischer Reservist einen betenden Palästinenser im Westjordanland angefahren. 

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Trump trifft Netanjahu heute in Florida

US-Präsident Donald Trump berät sich am heutigen Montag mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu über die nächste Phase des Plans für den Gazastreifen. Das Weiße Haus hat das Treffen bisher nicht offiziell bestätigt.

Nach einem Bericht der Zeitung The Times of Israel ist Netanjahu jedoch am Sonntag Richtung Florida geflogen. Dort soll er Trump in dessen Privatresidenz Mar-a-Lago treffen. Auch das gewöhnlich gut informierte Medienportal Axios berichtet darüber. Es wäre das sechste Treffen der beiden Politiker in diesem Jahr.

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Hamas bestätigt Tod von Mohammed ​Sinwar und Abu ‌Ubaida

Die Hamas hat den Tod zweier ihrer Mitglieder bestätigt, die Israel bereits vor Monaten getötet haben will. Wie die Hamas mitteilte, wurden Mohammed ​Sinwar, der ehemals die leitende Funktion der Terrororganisation im Gazastreifen innehatte, sowie der Sprecher des bewaffneten Flügels der Terrororganisation, Abu ‌Ubaida, vor Monaten getötet.

Israel hatte bereits im Mai angegeben, Sinwar getötet zu haben. Er ist der jüngere Bruder des ehemaligen Hamas-Anführers ⁠Jahia Sinwar, den Israel ebenfalls getötet hat. Drei Monate später meldete Israel, ‌Ubaida getötet zu haben.

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Trump droht Hamas mit Konsequenzen bei anhaltender Bewaffnung

US-Präsident Donald Trump hat der Hamas mit Konsequenzen gedroht, sollte sie ihre Waffen nicht niederlegen. Die USA legten es nicht auf eine Eskalation an, sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. "Sie müssen sich innerhalb einer relativ kurzen Zeit entwaffnen", sagte Trump. Ansonsten würde es "schrecklich" werden. Andere Staaten im Nahen Osten hätten bereits ein Einschreiten angekündigt, sollte sich die Hamas nicht wie vereinbart entwaffnen. "Wenn sie jetzt nicht ihre Waffen niederlegen, werden diese Länder sie vernichten", sagte Trump.

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Im Oktober hatten Israel und die Hamas dem von den USA vorangetriebenen Friedensplan zugestimmt. Die anstehende zweite Phase des Plans sieht eine Entwaffnung der Hamas und die Einsetzung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor.

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Israelische Armee ruft zur Evakuierung libanesischer Dörfer auf

Das israelische Militär hat die Einwohner von vier libanesischen Dörfern aufgefordert, ihre Wohnorte zu verlassen. Geplant seien Luftangriffe auf "militärische Infrastruktur" der libanesischen Terrororganisation Hisbollah, sagte ein Militärsprecher. Die Ziele befänden sich in den Dörfern Hammara und Ain el-Tineh im Bekaa-Tal im Osten sowie in Kfar Hatta und Aanan im Süden des Libanons.

Der Libanon steht zunehmend unter Druck, die Hisbollah zu entwaffnen. Die libanesische Regierung befürchtet, Israel könnte seine Angriffe drastisch verstärken, um die Führung zu zwingen, das Waffenarsenal der Hisbollah schneller zu beschlagnahmen. Israel und der Libanon hatten sich 2024 auf einen Waffenstillstand geeinigt. Dieser beendete Kämpfe, die mehr als ein Jahr angedauert hatten. Seitdem hatten sich beide Seiten gegenseitig beschuldigt, die Feuerpause verletzt zu haben.

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Israels Militär greift Ziele im Libanon an

Die israelische Armee hat nach ‌eigenen Angaben Angriffe auf Ziele im Libanon gestartet. Es handele sich um Stellungen der radikalislamischen Gruppen Hisbollah und Hamas. Zuvor hatte sie die ‍Evakuierung von vier Dörfern im Osten ​und Süden des Nachbarlandes angeordnet.

Einem Militärsprecher ‌zufolge richteten sich die Angriffe gegen die militärische Infrastruktur der beiden Gruppen in Hammara und Ain ​el-Tineh im östlichen Bekaa-Tal sowie in Kfar Hatta und Aanan im Süden.

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Vereinte Nationen werfen Israel Apartheid vor

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat Israel Apartheid vorgeworfen. Es gebe berechtigte Gründe für die Annahme, Israel ziele auf eine dauerhafte Segregation und Unterdrückung der Palästinenser, hieß es in einem entsprechenden Bericht des Menschenrechtsbüros, der sich auf Einschätzungen des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag bezieht.

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Demnach werden in den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten unterschiedliche Rechtsrahmen für jüdische Siedler und Palästinenser angewendet, was zu einer Ungleichbehandlung etwa bei der Bewegungsfreiheit und dem Zugang zu Ressourcen wie Land und Wasser führt. Eine solche Politik stelle einen Verstoß gegen das internationale Verbot von Rassentrennung und Apartheid dar, hieß es weiter.

Der Leiter der UN-Einrichtung, Menschenrechtskommissar Volker Türk, forderte, die rechtswidrige israelische Präsenz in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ostjerusalems, zu beenden. Die israelischen Behörden müssten "Gesetze, Richtlinien und Praktiken aufheben, die eine systematische Diskriminierung von Palästinensern aufgrund ihrer Rasse, Religion oder ethnischen Herkunft aufrechterhalten", sagte Türk.

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Israel weist Vorwurf der Apartheid durch UN zurück

Den Vorwurf der Apartheid durch die Vereinten Nationen hat Israel als verzerrt und absurd zurückgewiesen. Grundlegende Fakten, die dem Konflikt zugrunde lägen, insbesondere die schwerwiegenden Bedrohungen, denen Israel ausgesetzt sei, würden völlig ignoriert, teilte die israelische UN-Vertretung mit.

Das UN-Menschenrechtsbüro hatte von einer immer stärker werdenden systematischen Diskriminierung der Palästinenser im Westjordanland gesprochen. Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk sieht darin "eine besonders schwere Form der Rassendiskriminierung und Segregation, die dem Apartheid-System ähnelt, das wir bereits kennen". 

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Israelische Einsatzkräfte sollen mindestens drei Palästinenser getötet haben

Nach lokalen Behördenangaben sind mindestens drei Palästinenser durch israelische Einsatzkräfte getötet worden. Laut Sanitätern starb eine Person in einem palästinensisch kontrollierten Viertel von Gaza-Stadt. ⁠Zwei weitere seien in der Stadt Bani Suhaila östlich von Chan Junis getötet worden.

Israel hält das Gebiet weiterhin besetzt. Das israelische Militär äußerte sich nicht zu den ​Vorwürfen. 

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Israel warnt vor Angriffen im Südlibanon

Das israelische Militär hat Bewohner eines Gebiets im südlibanesischen Dorf Kfar Hatta vor geplanten Angriffen auf die Infrastruktur der Hisbollah gewarnt. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

Trotz der 2024 vereinbarten Waffenruhe greift Israel wiederholt Ziele im Süden des Libanon an. Erst vor wenigen Tagen wurden nach israelischen Angaben Stellungen der Hisbollah und der Hamas in mehreren Dörfern im Osten und Süden des Landes beschossen.

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Israel fliegt Luftangriffe im Süden des Libanon

Die israelischen Streitkräfte haben erneut Luftangriffe im Südlibanon geflogen. Nach Evakuierungsaufrufen an die Bewohner des Dorfes Kafr Hata hätten am Sonntag israelische Kampfflugzeuge das Dorf beschossen, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Nach Angaben der israelischen Armee richteten sich die Angriffe gegen Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Zuvor sei bereits weitere "Militärinfrastruktur“ der Hisbollah im Süden des Libanon attackiert worden.

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Palästinensische Miliz tötet offenbar Hamas-Offizier in Gaza

Eine von Israel unterstützte palästinensische Miliz ‌hat eigenen Angaben zufolge einen hochrangigen Hamas-Polizeioffizier im südlichen Gazastreifen getötet. Die Hamas beschuldigte "israelische Kollaborateure" des Vorfalls. Bewaffnete hätten aus einem vorbeifahrenden Auto das ​Feuer eröffnet und Mahmud al-Astal getötet, hieß es in einer Erklärung des von der Hamas geführten Innenministeriums. Al-Astal ‌war Leiter der Kriminalpolizei in Chan Junis im Süden des Gazastreifens.

Zu der Tötung hat sich der Anführer einer hamasfeindlichen Gruppe, Hussam al-Astal (der Nachname ist in diesem Teil des Gazastreifens verbreitet), in einem Video auf seinem Facebook-Kanal bekannt. Die Gruppe operiert in einem unter israelischer Kontrolle stehenden Gebiet östlich von Chan Junis. "An alle, die mit der Hamas zusammenarbeiten: Euer Schicksal ist der Tod. Der Tod kommt zu euch", sagte Al-Astal in dem Video. Er trägt darin eine schwarze militärähnliche Uniform und ​hält ein Sturmgewehr in der Hand.

Ein israelischer ‍Militärvertreter erklärte, die israelische Armee habe keine Kenntnis über Einsätze in dem Gebiet. Die Angaben zu dem Vorfall lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

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Unicef wirft Israel mangelnden Schutz von Kindern in Gaza vor

Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Unicef sind seit Beginn des Waffenstillstands Anfang Oktober mehr als 100 Kinder im Gazastreifen gestorben. Wie Sprecher James Elder bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen mitteilte, sind viele der Opfer durch militärische Angriffe wie Luftschläge, Drohnen- und Quadrocopter-Angriffe, Panzerbeschuss und Schusswaffengebrauch gestorben. Einige Kinder starben durch explodierende Kriegsrückstände.

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Elder sagte, das Überleben für Kinder in Gaza bleibe weiterhin unsicher. Zwar hätten Bombardierungen und Schießereien seit dem Waffenstillstand nachgelassen, doch sie seien nicht völlig zum Erliegen gekommen. Die tatsächliche Zahl getöteter Kinder liege vermutlich höher, da die Unicef-Daten nur Fälle erfassen, zu denen ausreichende Informationen vorliegen.

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Tote bei Winterstürmen im Gazastreifen

Das winterliche Wetter, insbesondere starke Windböen, setzt den Menschen im Gazastreifen zu, die vielfach noch in Zeltlagern ausharren. So stürzte eine acht Meter hohe Mauer durch den Wind auf provisorische Zelte von Kriegsvertriebenen, wie das Schifa-Krankenhaus berichtete. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet, weitere fünf wurden verletzt. Auf ähnliche Weise starb eine Frau im westlichen Teil der Stadt Gaza, als Trümmer auf ihr Zelt fielen.

Das UN-Nothilfebüro OCHA berichtet zudem, dass Hunderte Zelte und andere behelfsmäßige Unterkünfte weggeweht oder stark beschädigt wurden. Hilfsorganisationen warnen davor, dass der Bevölkerung im von Trümmern übersäten Küstengebiet geeignete Unterkünfte fehlen, um den wiederkehrenden Winterstürmen standzuhalten. 

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USA verkünden nächste Phase des Friedensplans

Die Umsetzung des Gaza-Friedensplans geht nach US-Angaben in die zweite Phase. Darin werde man sich "von der Waffenruhe hin zu Demilitarisierung, technokratischer Verwaltung und Wiederaufbau" des Gazastreifens bewegen, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X mit.

Der US-Plan sieht eine Verwaltung des Gebiets unter palästinensischer Beteiligung und eine vollständige Demilitarisierung des Gebiets vor. "Die USA erwarten von der Hamas, dass sie ihren Pflichten vollständig nachkommt", schrieb Witkoff. Das gilt auch für die Vereinbarung, die sterblichen Überreste der letzten Geisel an Israel zu überstellen. "Ein Versagen dabei, dies zu tun, wird ernsthafte Konsequenzen haben", drohte Witkoff.

Die Hamas und Israel äußerten sich zunächst nicht dazu. Die Waffenruhe auf Basis eines 20-Punkte-Plans der USA gilt seit Anfang Oktober. Zu den größten Hürden bei ihrer Umsetzung gehören die geplante Entwaffnung der Hamas, ein Abzug der israelischen Armee aus dem Gebiet und die Entsendung einer internationalen Sicherheitstruppe.

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Palästinensergruppen verhandeln über zweite Phase des Friedensplans

Vertreter der Hamas sind in Kairo zu Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens zusammengekommen. Die Hamas und weitere Palästinensergruppen hätten ihre Verhandlungen darüber begonnen, teilte der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News mit. Dabei gehe es um die Vorbereitungen zur zweiten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump. 

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Teil der Vorbereitungen für die zweite Phase ist, ein Gremium aus palästinensischen Technokraten zu schaffen. Diese sollen das Gebiet vorübergehend verwalten. Laut Angaben der Hamas soll Spitzenfunktionär Chalil al-Haja die Delegation anführen. Es gehe um den Abschluss der ersten Phase, darunter der vollständige Abzug israelischer Truppen aus dem Küstengebiet.

Auf weitere Namen für das geplante Technokraten-Komitee habe sich die Hamas geeinigt, teilten ägyptische Sicherheitskreise mit. 12 von 15 Namen stünden fest. Die Kreise erwarten, dass Trump den Beginn der zweiten Phase im Friedensplan noch heute ankündigen könnte.

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Großbritannien rät Bürgern von Reisen nach Israel ab

Die Regierung in London warnt britische Staatsbürger angesichts der angespannten Lage in der Region vor nicht notwendigen Reisen nach Israel. Wohl mit Blick auf die Lage im Iran teilte das Außenministerium mit, eine Eskalation könne das Reisen unmöglich machen und andere nicht vorhergesehene Folgen haben. Für Teile Israels und die Palästinensischen Autonomiegebiete gelte weiter eine komplette Reisewarnung, die höchste Warnstufe des Ministeriums. 

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Übergangsverwaltung für Gaza soll aus 15 Mitgliedern bestehen

Die Hamas und die palästinensische Autonomiebehörde haben sich nach Angaben der ägyptischen Regierung auf die Zusammensetzung einer Übergangsverwaltung für den Gazastreifen geeinigt. Alle Beteiligten hätten eine Einigung über die 15 Mitglieder des Gremiums getroffen, sagte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatti nach Gesprächen in Kairo.

Angeführt werden soll das Gremium von dem ehemaligen stellvertretenden Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Ali Schaath, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Ägypten, Türkei und Katar hervorging. Weitere Namen gaben die Vermittlerstaaten nicht bekannt.

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Katar als Vermittler begrüßt zweite Phase des Gaza-Friedensplans

Die US-Ankündigung des Beginns der nächsten Phase des Gaza-Friedensplans ordnet Katar als positiv ein. Das Emirat, das im Konflikt wiederholt als Vermittler aufgetreten ist, hofft, dass sich dadurch die humanitäre Lage verbessere, teilte Außenamtssprecher Madschid al-Ansari mit. Humanitäre Hilfe müsse uneingeschränkt möglich sein, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten. Zusätzlich muss laut Al-Ansari ein rascher Wiederaufbau vorangetrieben werden. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, weiterhin einen dauerhaften Waffenstillstand zu unterstützen.

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Hamas bereit zur Machtübergabe an Technokratengremium

Die Hamas stimmt einer Übergabe der Regierungsgeschäfte im Gazastreifen an ein palästinensisches Gremium von Technokraten zu. Man sei bereit, die Verantwortung an das Gremium zu übergeben, sagte ein Vertreter der Terrororganisation. Steve Witkoff, Sondergesandter der USA für den Nahen Osten, sagte, damit werde eine Übergangsregierung eingesetzt, die einen Prozess der Entwaffnung und des Wiederaufbaus in Gaza beginnen solle. 

Zuvor hatte der ägyptische Außenminister bekannt gegeben, Hamas und Palästinensische Autonomiebehörde hätten sich auf 15 Mitglieder des Gremiums geeinigt.

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Netanjahu hält zweite Phase des Friedensplans für symbolisch

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die zweite Phase des Friedensplans für Gaza als größtenteils symbolisch bezeichnet. Die Ankündigung des palästinensischen Regierungskomitees sei eher eine Deklaration als ein Zeichen von Fortschritt, sagte Netanjahu während eines Treffens mit den Eltern der israelischen Geisel Ran Gvili. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte die Ankündigung als Fortschritt bezeichnet.

Die Eltern von Gvili, einem israelischen Polizeibeamten, forderten Netanjahu dazu auf, nicht zur nächsten Phase der Waffenruhe überzugehen, solange die sterblichen Überreste ihres Sohnes nicht zurück in Israel sind. Netanjahu versicherte ihnen, die Rückkehr habe für ihn weiter hohe Priorität.

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Palästinensische Übergangsregierung trifft sich in Kairo

Die neue Übergangsregierung palästinensischer Fachleute für den Gazastreifen hat sich erstmals unter US-ägyptischer Schirmherrschaft in Kairo getroffen. Das berichtete das regierungsnahe ägyptische Medium Al-Qahera News. Israelischen Angaben zufolge soll der Bulgare Nikolaj Mladenow voraussichtlich Vorsitzender des internationalen Friedensrats für den Gazastreifen werden. Dieser Rat soll die Übergangsregierung beaufsichtigen. 

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Die Übergangsregierung palästinensischer Technokraten soll Angaben aus Verhandlungskreisen zufolge auch mit dem früheren UN-Nahost-Gesandten Mladenow das weitere Vorgehen nach Beginn der zweiten Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump klären. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Auf das Treffen in Kairo sollen mehrere weitere vorbereitende Zusammenkünfte folgen. Dabei soll es um die künftige Verwaltung des Gazastreifens sowie den Wiederaufbau des Küstengebiets gehen. Technokraten sind Regierungsmitglieder, die ihre Ämter aufgrund fachlicher Qualifikation und beruflicher Erfahrung und nicht wegen parteipolitischer Zugehörigkeit übernehmen. Nach palästinensischen Angaben besteht die Übergangsregierung aus 14 Mitgliedern, darunter ist eine Frau. Sie stammen teils aus dem Gazastreifen, teils aus dem Westjordanland.

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Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes habe die Armee auf mehrere Waffenlager sowie auf weitere Infrastruktur der Hisbollah-Miliz gezielt, teilte das Militär mit. In einem weiteren Angriff wurde demnach ein unterirdisches Waffenlager getroffen. Berichte über mögliche Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Libanesischen Sicherheitsquellen zufolge führte die israelische Luftwaffe mindestens zwei Luftschläge aus. Anwohner benachbarter Gegenden berichteten von lauten Explosionen, die ihre Häuser erschüttert hätten. Das israelische Militär verwies in seiner Mitteilung auf Aktivitäten der Hisbollah an den genannten Orten, die eine Verletzung der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe darstelle. 

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Darin werde man sich "von der Waffenruhe hin zu Demilitarisierung, technokratischer Verwaltung und Wiederaufbau" des Gazastreifens bewegen, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X mit.Der US-Plan sieht eine Verwaltung des Gebiets unter palästinensischer Beteiligung und eine vollständige Demilitarisierung des Gebiets vor. "Die USA erwarten von der Hamas, dass sie ihren Pflichten vollständig nachkommt", schrieb Witkoff. Das gilt auch für die Vereinbarung, die sterblichen Überreste der letzten Geisel an Israel zu überstellen. "Ein Versagen dabei, dies zu tun, wird ernsthafte Konsequenzen haben", drohte Witkoff. Die Hamas und Israel äußerten sich zunächst nicht dazu. Die Waffenruhe auf Basis eines 20-Punkte-Plans der USA gilt seit Anfang Oktober. 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Im Süden des Nachbarlandes habe die Armee auf mehrere Waffenlager sowie auf weitere Infrastruktur der Hisbollah-Miliz gezielt, teilte das Militär mit. In einem weiteren Angriff wurde demnach ein unterirdisches Waffenlager getroffen. Berichte über mögliche Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht. Libanesischen Sicherheitsquellen zufolge führte die israelische Luftwaffe mindestens zwei Luftschläge aus. Anwohner benachbarter Gegenden berichteten von lauten Explosionen, die ihre Häuser erschüttert hätten. Das israelische Militär verwies in seiner Mitteilung auf Aktivitäten der Hisbollah an den genannten Orten, die eine Verletzung der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe darstelle. ","video":[]}"}“>

Marlena Wessollek
Marlena Wessollek

Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes habe die Armee auf mehrere Waffenlager sowie auf weitere Infrastruktur der Hisbollah-Miliz gezielt, teilte das Militär mit. In einem weiteren Angriff wurde demnach ein unterirdisches Waffenlager getroffen. Berichte über mögliche Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Libanesischen Sicherheitsquellen zufolge führte die israelische Luftwaffe mindestens zwei Luftschläge aus. Anwohner benachbarter Gegenden berichteten von lauten Explosionen, die ihre Häuser erschüttert hätten. Das israelische Militär verwies in seiner Mitteilung auf Aktivitäten der Hisbollah an den genannten Orten, die eine Verletzung der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe darstelle. 

Marlena Wessollek
Marlena Wessollek

Palästinensische Übergangsregierung trifft sich in Kairo

Die neue Übergangsregierung palästinensischer Fachleute für den Gazastreifen hat sich erstmals unter US-ägyptischer Schirmherrschaft in Kairo getroffen. Das berichtete das regierungsnahe ägyptische Medium Al-Qahera News. Israelischen Angaben zufolge soll der Bulgare Nikolaj Mladenow voraussichtlich Vorsitzender des internationalen Friedensrats für den Gazastreifen werden. Dieser Rat soll die Übergangsregierung beaufsichtigen. 
Erstmals hat sich die neue Übergangsregierung palästinensischer Technokraten für den Gazastreifen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo getroffen
Erstmals hat sich die neue Übergangsregierung palästinensischer Technokraten für den Gazastreifen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo getroffen. Sven Hoppe/dpa
Die Übergangsregierung palästinensischer Technokraten soll Angaben aus Verhandlungskreisen zufolge auch mit dem früheren UN-Nahost-Gesandten Mladenow das weitere Vorgehen nach Beginn der zweiten Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump klären. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Auf das Treffen in Kairo sollen mehrere weitere vorbereitende Zusammenkünfte folgen. Dabei soll es um die künftige Verwaltung des Gazastreifens sowie den Wiederaufbau des Küstengebiets gehen. Technokraten sind Regierungsmitglieder, die ihre Ämter aufgrund fachlicher Qualifikation und beruflicher Erfahrung und nicht wegen parteipolitischer Zugehörigkeit übernehmen. Nach palästinensischen Angaben besteht die Übergangsregierung aus 14 Mitgliedern, darunter ist eine Frau. Sie stammen teils aus dem Gazastreifen, teils aus dem Westjordanland.

Jannik Wilk
Jannik Wilk

Netanjahu hält zweite Phase des Friedensplans für symbolisch

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die zweite Phase des Friedensplans für Gaza als größtenteils symbolisch bezeichnet. Die Ankündigung des palästinensischen Regierungskomitees sei eher eine Deklaration als ein Zeichen von Fortschritt, sagte Netanjahu während eines Treffens mit den Eltern der israelischen Geisel Ran Gvili. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte die Ankündigung als Fortschritt bezeichnet.

Die Eltern von Gvili, einem israelischen Polizeibeamten, forderten Netanjahu dazu auf, nicht zur nächsten Phase der Waffenruhe überzugehen, solange die sterblichen Überreste ihres Sohnes nicht zurück in Israel sind. Netanjahu versicherte ihnen, die Rückkehr habe für ihn weiter hohe Priorität.

Jannik Wilk
Jannik Wilk

Hamas bereit zur Machtübergabe an Technokratengremium

Die Hamas stimmt einer Übergabe der Regierungsgeschäfte im Gazastreifen an ein palästinensisches Gremium von Technokraten zu. Man sei bereit, die Verantwortung an das Gremium zu übergeben, sagte ein Vertreter der Terrororganisation. Steve Witkoff, Sondergesandter der USA für den Nahen Osten, sagte, damit werde eine Übergangsregierung eingesetzt, die einen Prozess der Entwaffnung und des Wiederaufbaus in Gaza beginnen solle. 

Zuvor hatte der ägyptische Außenminister bekannt gegeben, Hamas und Palästinensische Autonomiebehörde hätten sich auf 15 Mitglieder des Gremiums geeinigt.

Ein Zeltlager vertriebener Palästinenser in Gaza-Stadt.
Ein Zeltlager vertriebener Palästinenser in Gaza-Stadt. Ahmed Younis/Middle East Images/AFP/Getty Images

Marla Noss
Marla Noss

Katar als Vermittler begrüßt zweite Phase des Gaza-Friedensplans

Die US-Ankündigung des Beginns der nächsten Phase des Gaza-Friedensplans ordnet Katar als positiv ein. Das Emirat, das im Konflikt wiederholt als Vermittler aufgetreten ist, hofft, dass sich dadurch die humanitäre Lage verbessere, teilte Außenamtssprecher Madschid al-Ansari mit. Humanitäre Hilfe müsse uneingeschränkt möglich sein, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten. Zusätzlich muss laut Al-Ansari ein rascher Wiederaufbau vorangetrieben werden. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, weiterhin einen dauerhaften Waffenstillstand zu unterstützen.

Isabelle Daniel
Isabelle Daniel

Übergangsverwaltung für Gaza soll aus 15 Mitgliedern bestehen

Die Hamas und die palästinensische Autonomiebehörde haben sich nach Angaben der ägyptischen Regierung auf die Zusammensetzung einer Übergangsverwaltung für den Gazastreifen geeinigt. Alle Beteiligten hätten eine Einigung über die 15 Mitglieder des Gremiums getroffen, sagte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatti nach Gesprächen in Kairo.

Angeführt werden soll das Gremium von dem ehemaligen stellvertretenden Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Ali Schaath, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Ägypten, Türkei und Katar hervorging. Weitere Namen gaben die Vermittlerstaaten nicht bekannt.

Mathias Peer
Mathias Peer

Großbritannien rät Bürgern von Reisen nach Israel ab

Die Regierung in London warnt britische Staatsbürger angesichts der angespannten Lage in der Region vor nicht notwendigen Reisen nach Israel. Wohl mit Blick auf die Lage im Iran teilte das Außenministerium mit, eine Eskalation könne das Reisen unmöglich machen und andere nicht vorhergesehene Folgen haben. Für Teile Israels und die Palästinensischen Autonomiegebiete gelte weiter eine komplette Reisewarnung, die höchste Warnstufe des Ministeriums. 

Alexander Eydlin
Alexander Eydlin

USA verkünden nächste Phase des Friedensplans

Die Umsetzung des Gaza-Friedensplans geht nach US-Angaben in die zweite Phase. Darin werde man sich „von der Waffenruhe hin zu Demilitarisierung, technokratischer Verwaltung und Wiederaufbau“ des Gazastreifens bewegen, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X mit.

Der US-Plan sieht eine Verwaltung des Gebiets unter palästinensischer Beteiligung und eine vollständige Demilitarisierung des Gebiets vor. „Die USA erwarten von der Hamas, dass sie ihren Pflichten vollständig nachkommt“, schrieb Witkoff. Das gilt auch für die Vereinbarung, die sterblichen Überreste der letzten Geisel an Israel zu überstellen. „Ein Versagen dabei, dies zu tun, wird ernsthafte Konsequenzen haben“, drohte Witkoff.

Die Hamas und Israel äußerten sich zunächst nicht dazu. Die Waffenruhe auf Basis eines 20-Punkte-Plans der USA gilt seit Anfang Oktober. Zu den größten Hürden bei ihrer Umsetzung gehören die geplante Entwaffnung der Hamas, ein Abzug der israelischen Armee aus dem Gebiet und die Entsendung einer internationalen Sicherheitstruppe.

Marie N’gouan
Marie N'gouan

Palästinensergruppen verhandeln über zweite Phase des Friedensplans

Vertreter der Hamas sind in Kairo zu Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens zusammengekommen. Die Hamas und weitere Palästinensergruppen hätten ihre Verhandlungen darüber begonnen, teilte der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News mit. Dabei gehe es um die Vorbereitungen zur zweiten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump. 
Vertriebene Palästinenser harren Mitte Januar in einem Camp in Chan Junis aus.
Vertriebene Palästinenser harren Mitte Januar in einem Camp in Chan Junis aus. Haseeb Alwazeer/Reuters
Teil der Vorbereitungen für die zweite Phase ist, ein Gremium aus palästinensischen Technokraten zu schaffen. Diese sollen das Gebiet vorübergehend verwalten. Laut Angaben der Hamas soll Spitzenfunktionär Chalil al-Haja die Delegation anführen. Es gehe um den Abschluss der ersten Phase, darunter der vollständige Abzug israelischer Truppen aus dem Küstengebiet.

Auf weitere Namen für das geplante Technokraten-Komitee habe sich die Hamas geeinigt, teilten ägyptische Sicherheitskreise mit. 12 von 15 Namen stünden fest. Die Kreise erwarten, dass Trump den Beginn der zweiten Phase im Friedensplan noch heute ankündigen könnte.

Marla Noss
Marla Noss

Tote bei Winterstürmen im Gazastreifen

Das winterliche Wetter, insbesondere starke Windböen, setzt den Menschen im Gazastreifen zu, die vielfach noch in Zeltlagern ausharren. So stürzte eine acht Meter hohe Mauer durch den Wind auf provisorische Zelte von Kriegsvertriebenen, wie das Schifa-Krankenhaus berichtete. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet, weitere fünf wurden verletzt. Auf ähnliche Weise starb eine Frau im westlichen Teil der Stadt Gaza, als Trümmer auf ihr Zelt fielen.

Das UN-Nothilfebüro OCHA berichtet zudem, dass Hunderte Zelte und andere behelfsmäßige Unterkünfte weggeweht oder stark beschädigt wurden. Hilfsorganisationen warnen davor, dass der Bevölkerung im von Trümmern übersäten Küstengebiet geeignete Unterkünfte fehlen, um den wiederkehrenden Winterstürmen standzuhalten. 

In Gaza-Stadt sind Unterkünfte durch starken Wind und Regen beschädigt und zerstört worden.
In Gaza-Stadt sind Unterkünfte durch starken Wind und Regen beschädigt und zerstört worden. Jehad Alshrafi/AP/dpa

Eric Voigt
Eric Voigt

Unicef wirft Israel mangelnden Schutz von Kindern in Gaza vor

Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Unicef sind seit Beginn des Waffenstillstands Anfang Oktober mehr als 100 Kinder im Gazastreifen gestorben. Wie Sprecher James Elder bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen mitteilte, sind viele der Opfer durch militärische Angriffe wie Luftschläge, Drohnen- und Quadrocopter-Angriffe, Panzerbeschuss und Schusswaffengebrauch gestorben. Einige Kinder starben durch explodierende Kriegsrückstände.
Palästinensische Kinder am 9. Januar im Zentrum des Gazastreifens
Palästinensische Kinder am 9. Januar im Zentrum des Gazastreifens. Mahmoud Issa/Reuters
Elder sagte, das Überleben für Kinder in Gaza bleibe weiterhin unsicher. Zwar hätten Bombardierungen und Schießereien seit dem Waffenstillstand nachgelassen, doch sie seien nicht völlig zum Erliegen gekommen. Die tatsächliche Zahl getöteter Kinder liege vermutlich höher, da die Unicef-Daten nur Fälle erfassen, zu denen ausreichende Informationen vorliegen.

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Palästinensische Miliz tötet offenbar Hamas-Offizier in Gaza

Eine von Israel unterstützte palästinensische Miliz ‌hat eigenen Angaben zufolge einen hochrangigen Hamas-Polizeioffizier im südlichen Gazastreifen getötet. Die Hamas beschuldigte „israelische Kollaborateure“ des Vorfalls. Bewaffnete hätten aus einem vorbeifahrenden Auto das ​Feuer eröffnet und Mahmud al-Astal getötet, hieß es in einer Erklärung des von der Hamas geführten Innenministeriums. Al-Astal ‌war Leiter der Kriminalpolizei in Chan Junis im Süden des Gazastreifens.

Zu der Tötung hat sich der Anführer einer hamasfeindlichen Gruppe, Hussam al-Astal (der Nachname ist in diesem Teil des Gazastreifens verbreitet), in einem Video auf seinem Facebook-Kanal bekannt. Die Gruppe operiert in einem unter israelischer Kontrolle stehenden Gebiet östlich von Chan Junis. „An alle, die mit der Hamas zusammenarbeiten: Euer Schicksal ist der Tod. Der Tod kommt zu euch“, sagte Al-Astal in dem Video. Er trägt darin eine schwarze militärähnliche Uniform und ​hält ein Sturmgewehr in der Hand.

Ein israelischer ‍Militärvertreter erklärte, die israelische Armee habe keine Kenntnis über Einsätze in dem Gebiet. Die Angaben zu dem Vorfall lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Verena Harzer
Verena Harzer

Israel fliegt Luftangriffe im Süden des Libanon

Die israelischen Streitkräfte haben erneut Luftangriffe im Südlibanon geflogen. Nach Evakuierungsaufrufen an die Bewohner des Dorfes Kafr Hata hätten am Sonntag israelische Kampfflugzeuge das Dorf beschossen, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Nach Angaben der israelischen Armee richteten sich die Angriffe gegen Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Zuvor sei bereits weitere „Militärinfrastruktur“ der Hisbollah im Süden des Libanon attackiert worden.

Verena Harzer
Verena Harzer

Israel warnt vor Angriffen im Südlibanon

Das israelische Militär hat Bewohner eines Gebiets im südlibanesischen Dorf Kfar Hatta vor geplanten Angriffen auf die Infrastruktur der Hisbollah gewarnt. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

Trotz der 2024 vereinbarten Waffenruhe greift Israel wiederholt Ziele im Süden des Libanon an. Erst vor wenigen Tagen wurden nach israelischen Angaben Stellungen der Hisbollah und der Hamas in mehreren Dörfern im Osten und Süden des Landes beschossen.

Jan Wendt
Jan Wendt

Israelische Einsatzkräfte sollen mindestens drei Palästinenser getötet haben

Nach lokalen Behördenangaben sind mindestens drei Palästinenser durch israelische Einsatzkräfte getötet worden. Laut Sanitätern starb eine Person in einem palästinensisch kontrollierten Viertel von Gaza-Stadt. ⁠Zwei weitere seien in der Stadt Bani Suhaila östlich von Chan Junis getötet worden.

Israel hält das Gebiet weiterhin besetzt. Das israelische Militär äußerte sich nicht zu den ​Vorwürfen. 

Palästinensische Frauen beim Abholen der Leichname der von der israelischen Armee getöteten Menschen
Palästinensische Frauen beim Abholen der Leichname der von der israelischen Armee getöteten Menschen. Bashar Taleb/AFP/Getty Images