Krieg in Gaza: Bodenoffensive in Gaza-Stadt könnte laut Israels Armee Monate dauern



Ankündigung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Zahlungen der EU für Israel zu stoppen.

Die EU sieht sich wachsender Kritik wegen ihrer Haltung gegenüber Israel ausgesetzt. Die Forderungen von Parlament und Kommission könnten den Druck auf die Mitgliedstaaten erhöhen, ihre Nahostpolitik zu überdenken.

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UN-Sicherheitsrat verurteilt israelischen Angriff auf Doha

Der UN-Sicherheitsrat hat die israelischen Angriffe auf die katarische Hauptstadt Doha verurteilt. Die Erklärung wurde von allen 15 Mitgliedern, einschließlich der USA, angenommen. Erwähnt wird Israel darin jedoch nicht. Der Sicherheitsrat bekundete darin außerdem seine Solidarität mit Katar und betonte die Bedeutung einer Deeskalation.

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Zudem forderte das Gremium das Ende des Krieges im Gazastreifen und die Freilassung der Geiseln.

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Erneut 35 Menschen im Gazastreifen getötet

Seit dem Morgen sind durch israelische Angriffen im Gazastreifen 35 Menschen getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf medizinischen Kreise in dem Küstengebiet. Die meisten Toten habe es in der nördlich gelegenen Stadt Gaza gegeben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Allein bei einem israelischen Luftangriff im Norden der Stadt Gaza gab es laut den Angaben 14 Tote. Palästinensischen Medien zufolge soll es sich bei ihnen um Mitglieder einer Familie handeln, deren Haus getroffen worden sei. Zudem seien noch Menschen unter den Trümmern verschüttet. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, dem Bericht nachzugehen.

Indes veröffentlichte ein Sprecher der Armee eine Liste mit Gebieten, in die die Einwohner der Stadt Gaza fliehen sollen. Dazu zählen unter anderem Nuseirat und Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens sowie mehrere Viertel der Stadt Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets.

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UN-Generalversammlung stimmt für Erklärung zu Zweistaatenlösung

Die UN-Generalversammlung hat mit großer Mehrheit einer Erklärung zugestimmt, die Schritte zu einer Zweistaatenlösung enthält. In dem Schreiben werden "konkrete, zeitgebundene und unumkehrbare Schritte" auf dem Weg zu einer Zweistaatenlösung zwischen Israel und Palästinenserinnen und Palästinensern aufgeführt. In der Erklärung wird auch ein Ende der Hamas-Herrschaft im Gazastreifen gefordert. Zudem wird das militärische Vorgehen Israels, vor allem im Gazastreifen, verurteilt.

142 Länder sprachen sich für die Unterstützung der Erklärung aus, darunter auch Deutschland. Zehn Länder, darunter Israel, Ungarn und die USA, votierten dagegen; zwölf enthielten sich. Die Abstimmung fand mit Blick auf ein für den 22. September im Vorfeld der UN-Generaldebatte geplantes Treffen statt: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat für dieses Treffen die offizielle Anerkennung eines Palästinenserstaates durch sein Land angekündigt. 

Resolutionen der UN-Generalversammlung haben, mit Ausnahme von Haushaltsbeschlüssen, keinen völkerrechtlich bindenden Charakter.

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Deutschland, Großbritannien und Frankreich fordern Ende der Angriffe auf Gaza-Stadt

Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs haben in einer gemeinsamen Erklärung Israel zur "unverzüglichen Einstellung der israelischen Militäroperationen in Gaza-Stadt" aufgerufen. Der Schwerpunkt müsse weiterhin darauf liegen, "dass ein dauerhafter Waffenstillstand erzielt wird, alle verbleibenden Geiseln freigelassen werden und Hilfslieferungen in großer Menge Gaza erreichen, damit die Hungersnot gestoppt werden kann", hieß es.

Auch Israels Angriff auf Ziele in Katar wurde in dem Schreiben verurteilt. Dieser verletze die Souveränität des Landes und würde "die Gefahr einer weiteren Eskalation in der Region" bergen.

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Netanjahu nennt Beseitigung der Hamas-Führung Voraussetzung für Kriegsende

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf die Hamas-Führung im Exil in Katar als entscheidenden Schritt zur Freilassung der Geiseln und zur Beendigung des Gazakrieges bezeichnet. „Die in Katar lebenden Terrorchefs der Hamas kümmern sich nicht um die Menschen in Gaza. Sie haben alle Waffenstillstandsversuche blockiert, um den Krieg endlos in die Länge zu ziehen“, schrieb Netanjahu auf der Plattform X

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Bei dem Luftangriff am Dienstag in Doha waren nach israelischen Angaben fünf Hamas-Mitglieder getötet worden. Die Führungsriege der islamistischen Organisation überlebte den Angriff. 

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Israelische Armee zerstört weiteres Hochhaus in Gaza-Stadt

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ein weiteres Hochhaus in Gaza-Stadt zerstört. Weniger als zwei Stunden vor dem Angriff hatte das Militär einen Räumungsbefehl in arabischer Sprache veröffentlicht. Bewohnerinnen und Bewohner wurden darin aufgerufen, den südlichen Teil des Rimal-Viertels und die Hafengegend umgehend zu verlassen und in die als "humanitäre Zone" ausgewiesene Region Al-Mawasi im Süden auszuweichen.

Nach Darstellung der israelischen Armee soll sich in oder nahe dem "Al-Kauthar-Turm" Infrastruktur der Hamas befunden haben. Beweise dafür legte sie nicht vor.

Die israelische Armee hat in der Stadt Gaza, die vor Kriegsbeginn rund eine Million Menschen zählte, bereits Dutzende Hochhäuser zerstört. Israel hatte im Sommer erklärt, die gesamte Stadt einnehmen zu wollen. Seitdem sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht.

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Katar fordert Welt zur Härte gegenüber Israel auf

Der Regierungschef des Wüstenstaates Katar hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Israel für seinen "Vernichtungskrieg" im Gazastreifen zu bestrafen.

"Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft aufhört, mit zweierlei Maß zu messen, und Israel für alle begangenen Verbrechen bestraft", sagte der katarische Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani vor einem Gipfel der Arabischen Liga am Montag in Reaktion auf Israels tödlichen Raketenangriff in Doha am 9. September. 

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Tausende fliehen laut Berichten aus Gaza 

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In den vergangenen Stunden sind offenbar Tausende Palästinenser aus Gaza-Stadt geflüchtet. Rund 20.000 Menschen hätten die Stadt in der Nacht verlassen, berichtete die Times of Israel unter Berufung auf Armeeschätzungen. Auch palästinensischen Berichten zufolge flohen Tausende aus verschiedenen Vierteln der Stadt Richtung Süden. Zugleich wollen den Angaben nach etliche Menschen in Gaza bleiben und weigern sich, die Stadt zu verlassen.

Inzwischen hätten mehr als 300.000 Palästinenser Gaza verlassen, teilte Israels Militär mit. Zuvor hatte sich dort rund eine Million Menschen aufgehalten. Das von der Hamas kontrollierte Medienbüro im Gazastreifen schätzt die Zahl der bislang Geflohenen indes auf 350.000.

Israel hatte im August angekündigt, die Armee werde die gesamte Stadt einnehmen, um die dort vermuteten Einheiten der Hamas zu zerschlagen. Israels Armee rief in diesem Zusammenhang zuletzt alle Bewohner von Gaza-Stadt auf, in sogenannte humanitäre Zonen weiter südlich zu flüchten. 

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Katar verurteilt Israels Angriff und äußert Sorge über israelische Kriegsführung in Gaza

Zur Eröffnung des Sondergipfels arabischer und islamischer Staaten in Doha hat Emir Tamim bin Hamad Al Thani den Angriff Israels auf die Hamas-Führung in der Hauptstadt des Golfstaats verurteilt. Der Emir kritisierte, dass Israel systematisch gegen diejenigen vorgehe, die an Verhandlungen mit der Hamas beteiligt seien.

An dem Gipfel nehmen Vertreter von fast 60 Staaten teil, die über eine gemeinsame Linie gegenüber Israel beraten wollen. Das Treffen diene der Solidarität mit Katar und der gemeinsamen Verurteilung Israels, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, zum Auftakt. "Was Ihre Regierung in Ihrem Namen tut, wird nicht vergessen werden", sagte er an die israelische Bevölkerung gewandt. Es zerstöre jede Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.

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Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani kritisierte die israelische Kriegsführung in Gaza. Israel wolle den Gazastreifen unbewohnbar machen. An den noch dort festgehaltenen Geiseln liege der israelischen Regierung nichts, sagte er.

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Marco Rubio zweifelt an diplomatischer Lösung für Gazakrieg 

US-Außenminister Marco Rubio hat Zweifel daran geäußert, ob der Gazakrieg auf diplomatischem Wege beendet werden kann. Der Krieg werde enden, wenn die Hamas alle Geiseln freilasse, sich auflöse und ihre Waffen abgebe, sagte Rubio dem Sender Fox News bei seiner Reise in Israel. "Im Idealfall, in einer perfekten Welt, würde man dies durch ein diplomatisches Abkommen erreichen", sagte er. Das wäre das ideale Ergebnis, es sei jedoch nicht eingetreten.

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"Wenn es also nicht auf diese Weise endet, dann muss es durch einen militärischen Einsatz beendet werden", sagte er. Er glaube, dass Israel diesen Weg selbst nicht bevorzuge.

Die USA stünden weiter an der Seite Israels. In einer gemeinsamen Presseerklärung mit Premier Benjamin Netanjahu sagte Rubio Israel die "unerschütterliche Unterstützung" der USA zu

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Berichte über schwere Angriffe auf Gaza-Stadt 

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben Medienberichten zufolge ihre Angriffe auf Gaza-Stadt verstärkt. Die IDF hätten ihre Luftangriffe auf die Stadt am Montagabend intensiviert, berichteten die Zeitung Times of Israel und Al-Dschasira übereinstimmend. Tausende seien vor dem Beschuss der israelischen Armee aus Gaza-Stadt geflohen, berichtete die israelische Zeitung Ha’aretz.

"Es gibt schwere, unerbittliche Bombardierungen auf die Stadt Gaza und die Gefahr nimmt weiter zu", sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP. Häuser seien zerstört worden, Bewohnerinnen und Bewohner seien unter den Trümmern verschüttet. 

Der Sprecher des von der islamistischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes sagte, die Angriffe dauerten an. Die Zahl der Toten und Verletzten steige. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

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"Gaza brennt" laut Israels Verteidigungsminister

Die israelische Armee geht nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz "mit eiserner Faust" gegen "terroristische Infrastruktur" im Gazastreifen vor. "Gaza brennt", schrieb Katz bei X.

Die Soldaten der israelischen Armee kämpften "tapfer, um die Voraussetzungen für die Freilassung der Geiseln und die Niederlage der Hamas zu schaffen", schrieb Katz. "Wir werden nicht nachgeben und wir werden nicht zurückweichen – bis die Mission erfüllt ist."

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Wie das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter berichtete, hat Israel eine Bodenoffensive zur Besetzung von Gaza-Stadt begonnen. CNN berichtete ebenfalls unter Berufung auf zwei israelische Beamte, dass die Bodenoffensive gestartet sei.

Weitere Medien und Augenzeugen berichteten übereinstimmend über heftige Angriffe auf die Stadt. 

Palästinensischen Medienberichten zufolge drangen Panzer in die Stadt ein, in der sich vermutlich noch Hunderttausende Palästinenser aufhalten. Eine Bestätigung der israelischen Armee lag zunächst nicht vor.

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Israelische Soldaten rücken nach Militärangaben in Zentrum von Gaza-Stadt vor

In Gaza-Stadt rückt das israelische Militär weiter vor. "Wir bewegen uns in Richtung Zentrum“, sagte ein Vertreter des Militärs vor Journalisten. "Letzte Nacht sind wir in die nächste Phase übergegangen, die Hauptphase des Plans für Gaza-Stadt", sagte er. Die Armee habe ihre Bodenoffensive auf Gaza-Stadt ausgeweitet.

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Demnach soll die Zahl der israelischen Soldaten in Gaza-Stadt schrittweise erhöht werden. Rund 40 Prozent der Einwohner seien bereits in den Süden geflohen, sagte er.

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UN-Kommission wirft Israel Völkermord im Gazastreifen vor

Israel begeht nach Auffassung der unabhängigen Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats im Gazastreifen Genozid. Vier der fünf in der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 erwähnten Tatbestände seien erfüllt, befand das aus drei Mitgliedern bestehende Gremium.

Die Kommission nannte als Tatbestände Tötung, schwere körperliche oder seelische Schädigung, vorsätzliche Schaffung von Lebensbedingungen, die auf die vollständige oder teilweise Zerstörung der palästinensischen Bevölkerung abzielen, sowie Maßnahmen zur Verhinderung von Geburten. Zivilisten würden getötet, humanitäre Hilfe blockiert, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen systematisch zerstört und religiöse Einrichtungen angegriffen.

Israel wies den Vorwurf entschieden zurück. Der israelische Botschafter in Genf nannte den Bericht "skandalös" und "verleumderisch".

Mehr dazu lesen Sie hier:

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Israelische Armee bestätigt Beginn von Offensive in Gaza-Stadt

Israels Militär hat nach eigenen Angaben die geplante Einnahme von Gaza-Stadt begonnen. Das bestätigte das Militär auf X und rief Einwohnerinnen und Einwohner erneut auf, sich in den Süden des Gazastreifens zu begeben. Bei dem Großeinsatz gehe es darum, "die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerstören", hieß es.

Zuvor waren schwere Angriffe auf Gaza-Stadt gemeldet worden. Nach Krankenhausangaben wurden dabei mindestens 20 Menschen getötet.

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UN-Menschenrechtskommissar verurteilt israelischen Angriff auf Katar

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat den israelischen Luftangriff auf Katar mit deutlichen Worten verurteilt. "Israels Angriff auf die Unterhändler in Doha am 9. September war ein gravierender Bruch des Völkerrechts, ein Angriff auf den regionalen Frieden und die Stabilität und ein Schlag gegen die Glaubwürdigkeit von Vermittlungs- und Verhandlungsprozessen auf der ganzen Welt", sagte Türk in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. 

Die Hamas-Vertreter hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Katar auf, um über eine mögliche Waffenruhe im Gazakrieg zu verhandeln. Katar vermittelt in dem Konflikt.

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Welthungerhilfe zieht letzte Mitarbeiter aus Gaza-Stadt ab 

Die Welthungerhilfe hat ihre letzten verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gaza-Stadt abgezogen. Das teilte die Organisation in Bonn mit. Zugleich verurteilte sie die Räumungsanordnungen der israelischen Armee und forderte einen sofortigen Waffenstillstand, den Schutz der Zivilbevölkerung und ungehinderten Zugang für Hilfsgüter. Auch der Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 auf israelische Zivilisten wird in der Mitteilung verurteilt sowie die sofortige Freilassung aller Geiseln gefordert. 

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Gemeinsam mit rund 70.000 Bewohnern seien auch viele lokale Beschäftigte gezwungen gewesen, sich auf überfüllten Fluchtwegen in den Süden des Gazastreifens zu begeben. Seit Anfang August hätten bereits mehr als 140.000 Menschen die Stadt verlassen, teilte Programmvorständin Bettina Iseli mit. Ihnen blieben nur noch rund 60 Quadratkilometer im Süden, die als Gebiete ausgewiesen werden, in denen aktuell nicht gekämpft wird.

Dort sei die derzeitige Lage jedoch katastrophal: Es fehle an Unterkünften, Zelten, Wasser und Nahrung für die Vertriebenen. Die Welthungerhilfe kündigte an, ihre Arbeit in den südlichen Gebieten fortzusetzen, um unterernährte Kinder und ihre Familien zu betreuen. 

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EU-Kommission kündigt Sanktionspaket gegen Israel an

Die EU-Kommission will neue Sanktionen gegen Israel verhängen. Am Mittwoch werde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das bestimmte Handelsbestimmungen in den Abkommen zwischen der EU und Israel aussetzen soll, kündigte Kommissionssprecherin Paula Pinho in Brüssel an.

Mit den Strafmaßnahmen reagiert die EU auf den Krieg Israels im Gazastreifen. Details zum Umfang der geplanten Einschränkungen wurden zunächst nicht bekannt. 

Die Kommission forderte ein Ende des "Kreislaufs von Gewalt, Zerstörung und Leiden". "Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibung führen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Zudem werde dies auch "die bereits katastrophale humanitäre Lage verschärfen und die Leben der Geiseln gefährden".

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EU fordert Israel zum Stopp der Bodenoffensive in Gaza-Stadt auf

Die Europäische Union hat Israel aufgefordert, seine Bodenoffensive im Norden des Gazastreifens zu beenden. "Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibungen führen", sagte EU-Kommissionssprecher Anouar El Anouni. Dies werde auch die bereits katastrophale humanitäre Lage verschlimmern. Zudem seien die Leben der Geiseln im Gazastreifen in Gefahr.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wird den Mitgliedsstaaten voraussichtlich morgen Vorschläge vorlegen, wie der Druck auf Israel erhöht werden könnte.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits vergangene Woche angekündigt, die EU-Staaten um Zustimmung für neue Sanktionen gegen rechtsextreme Regierungsmitglieder sowie um eine Teilaussetzung eines Handelsabkommens mit Israel zu bitten. Zudem will sie Gelder der Kommission im Millionenumfang einfrieren. Für diesen Schritt benötigt sie keine Zustimmung der Mitgliedsstaaten.

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Ägypten bezeichnet Israel erstmals seit 1977 wieder als "Feind"

In einer Rede auf dem Gipfeltreffen in Katar hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi erstmals seit 1977 als ägyptisches Staatsoberhaupt Israel öffentlich als "Feind" bezeichnet. Das bestätigte der Vorsitzende des ägyptischen Staatsinformationsdiensts SIS, Diaa Raschwan. "Der Feind" Israel müsse erkennen, dass die Länder der Region in ihrer Position gegenüber Israel geeint seien und nicht zersplittert, sagte al-Sissi.

1977 hatte der damalige ägyptische Präsident Anwar al-Sadat Jerusalem besucht, was als Beginn der Annäherung zwischen den beiden Ländern galt.  Zwei Jahre später schloss Ägypten als erstes arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel.

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Rubio spricht sich bei Besuch in Doha weiter für Katars Vermittlerrolle im Nahen Osten aus

US-Außenminister Marco Rubio hat eine Woche nach den israelischen Luftangriffen auf Hamas-Vertreter in Doha für eine Fortsetzung von Katars Vermittlerrolle im Nahen Osten geworben. "Wenn es ein Land auf der Welt gibt, das dazu beitragen kann, diesen Konflikt durch Verhandlungen zu beenden, dann ist es Katar", sagte er vor seinem Anflug nach Doha. Rubio reiste für ein kurzes Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, nach Katar und führte Gespräche hinter verschlossenen Türen.

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Terrororganisation Hamas macht Netanjahu verantwortlich für Schicksal der von ihr entführten Geiseln

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat mehr als 250 Menschen aus Israel in den Gazastreifen entführt. Nun macht sie den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verantwortlich für das Schicksal der noch in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln. Der "Kriegsverbrecher Netanjahu" trage die volle Verantwortung für das Leben "seiner Gefangenen im Gazastreifen", schrieben die Entführer.

Diese indirekte Drohung kommt zum Beginn der Bodenoffensive Israels in der Hauptstadt des Gazastreifens, Gaza-Stadt. Die Terrororganisation Hamas hatte Israel am 7. Oktober 2023 angegriffen, rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere verschleppt. Daraufhin marschierte die israelische Armee in den Gazastreifen ein. Israels Regierung hat wiederholt gesagt, der Krieg könne sofort enden, wenn die Hamas die 48 verbliebenen Geiseln freilasse und die Waffen niederlege. Die Verhandlungen stocken allerdings.

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Israel beschießt jemenitischen Hafen am Roten Meer

Das israelische Militär hat den jemenitischen Hafen Hodeidah am Roten Meer angegriffen. Das berichtete der mit der Huthi-Miliz verbundene Fernsehsender Al Masirah TV, wenige Stunden nachdem Israel eine Räumungsanordnung für den Hafen erlassen hatte.

Die israelische Armee bestätigte den Angriff. Der Hafen werde von der Miliz für den Transfer von Waffen aus dem Iran genutzt, hieß es in der Mitteilung. Belege dafür legte Israel nicht vor. Verteidigungsminister Israel Katz schrieb auf der Onlineplattform X, der Angriff sei erfolgt, um die See- und Luftblockade der Huthis sicherzustellen.

Zuvor hatten die Huthis erneut Schiffe im Roten Meer angegriffen – nach eigenen Angaben aus Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen. Zudem feuerte die Miliz Raketen auf Israel, von denen jedoch die meisten abgefangen wurden.

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"Gaza brennt"

In der Nacht zum Dienstag hat die israelische Armee die lang angekündigte Bodenoffensive in Gaza-Stadt begonnen. Seither wurden Dutzende Menschen getötet, Hunderttausende sind bereits vertrieben.

Trotz der Überlegenheit der israelischen Armee könnte es ein langer Kampf werden, analysiert mein Kollege Hauke Friederichs gemeinsam mit Steffi Hentschke für die ZEIT. Während Israel sich immer weiter isoliere, stießen die Befehle von Premierminister Netanjahu auch bei der Armeeführung zunehmend auf Unverständnis.

Den vollständigen Text lesen Sie hier:

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Kallas fordert deutsche Unterstützung für Sanktionen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas appelliert an die Bundesregierung, die Pläne für europäische Handelssanktionen gegen Israel zu unterstützen oder andere Druckmittel vorzuschlagen. Wer vorgeschlagene Maßnahmen in Reaktion auf Israels Vorgehen im Gazastreifen nicht unterstütze, solle bitte Alternativen nennen, sagte Kallas dem Sender Euronews.

Zu den geplanten Handelssanktionen sagte Kallas, diese würden für Israel hohe Kosten verursachen. Sie spielte damit darauf an, dass Israels Handel mit der EU zuletzt rund ein Drittel des gesamten israelischen Warenhandels ausmachte und die EU damit der wichtigste Handelspartner für Israel war. Andersherum ist Israel hingegen als Handelspartner nicht besonders relevant für die EU.

Die Pläne der EU-Kommission sehen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vor, bestimmte Handelsvereinbarungen zwischen der EU und Israel auszusetzen. Sie regeln insbesondere, welche Waren zollfrei oder zu vergünstigten Konditionen gehandelt werden können. Der konkrete Vorschlag soll den Mitgliedstaaten an diesem Mittwoch präsentiert werden. 

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Israel sieht Sanktionspläne der EU-Kommission als "unverhältnismäßig"

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Die israelische Regierung hat die Pläne der EU-Kommission für Sanktionen gegen Israel kritisiert. In einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht der israelische Außenminister Gideon Saar davon, dass es „unverhältnismäßig“ und „beispiellos“ wäre, wegen des israelischen Vorgehens im Gazastreifen bestimmte Handelsvorteile aussetzen zu wollen. Ihm zufolge würden die geplanten Sanktionen eine Umgehung eines ordnungsgemäßen Verfahrens und anderer EU-Vorschriften darstellen. In dem Brief wirft er der Kommission zudem vor, dass sie durch die Sanktionen die Hamas stärken würden.

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Israel fängt Rakete aus dem Jemen ab

Israel hat eine Rakete aus dem Jemen abgeschossen. Das berichteten mehrere israelische Medien übereinstimmend mit Bezug auf die israelische Armee. In Jerusalem und anderen Regionen im Zentrum Israels waren Sirenen zu hören. Es gibt derzeit keine Berichte über Tote oder Verletzte

Der Angriff erfolgte kurz nachdem das israelische Militär den jemenitischen Hafen Hodeidah am Roten Meer angegriffen hat. Der Hafen werde von der Miliz für den Transfer von Waffen aus dem Iran genutzt, hieß es in einer Mitteilung der Armee.

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Über 10.000 Kinder leiden in Gaza-Stadt an akuter Unterernährung

Mehr als 10.000 Kinder in Gaza-Stadt sind nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) von akuter Unterernährung betroffen. Die heute begonnene Bodenoffensive der israelischen Armee in der Stadt stellt laut Unicef-Sprecherin Tess Ingram eine „tödliche Bedrohung für die Schwächsten“ dar.

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Bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf warnte Ingram zudem vor einer weiteren Verschlechterung der Ernährungssituation: "Wir schätzen, dass derzeit 26.000 Kinder im Gazastreifen aufgrund akuter Unterernährung behandelt werden müssen – mehr als 10.000 von ihnen allein in Gaza-Stadt“, sagte sie. Die Ernährungszentren in der Stadt hätten "aufgrund von Evakuierungsbefehlen und der militärischen Eskalation gezwungenermaßen in dieser Woche schließen müssen“, fügte Ingram hinzu.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres nannte die Entwicklungen in Gaza "schrecklich“. Der Krieg in den palästinensischen Gebieten sei moralisch, politisch und rechtlich nicht hinnehmbar.

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Israel will zusätzliche Fluchtrouten für Bevölkerung von Gaza-Stadt öffnen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zum Militäreinsatz in Gaza-Stadt geäußert. „Unsere Streitkräfte operieren in Gaza-Stadt natürlich mit dem Ziel, den Feind zu besiegen, aber sie bemühen sich gleichzeitig um die Evakuierung der Zivilbevölkerung“, sagte er.

Israel bemühe sich, dafür zusätzliche Fluchtrouten zu öffnen. So solle die Bevölkerung Gazas von Terroristen getrennt werden, bevor diese bekämpft werden. Die Befreiung der israelischen Geiseln nannte Netanjahu nicht als Ziel des Einsatzes. 

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Bodenoffensive in Gaza-Stadt könnte laut Armee Monate dauern

Die israelische Bodenoffensive in der Stadt Gaza könnte Armeeangaben zufolge viele Monate dauern. Das israelische Militär geht laut einem Sprecher davon aus, dass es zunächst mehrere Monate dauern werde, bis man dort die Kontrolle über die wichtigsten Gegenden übernommen haben werde. Danach werde es mehrere weitere Monate brauchen, um die Infrastruktur von Terrororganisationen in der im Norden des Gazastreifens gelegenen Stadt zu beseitigen, sagte Effie Defrin.

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"Unter den Straßen verläuft ein ausgedehntes Tunnelnetz, das Kommandozentralen, Raketenwerfer und Waffenlager miteinander verbindet", sagte der Armeesprecher weiter. "Alles absichtlich unter Zivilisten und ziviler Infrastruktur versteckt." Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Internationale Hilfsorganisationen haben angesichts der Pläne für die umstrittene Bodenoffensive immer wieder vor einer Verschärfung der schlimmen humanitären Lage im Gazastreifen gewarnt. 

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"Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibungen führen", sagte EU-Kommissionssprecher Anouar El Anouni. Dies werde auch die bereits katastrophale humanitäre Lage verschlimmern. Zudem seien die Leben der Geiseln im Gazastreifen in Gefahr.Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wird den Mitgliedsstaaten voraussichtlich morgen Vorschläge vorlegen, wie der Druck auf Israel erhöht werden könnte. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits vergangene Woche angekündigt, die EU-Staaten um Zustimmung für neue Sanktionen gegen rechtsextreme Regierungsmitglieder sowie um eine Teilaussetzung eines Handelsabkommens mit Israel zu bitten. Zudem will sie Gelder der Kommission im Millionenumfang einfrieren. 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Nun macht sie den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verantwortlich für das Schicksal der noch in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln. Der "Kriegsverbrecher Netanjahu" trage die volle Verantwortung für das Leben "seiner Gefangenen im Gazastreifen", schrieben die Entführer.Diese indirekte Drohung kommt zum Beginn der Bodenoffensive Israels in der Hauptstadt des Gazastreifens, Gaza-Stadt. Die Terrororganisation Hamas hatte Israel am 7. Oktober 2023 angegriffen, rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere verschleppt. Daraufhin marschierte die israelische Armee in den Gazastreifen ein. Israels Regierung hat wiederholt gesagt, der Krieg könne sofort enden, wenn die Hamas die 48 verbliebenen Geiseln freilasse und die Waffen niederlege. 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Rubio reiste für ein kurzes Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, nach Katar und führte Gespräche hinter verschlossenen Türen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2025-09-16T11:33:03.000Z","dateModified":"2025-09-16T11:39:18.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sarah Kohler"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_682/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/gnyLnjMp6UknRgmeV7Fr/eoBTPKej2uzB6Cvm7AdG/moBTT3RV2uzB6CvmJtks.jpeg","caption":"Rubio zu Besuch in Doha: Die USA hoffen weiter auf Katars Unterstützerrolle.","creditText":"Nathan Howard/AFP/Getty Images","uploadDate":"2025-09-16T11:39:17.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_319/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/gnyLnjMp6UknRgmeV7Fr/eoBTPKej2uzB6Cvm7AdG/moBTT3RV2uzB6CvmJtks.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Ägypten bezeichnet Israel erstmals seit 1977 wieder als "Feind"","articleBody":"Ägypten bezeichnet Israel erstmals seit 1977 wieder als "Feind"In einer Rede auf dem Gipfeltreffen in Katar hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi erstmals seit 1977 als ägyptisches Staatsoberhaupt Israel öffentlich als "Feind" bezeichnet. 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"Der Feind" Israel müsse erkennen, dass die Länder der Region in ihrer Position gegenüber Israel geeint seien und nicht zersplittert, sagte al-Sissi.1977 hatte der damalige ägyptische Präsident Anwar al-Sadat Jerusalem besucht, was als Beginn der Annäherung zwischen den beiden Ländern galt.  Zwei Jahre später schloss Ägypten als erstes arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2025-09-16T11:14:09.000Z","dateModified":"2025-09-16T12:41:33.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Sarah Kohler"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"EU-Kommission kündigt Sanktionspaket gegen Israel an","articleBody":"EU-Kommission kündigt Sanktionspaket gegen Israel anDie EU-Kommission will neue Sanktionen gegen Israel verhängen. Am Mittwoch werde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das bestimmte Handelsbestimmungen in den Abkommen zwischen der EU und Israel aussetzen soll, kündigte Kommissionssprecherin Paula Pinho in Brüssel an.Mit den Strafmaßnahmen reagiert die EU auf den Krieg Israels im Gazastreifen. Details zum Umfang der geplanten Einschränkungen wurden zunächst nicht bekannt. Die Kommission forderte ein Ende des "Kreislaufs von Gewalt, Zerstörung und Leiden". "Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibung führen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Zudem werde dies auch "die bereits katastrophale humanitäre Lage verschärfen und die Leben der Geiseln gefährden".","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2025-09-16T10:41:29.000Z","dateModified":"2025-09-16T11:35:17.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Luis Kumpfmüller"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Welthungerhilfe zieht letzte Mitarbeiter aus Gaza-Stadt ab ","articleBody":"Welthungerhilfe zieht letzte Mitarbeiter aus Gaza-Stadt ab Die Welthungerhilfe hat ihre letzten verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gaza-Stadt abgezogen. Das teilte die Organisation in Bonn mit. 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"Israels Angriff auf die Unterhändler in Doha am 9. September war ein gravierender Bruch des Völkerrechts, ein Angriff auf den regionalen Frieden und die Stabilität und ein Schlag gegen die Glaubwürdigkeit von Vermittlungs- und Verhandlungsprozessen auf der ganzen Welt", sagte Türk in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Die Hamas-Vertreter hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Katar auf, um über eine mögliche Waffenruhe im Gazakrieg zu verhandeln. 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Yannick von Eisenhart Rothe

Bodenoffensive in Gaza-Stadt könnte laut Armee Monate dauern

Die israelische Bodenoffensive in der Stadt Gaza könnte Armeeangaben zufolge viele Monate dauern. Das israelische Militär geht laut einem Sprecher davon aus, dass es zunächst mehrere Monate dauern werde, bis man dort die Kontrolle über die wichtigsten Gegenden übernommen haben werde. Danach werde es mehrere weitere Monate brauchen, um die Infrastruktur von Terrororganisationen in der im Norden des Gazastreifens gelegenen Stadt zu beseitigen, sagte Effie Defrin.
Israelische Soldaten und Panzer nähern sich der Grenze zwischen Israel und Gaza
Israelische Soldaten und Panzer nähern sich der Grenze zwischen Israel und Gaza. Amir Cohen/Reuters
„Unter den Straßen verläuft ein ausgedehntes Tunnelnetz, das Kommandozentralen, Raketenwerfer und Waffenlager miteinander verbindet“, sagte der Armeesprecher weiter. „Alles absichtlich unter Zivilisten und ziviler Infrastruktur versteckt.“ Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Internationale Hilfsorganisationen haben angesichts der Pläne für die umstrittene Bodenoffensive immer wieder vor einer Verschärfung der schlimmen humanitären Lage im Gazastreifen gewarnt. 

Marla Noss
Marla Noss

Über 10.000 Kinder leiden in Gaza-Stadt an akuter Unterernährung

Mehr als 10.000 Kinder in Gaza-Stadt sind nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) von akuter Unterernährung betroffen. Die heute begonnene Bodenoffensive der israelischen Armee in der Stadt stellt laut Unicef-Sprecherin Tess Ingram eine „tödliche Bedrohung für die Schwächsten“ dar.
Palästinensische Kinder laufen mit Wasserflaschen durch Gaza-Stadt
Palästinensische Kinder laufen mit Wasserflaschen durch Gaza-Stadt. Mahmoud Issa/File Photo/Reuters
Bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf warnte Ingram zudem vor einer weiteren Verschlechterung der Ernährungssituation: „Wir schätzen, dass derzeit 26.000 Kinder im Gazastreifen aufgrund akuter Unterernährung behandelt werden müssen – mehr als 10.000 von ihnen allein in Gaza-Stadt“, sagte sie. Die Ernährungszentren in der Stadt hätten „aufgrund von Evakuierungsbefehlen und der militärischen Eskalation gezwungenermaßen in dieser Woche schließen müssen“, fügte Ingram hinzu.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres nannte die Entwicklungen in Gaza „schrecklich“. Der Krieg in den palästinensischen Gebieten sei moralisch, politisch und rechtlich nicht hinnehmbar.

Sophia Reddig
Sophia Reddig

Israel will zusätzliche Fluchtrouten für Bevölkerung von Gaza-Stadt öffnen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zum Militäreinsatz in Gaza-Stadt geäußert. „Unsere Streitkräfte operieren in Gaza-Stadt natürlich mit dem Ziel, den Feind zu besiegen, aber sie bemühen sich gleichzeitig um die Evakuierung der Zivilbevölkerung“, sagte er.

Israel bemühe sich, dafür zusätzliche Fluchtrouten zu öffnen. So solle die Bevölkerung Gazas von Terroristen getrennt werden, bevor diese bekämpft werden. Die Befreiung der israelischen Geiseln nannte Netanjahu nicht als Ziel des Einsatzes. 

Sophia Reddig
Sophia Reddig

Israel fängt Rakete aus dem Jemen ab

Israel hat eine Rakete aus dem Jemen abgeschossen. Das berichteten mehrere israelische Medien übereinstimmend mit Bezug auf die israelische Armee. In Jerusalem und anderen Regionen im Zentrum Israels waren Sirenen zu hören. Es gibt derzeit keine Berichte über Tote oder Verletzte

Der Angriff erfolgte kurz nachdem das israelische Militär den jemenitischen Hafen Hodeidah am Roten Meer angegriffen hat. Der Hafen werde von der Miliz für den Transfer von Waffen aus dem Iran genutzt, hieß es in einer Mitteilung der Armee.

Marla Noss
Marla Noss

Israel sieht Sanktionspläne der EU-Kommission als „unverhältnismäßig“

Israels Außenminister kritisierte die EU.
Israels Außenminister kritisierte die EU. Katharina Kausche/dpa
Die israelische Regierung hat die Pläne der EU-Kommission für Sanktionen gegen Israel kritisiert. In einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht der israelische Außenminister Gideon Saar davon, dass es „unverhältnismäßig“ und „beispiellos“ wäre, wegen des israelischen Vorgehens im Gazastreifen bestimmte Handelsvorteile aussetzen zu wollen. Ihm zufolge würden die geplanten Sanktionen eine Umgehung eines ordnungsgemäßen Verfahrens und anderer EU-Vorschriften darstellen. In dem Brief wirft er der Kommission zudem vor, dass sie durch die Sanktionen die Hamas stärken würden.
„Es ist zutiefst beunruhigend, dass Sie mit einem solchen Vorschlag in der Praxis eine Terrororganisation stärken, die für abscheuliche Verbrechen verantwortlich ist und diese weiterhin begeht, während Israel, ein langjähriger Partner der EU, einen existenziellen Krieg führt.“

Israels Außenminister Gideon Saar

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

„Gaza brennt“

In der Nacht zum Dienstag hat die israelische Armee die lang angekündigte Bodenoffensive in Gaza-Stadt begonnen. Seither wurden Dutzende Menschen getötet, Hunderttausende sind bereits vertrieben.

Trotz der Überlegenheit der israelischen Armee könnte es ein langer Kampf werden, analysiert mein Kollege Hauke Friederichs gemeinsam mit Steffi Hentschke für die ZEIT. Während Israel sich immer weiter isoliere, stießen die Befehle von Premierminister Netanjahu auch bei der Armeeführung zunehmend auf Unverständnis.

Den vollständigen Text lesen Sie hier:

Yannick von Eisenhart Rothe

Kallas fordert deutsche Unterstützung für Sanktionen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas appelliert an die Bundesregierung, die Pläne für europäische Handelssanktionen gegen Israel zu unterstützen oder andere Druckmittel vorzuschlagen. Wer vorgeschlagene Maßnahmen in Reaktion auf Israels Vorgehen im Gazastreifen nicht unterstütze, solle bitte Alternativen nennen, sagte Kallas dem Sender Euronews.

Zu den geplanten Handelssanktionen sagte Kallas, diese würden für Israel hohe Kosten verursachen. Sie spielte damit darauf an, dass Israels Handel mit der EU zuletzt rund ein Drittel des gesamten israelischen Warenhandels ausmachte und die EU damit der wichtigste Handelspartner für Israel war. Andersherum ist Israel hingegen als Handelspartner nicht besonders relevant für die EU.

Die Pläne der EU-Kommission sehen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vor, bestimmte Handelsvereinbarungen zwischen der EU und Israel auszusetzen. Sie regeln insbesondere, welche Waren zollfrei oder zu vergünstigten Konditionen gehandelt werden können. Der konkrete Vorschlag soll den Mitgliedstaaten an diesem Mittwoch präsentiert werden. 

„Wenn wir uns einig sind, dass die Lage unhaltbar ist und wir die israelische Regierung zum Kurswechsel bringen wollen, dann müssen wir klären: Was können wir dafür tun?“

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Israel beschießt jemenitischen Hafen am Roten Meer

Das israelische Militär hat den jemenitischen Hafen Hodeidah am Roten Meer angegriffen. Das berichtete der mit der Huthi-Miliz verbundene Fernsehsender Al Masirah TV, wenige Stunden nachdem Israel eine Räumungsanordnung für den Hafen erlassen hatte.

Die israelische Armee bestätigte den Angriff. Der Hafen werde von der Miliz für den Transfer von Waffen aus dem Iran genutzt, hieß es in der Mitteilung. Belege dafür legte Israel nicht vor. Verteidigungsminister Israel Katz schrieb auf der Onlineplattform X, der Angriff sei erfolgt, um die See- und Luftblockade der Huthis sicherzustellen.

Zuvor hatten die Huthis erneut Schiffe im Roten Meer angegriffen – nach eigenen Angaben aus Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen. Zudem feuerte die Miliz Raketen auf Israel, von denen jedoch die meisten abgefangen wurden.

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

EU fordert Israel zum Stopp der Bodenoffensive in Gaza-Stadt auf

Die Europäische Union hat Israel aufgefordert, seine Bodenoffensive im Norden des Gazastreifens zu beenden. „Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibungen führen“, sagte EU-Kommissionssprecher Anouar El Anouni. Dies werde auch die bereits katastrophale humanitäre Lage verschlimmern. Zudem seien die Leben der Geiseln im Gazastreifen in Gefahr.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wird den Mitgliedsstaaten voraussichtlich morgen Vorschläge vorlegen, wie der Druck auf Israel erhöht werden könnte.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits vergangene Woche angekündigt, die EU-Staaten um Zustimmung für neue Sanktionen gegen rechtsextreme Regierungsmitglieder sowie um eine Teilaussetzung eines Handelsabkommens mit Israel zu bitten. Zudem will sie Gelder der Kommission im Millionenumfang einfrieren. Für diesen Schritt benötigt sie keine Zustimmung der Mitgliedsstaaten.

Dawoud Abu Alkas/Reuters
Dawoud Abu Alkas/Reuters. Die israelische Armee hat am Morgen mit einer Bodenoffensive auf Gaza-Stadt begonnen.

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Terrororganisation Hamas macht Netanjahu verantwortlich für Schicksal der von ihr entführten Geiseln

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat mehr als 250 Menschen aus Israel in den Gazastreifen entführt. Nun macht sie den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verantwortlich für das Schicksal der noch in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln. Der „Kriegsverbrecher Netanjahu“ trage die volle Verantwortung für das Leben „seiner Gefangenen im Gazastreifen“, schrieben die Entführer.

Diese indirekte Drohung kommt zum Beginn der Bodenoffensive Israels in der Hauptstadt des Gazastreifens, Gaza-Stadt. Die Terrororganisation Hamas hatte Israel am 7. Oktober 2023 angegriffen, rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere verschleppt. Daraufhin marschierte die israelische Armee in den Gazastreifen ein. Israels Regierung hat wiederholt gesagt, der Krieg könne sofort enden, wenn die Hamas die 48 verbliebenen Geiseln freilasse und die Waffen niederlege. Die Verhandlungen stocken allerdings.

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Rubio spricht sich bei Besuch in Doha weiter für Katars Vermittlerrolle im Nahen Osten aus

US-Außenminister Marco Rubio hat eine Woche nach den israelischen Luftangriffen auf Hamas-Vertreter in Doha für eine Fortsetzung von Katars Vermittlerrolle im Nahen Osten geworben. „Wenn es ein Land auf der Welt gibt, das dazu beitragen kann, diesen Konflikt durch Verhandlungen zu beenden, dann ist es Katar„, sagte er vor seinem Anflug nach Doha. Rubio reiste für ein kurzes Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, nach Katar und führte Gespräche hinter verschlossenen Türen.
Rubio zu Besuch in Doha: Die USA hoffen weiter auf Katars Unterstützerrolle.
Rubio zu Besuch in Doha: Die USA hoffen weiter auf Katars Unterstützerrolle. Nathan Howard/AFP/Getty Images

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Ägypten bezeichnet Israel erstmals seit 1977 wieder als „Feind“

In einer Rede auf dem Gipfeltreffen in Katar hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi erstmals seit 1977 als ägyptisches Staatsoberhaupt Israel öffentlich als „Feind“ bezeichnet. Das bestätigte der Vorsitzende des ägyptischen Staatsinformationsdiensts SIS, Diaa Raschwan. „Der Feind“ Israel müsse erkennen, dass die Länder der Region in ihrer Position gegenüber Israel geeint seien und nicht zersplittert, sagte al-Sissi.

1977 hatte der damalige ägyptische Präsident Anwar al-Sadat Jerusalem besucht, was als Beginn der Annäherung zwischen den beiden Ländern galt.  Zwei Jahre später schloss Ägypten als erstes arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel.

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

EU-Kommission kündigt Sanktionspaket gegen Israel an

Die EU-Kommission will neue Sanktionen gegen Israel verhängen. Am Mittwoch werde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das bestimmte Handelsbestimmungen in den Abkommen zwischen der EU und Israel aussetzen soll, kündigte Kommissionssprecherin Paula Pinho in Brüssel an.

Mit den Strafmaßnahmen reagiert die EU auf den Krieg Israels im Gazastreifen. Details zum Umfang der geplanten Einschränkungen wurden zunächst nicht bekannt. 

Die Kommission forderte ein Ende des „Kreislaufs von Gewalt, Zerstörung und Leiden“. „Eine militärische Intervention wird zu mehr Zerstörung, mehr Tod und mehr Vertreibung führen“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Zudem werde dies auch „die bereits katastrophale humanitäre Lage verschärfen und die Leben der Geiseln gefährden“.

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Welthungerhilfe zieht letzte Mitarbeiter aus Gaza-Stadt ab 

Die Welthungerhilfe hat ihre letzten verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gaza-Stadt abgezogen. Das teilte die Organisation in Bonn mit. Zugleich verurteilte sie die Räumungsanordnungen der israelischen Armee und forderte einen sofortigen Waffenstillstand, den Schutz der Zivilbevölkerung und ungehinderten Zugang für Hilfsgüter. Auch der Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 auf israelische Zivilisten wird in der Mitteilung verurteilt sowie die sofortige Freilassung aller Geiseln gefordert. 
Zahlreiche Einwohner von Gaza-Stadt flohen vor der israelischen Armee.
Zahlreiche Einwohner von Gaza-Stadt flohen vor der israelischen Armee. Mahmoud Issa/Reuters
Gemeinsam mit rund 70.000 Bewohnern seien auch viele lokale Beschäftigte gezwungen gewesen, sich auf überfüllten Fluchtwegen in den Süden des Gazastreifens zu begeben. Seit Anfang August hätten bereits mehr als 140.000 Menschen die Stadt verlassen, teilte Programmvorständin Bettina Iseli mit. Ihnen blieben nur noch rund 60 Quadratkilometer im Süden, die als Gebiete ausgewiesen werden, in denen aktuell nicht gekämpft wird.

Dort sei die derzeitige Lage jedoch katastrophal: Es fehle an Unterkünften, Zelten, Wasser und Nahrung für die Vertriebenen. Die Welthungerhilfe kündigte an, ihre Arbeit in den südlichen Gebieten fortzusetzen, um unterernährte Kinder und ihre Familien zu betreuen. 

Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

UN-Menschenrechtskommissar verurteilt israelischen Angriff auf Katar

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat den israelischen Luftangriff auf Katar mit deutlichen Worten verurteilt. „Israels Angriff auf die Unterhändler in Doha am 9. September war ein gravierender Bruch des Völkerrechts, ein Angriff auf den regionalen Frieden und die Stabilität und ein Schlag gegen die Glaubwürdigkeit von Vermittlungs- und Verhandlungsprozessen auf der ganzen Welt“, sagte Türk in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. 
Die Hamas-Vertreter hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Katar auf, um über eine mögliche Waffenruhe im Gazakrieg zu verhandeln. Katar vermittelt in dem Konflikt.
Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk kritisierte Israel stark.
Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk kritisierte Israel stark. Denis Balibouse/Reuters