Krieg im Nahen Osten: Trump gratuliert sich zu Waffenruheabkommen mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat die
vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran als einen „totalen und
vollständigen Sieg“ für die USA bezeichnet. „Hundert Prozent. Ohne jeden
Zweifel“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP auf Nachfrage. 

Die US-Regierung habe einen Zehn-Punkte-Plan ​von der iranischen Regierung erhalten, der eine brauchbare Verhandlungsgrundlage darstelle, sagte er weiter.
Ein mögliches Friedensabkommen ⁠werde auch das iranische
Atomprogramm abdecken. „Das wird perfekt geregelt sein, ​sonst
hätte ich mich nicht darauf eingelassen.“

Weitere Details sind demnach aber noch nicht geregelt. So ist bisher unklar, was mit
dem Uran im Iran passieren solle. Ob er seine früheren Drohungen, zivile Kraftwerke ​und Brücken im
Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitere, umsetzen werde, ließ er offen. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er dazu nur: „Das werden Sie abwarten
müssen.“ Er bekräftigt, dass die US-Ziele nach dem Angriff der USA und Israels im Iran erreicht
worden seien.

Trump schrieb nach Verkündung der Waffenruhevereinbarung zudem von einem „großen Tag für den Weltfrieden“. Das wolle der Iran, genauso wie „alle anderen“. Er kündigte zudem an, dass die USA „bei der Bewältigung des zunehmenden Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen“ würden. „Es wird viel Geld verdient werden.“ Zudem könne der Iran „mit dem Wiederaufbau beginnen“. Das US-Militär werde in der Region bleiben, um sicherzustellen, „dass alles reibungslos verläuft“. „Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein“, schrieb Trump.

Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ende eines Ultimatums Trumps auf eine Waffenruhe zwischen den beiden Staaten geeinigt. Der US-Präsident hatte zuvor mit heftigen Angriffen auf den iranischen Energiesektor und Infrastruktur gedroht, und sogar von einer möglichen „Auslöschung“ der iranischen Zivilisation, sollte es nicht zu einer Einigung kommen. Die US-Demokraten forderten daraufhin seine Amtsenthebung, auch von den Republikanern kommt Kritik. Mit dem Abkommen soll auch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, wie der Iran bestätigte. Auch der Iran hatte die Vereinbarung als seinen eigenen Sieg gefeiert.

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