Krieg gegen die Ukraine: US-Thinktank geht von mindestens 400.000 toten Soldaten aus



teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Am Dienstag waren es noch mehr als 5.000 Gebäude, die nicht beheizt werden konnten. Die Temperatur lag in Kyjiw nachts bei minus elf Grad.

Nach Angaben der Energieholding DTEK hatten gestern 44.000 Gebäude keinen Strom. Wolodymyr Selenskyj sprach von einer Million Menschen in der Hauptstadt, deren Wohnungen nicht mit Strom versorgt werden könnten. Klitschko nannte in seiner Mitteilung keine neuen Zahlen dazu. DTEK hatte gestern gewarnt, dass die Wiederherstellung des Stromzugangs kurzfristig nicht möglich sei. 

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Selenskyj kritisiert Nato und Europäer in Davos

Nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump ist der ukrainische Präsident beim Weltwirtschaftsforum in Davos aufgetreten. Wolodymyr Selenskyj forderte in seiner Rede ein stärkeres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel. US-Präsident Donald Trump könne Öltanker beschlagnahmen, sagte er unter Verweis auf das Vorgehen der USA gegen Venezuela. Vergleichbare Lösungen könne es auch in Europa geben.

Kritik übte Selenskyj an europäischen Ländern sowie der Nato: "Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben." Zum transatlantischen Verteidigungsbündnis sagte er, dieses existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.

Zu einer möglichen Waffenstillstandsvereinbarung mit Russland sagte Selenskyj, sein Land würde in diesem Fall nicht nur Sicherheitsgarantien der Europäer benötigen, sondern auch seitens der USA.

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Selenskyj kündigt Gespräche mit Russland und USA in Emiraten an

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukrainekriegs reden. Die Gespräche auf Expertenebene sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum sagte. Erwartungen an das Treffen dämpfte er.

Mehr dazu lesen Sie hier:

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US-Vertreter zu Gesprächen in Moskau eingetroffen

Die US-amerikanischen Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Abend in Moskau eingetroffen. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Die beiden wollen in der russischen Hauptstadt mit Präsident Wladimir Putin über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine sprechen. Witkoff und Kushner reisten aus Davos an, wo sie am Weltwirtschaftsforum teilgenommen und sich mit ukrainischen Gesprächspartnern ausgetauscht hatten.

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Treffen im Kreml hat begonnen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den US-Sondergesandten Steve Witkoff im Kreml begrüßt. Die russische Regierung informierte via Telegram über den Beginn der Gespräche. Zuletzt hatte Putin den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert, aber keinen Durchbruch gebracht.

Für Witkoff ist es der siebte Russlandbesuch als Sondergesandter. Kritiker haben ihm in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, bei den Gesprächen zur Zukunft der Ukraine zu stark russische Positionen zu übernehmen.

Die Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende sollen morgen in Abu Dhabi weitergeführt werden. Dabei treffen erstmals seit längerer Zeit wieder russische und ukrainische Unterhändler aufeinander. Die USA sind als Vermittler an den Gesprächen beteiligt.

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Verhandlungen mit den USA in Moskau beendet

Die ‍Gespräche zwischen dem ​russischen Präsidenten Wladimir Putin und ‌den US-Gesandten über ein mögliches Kriegsende sind nach ​russischen Angaben zu Ende gegangen. Die Unterredungen in Moskau hätten mehr als ⁠dreieinhalb Stunden gedauert, teilte das russische Präsidialamt mit. Die Gespräche seien inhaltlich konstruktiv ⁠und sehr offen gewesen. Russland strebe eine "diplomatische Lösung" an, werde die Kämpfe aber bis dahin fortsetzen.

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An dem Treffen nahmen die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der Berater von US-Präsident Donald ​Trump, Josh Gruenbaum, teil. Auf russischer Seite waren neben Putin der Sondergesandte Kirill Dmitrijew und der außenpolitische Berater Juri Uschakow dabei. Über Ergebnisse ist bisher nichts bekannt. 

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Ukraine bestellt deutsche Flugabwehrsysteme 

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Die Ukraine ‌hat 18 weitere Flugabwehrsysteme vom Typ Iris-T beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence bestellt. Das Land sei zudem an weiteren Feuereinheiten ‍interessiert, sagte Diehl-Chef Helmut ​Rauch. Neun Iris-T-Systeme sind demnach bereits in ⁠der Ukraine im Einsatz.

Das Flugabwehrsystem Iris-T SLM hat eine Reichweite von bis zu 40 ⁠Kilometern. Es wird in der Ukraine eingesetzt, um russische Marschflugkörper und Drohnen abzuschießen. Derzeit arbeitet Diehl ⁠Defence an der Entwicklung von ⁠Iris-T SLX, das eine Reichweite von 80 Kilometern ‌haben soll. Das System ​soll ab 2029 in Serie produziert werden.

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Treffen von Ukraine, Russland und USA gestartet

Die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi haben begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Die Gespräche seien "Teil der laufenden Bemühungen, den Dialog zu fördern und politische Lösungen für die Krise zu finden", heißt es in dem Statement.

Die Gespräche in Abu Dhabi wurden gestern von Wolodymyr Selenskyj nach seinem Treffen mit Donald Trump angekündigt und in der Nacht von Russland bestätigt. Es ist das erste Treffen dieser Art: Bislang hatten ukrainische und russische Vertreter entweder separat mit den US-Verhandlern gesprochen – oder bilateral ohne Beteiligung der USA.

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Sowohl nach Darstellung Russlands als auch der USA und der Ukraine dürfte das zentrale Thema der Verhandlungen die russische Forderung nach einem Abzug der Ukraine aus der Region Donezk sein. Zu US-Sicherheitszusagen für die Absicherung eines künftigen Waffenstillstandes, bis zuletzt ebenfalls noch ein offenes Thema zwischen der Ukraine und den USA, gibt es laut Angaben Selenskyjs seit gestern eine Einigung, deren Einzelheiten allerdings noch nicht bekannt sind.

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Selenskyj kündigt für Samstag weitere trilaterale Gespräche an

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Vertretern von Ukraine und Russland über eine Beendigung ihres Krieges hat Wolodymyr Selenskyj für den morgigen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. "Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr", sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. In Abu Dhabi sind die ukrainische und die russische mit einer US-amerikanischen Delegation zusammengekommen.

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Vor allem müsse Russland bereit sein, den Krieg zu beenden, forderte Selenskyj. Es sei allerdings noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen zu ziehen. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, so der Staatschef weiter.
In den Gesprächen geht es um Territorialfragen. Zudem wollen die ukrainischen Vertreter dort die Finanzierungsquellen für den Wiederaufbau nach einem möglichen Kriegsende besprechen.

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Erneut russische Luftangriffe auf Kyjiw

Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw wurde am Morgen erneut von russischen Drohnen angegriffen. Die Flugabwehr war im Einsatz, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Der Chef der Militärverwaltung von Kyjiw, Tymur Tkaschenko, sagte, es bestehe auch eine Bedrohung durch mögliche Raketenangriffe

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1,2 Millionen Haushalte in der Ukraine ohne Strom 

In der ukrainischen ‌Hauptstadt sind nach dem russischen Angriff der vergangenen Nacht Tausende Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von rund 6.000 betroffenen Gebäuden. Gemeint sind in der Regel Hochhäuser mit zahlreichen Wohnungen. Vizeregierungschef Olexij Kuleba teilte, 800.000 Menschen in Kyjiw hätten keinen Strom. Die Außentemperatur in der Hauptstadt liegt derzeit bei minus zwölf Grad.

Auch in anderen Landesteilen haben die russischen Angriffe die Energieversorgung erneut unterbrochen. In der nördlichen Region Tschernihiw haben laut Kuleba 400.000 Menschen keinen Strom.

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Russland griff in der Nacht mit Hunderten Drohnen an

Das russische Militär hat bei seinen Angriffen in der vergangenen Nacht mehr als 370 Drohnen und 21 Raketen eingesetzt. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mit. In Kyjiw und dessen Umland sei insbesondere Energieinfrastruktur angegriffen worden. Darüber hinaus seien die Regionen Sumy, Charkiw und Tschernihiw betroffen gewesen. Selenskyj bestätigte vorherige Angaben, wonach ein Mensch getötet wurde. Unter den "Dutzenden Verletzten" sei zudem ein Kind.

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Selenskyj hält Folgegespräche in der kommenden Woche für möglich 

Nach dem Ende der trilateralen Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi erwägt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weitere Treffen in der kommenden Woche. Er erwarte jetzt den genauen Bericht der ukrainischen Delegation nach ihrer Rückkehr. Nächste Schritte würden auf Ebene der Staats- und Regierungschefs entschieden, sagt Selenskyj. Für ein weiteres Treffen hätten Militärvertreter sogar bereits eine Liste von Themen zusammengestellt, die besprochen werden könnten.

Auch habe die US-Seite Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Kriegs zu formalisieren. Laut Selenskyj herrscht Einigkeit darüber, dass die USA den Prozess zur Beendigung des Kriegs überwachen und echte Sicherheit gewährleisten müssten. Er selbst bezeichnete die Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten als konstruktiv.

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Mehr als 1.700 Häuserblocks in Kyjiw weiter ohne Heizung

In ​der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach einer Serie russischer Luftangriffe ⁠laut Behördenangaben noch immer ​rund 1.700 Häuser ohne Heizung. Gemeint sind in der Regel große Wohnblocks mit vielen Wohneinheiten. Seit dem Vorabend ⁠sei die Wärmeversorgung in mehr als 1.600 Häusern wiederhergestellt worden, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Die Reparaturarbeiten dauerten weiter an.

Russland ​hatte das ukrainische Energiesystem am Wochenende erneut mit Raketen ‍und Drohnen angegriffen, vielerorts fielen Strom und Heizungen aus. In der ukrainischen Hauptstadt liegen die Temperaturen derzeit bei um die minus 10 Grad Celsius. 

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Selenskyj nennt Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine komplett ausgearbeitet

Ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig ausgearbeitet und unterschriftsreif. "Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten ‍Staaten", sagte Selenskyj.

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Das Dokument werde nach Unterzeichnung zur Ratifizierung an den US-Kongress und das ukrainische Parlament weitergeleitet. 

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Selenskyj erwartet noch in dieser Woche weitere Gespräche

Nach dem trilateralen Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj weitere Gespräche angekündigt. "Derzeit laufen die Vorbereitungen für neue trilaterale Treffen in dieser Woche", schrieb Selenskyj auf X. 

Er verwies zudem erneut darauf, dass in Abu Dhabi mehrere wichtige Punkte besprochen worden seien – vor allem sei es um militärische Fragen gegangen, die "für die Beendigung des Krieges von entscheidender Bedeutung" seien.

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Pistorius sieht kaum noch Kapazitäten bei Deutschlands Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ‌fordert die Verbündeten der Ukraine auf, die Flugabwehr des angegriffenen Landes stärker zu unterstützen. Grund dafür ist, dass er bei Deutschlands Unterstützung nur noch wenig Spielraum sieht. Nach einem Treffen mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas ​in Berlin sagte der SPD-Politiker, Deutschland habe ⁠bei der Luftverteidigung "überproportional ​viel getan". So seien mehr als ein Drittel der deutschen Patriot-Systeme ⁠abgegeben worden. "Mehr geht nicht, weil wir selbst auf Ersatzlieferungen warten."

Bei den Iris-T-Systemen sei Deutschland zudem der einzige Lieferant und rüste die Ukraine kontinuierlich aus. Dies reiche angesichts der deutlich gestiegenen ​russischen Angriffe jedoch nicht aus. "Deswegen wäre es gut, wenn ‍der eine oder andere noch etwas findet und liefern kann, um die Ukraine zu unterstützen."

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Weitere ukrainisch-russische Verhandlungen laut Selenskyj am Sonntag

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge voraussichtlich am Sonntag fortgesetzt werden. Er hoffe jedoch, dass das Treffen noch früher stattfinde, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache. Bei den jüngsten Gesprächen in Abu Dhabi hätten beide Seiten über Schritte zur Beendigung des Krieges diskutiert sowie darüber, wie die Einhaltung einer möglichen Einigung sichergestellt werden könne.

Mit Blick auf die nächste Runde der Gespräche fordert Selenskyj "echte Ergebnisse". Die russische Führung dürfe die Verhandlungen nicht als Verzögerungstaktik missbrauchen, um neue Sanktionen des Westens zu verhindern.

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Ukraine meldet russische Angriffe auf Charkiw und Krywyj Rih

Nach russischen Drohnen- und Raketenangriffen haben in Charkiw und der umliegenden Umgebung 80 Prozent der Menschen keinen Strom. Getroffen wurden laut lokalen Behörden neben der Energieinfrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten. Dem Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, zufolge gab es zwei Verletzte.

Auch aus der ⁠Stadt Krywyj Rih wurde der ‌Einschlag einer Drohne ​in einem Hochhaus gemeldet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

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Ukraine meldet erneute russische Angriffe auf Infrastrukturanlage

In der westukrainischen Region Lwiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Infrastrukturanlage von Russland ‍angegriffen worden. Nach vorläufigen Informationen ​gebe es keine Verletzten, teilte Gouverneur Maxym ‌Kosyzkyj mit. Einsatzkräfte seien vor Ort. Um welche Art ⁠von Einrichtung es sich handelt, ​sagte Kosyzkyj nicht.

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Ukraine erhält europäische Unterstützung bei Gaskauf-Finanzierung

Aufgrund der anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung hat die Ukraine sich finanzielle Unterstützung aus Europa für Gaskäufe gesichert. Über Instrumente der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sollten 85 Millionen Euro für die Beschaffung zusätzlicher ‍Gasmengen bereitgestellt werden, teilte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal auf ​X mit. Die Arbeiten zur Sicherung der entsprechenden Finanzhilfe von ‌einem europäischen Land seien fast abgeschlossen.

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Russische Einheiten rücken östlich von Slowjansk vor

Östlich von Slowjansk hat die russische Armee zuletzt etliche Dörfer eingenommen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Das ISW zitiert eine ukrainische Militärquelle, nach deren Angaben Platoniwka, Droniwka und Sakitne besetzt worden sind. Weitere Berichte und geolokalisierte Aufnahmen deuten laut dem ISW darauf hin, dass zuvor noch drei weitere Orte eingenommen wurden.

Weitere Aufnahmen zeigen, dass die Angreifer auch unmittelbar südlich von Lyman vorrückten, dort allerdings nur minimal. Ein ukrainischer Kommandeur schreibt, dass Russlands Armee seit Monaten versucht, die Stadt zu besetzen – wohl, um von dort in Richtung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk vorzustoßen.

Mehr dazu finden Sie hier: 

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Viele Verletzte in Odessa nach russischem Drohnenangriff

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben bei einem russischen Drohnenangriff zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete auf Telegram von mindestens 22 Verletzten. Es seien unter anderem mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser sowie eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, Rettungskräfte bargen Menschen aus beschädigten Häusern.

Insgesamt sei die Ukraine in der Nacht von 165 russischen Drohnen angegriffen worden, von denen 135 abgefangen worden seien, meldete die ukrainische Luftwaffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits den Abschuss von 19 ukrainischen Drohnen. 

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Russischer Armeechef besucht Truppen in besetzten Gebieten

Der russische Armeechef Waleri Gerassimow hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau russische Soldaten im Osten der Ukraine getroffen. Einzelheiten zum Ort und Zeitpunkt des Besuchs nannte das Verteidigungsministerium nicht.

Die Armee rücke nun auf die Stadt Saporischschja im Süden der Ukraine vor, sagte Gerassimow. Die russischen Truppen befinden sich seinen Worten zufolge "etwa zwölf bis 14 Kilometer vom südlichen und südöstlichen" Stadtrand Saporischschjas entfernt.

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Was denken die Russen über den Ukrainekrieg?

Wenn Menschen in Russland einander vertrauen, sprechen sie durchaus über den Krieg – und dann fast nur negativ. Das sagt Jeremy Morris im Interview mit meinem Kollegen Paul Simon. Morris ist einer der wenigen westlichen Sozialwissenschaftler, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor Ort ethnologische Feldforschung betreiben.

Morris hat über längere Zeit Beziehungen zu verschiedenen Menschen aufgebaut, sagt er. "Sie reden dann viel offener." Sozialwissenschaftliche Aussagen über Russland, die nur auf Internetinterviews oder quantitativen Umfragen basieren, sieht er kritisch. "Wenn jemand in einer Umfrage sagt, er unterstütze den Krieg, kann das auch heißen: Ich tue das eigentlich nicht, aber in einer Lage wie der jetzigen muss ich mich eben hinter meine Regierung stellen", so Morris.

Mehr dazu lesen Sie hier:

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Mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte in Slowjansk

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. In Slowjansk in der Region Donezk wurde der örtlichen Staatsanwaltschaft zufolge ein Ehepaar durch eine Gleitbombe in seinem Haus getötet, der 20-jährige Sohn des Paares wurde verletzt. Slowjansk liegt rund 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt und wird regelmäßig von russischen Streitkräften angegriffen.

Auch im Süden der Ukraine kam es zu neuen Angriffen. In Odessa wurden nach Angaben des Gouverneurs Oleh Kiper bei einem russischen Drohnenangriff 22 Menschen verletzt. Neun Menschen, darunter zwei Kinder und eine Schwangere, wurden ins Krankenhaus gebracht. Rettungskräfte befreiten 14 Personen aus Trümmern.

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Behörden melden mindestens drei Tote nach Angriff auf Odessa 

Bei dem nächtlichen Drohnenangriff auf Odessa sind mindestens drei Menschen getötet worden. Das teilte der Chef der Stadtverwaltung auf Telegram mit. Zuvor war von mindestens 22 Verletzten die Rede gewesen.

Die Stadt im Süden des Landes wurde nach ukrainischen Angaben mit mehr als 50 Drohnen angegriffen, darunter neuere Modelle mit größerer Reichweite und Zerstörungskraft. Neben dem Stromnetz in Odessa seien auch fünf Wohnhäuser getroffen worden. Aus den Trümmern seien die Leichen der drei Menschen geborgen worden.

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Mehrere Tote nach russischem Angriff auf Personenzug in Charkiw 

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw sind nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft fünf Menschen getötet verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff einen Terrorakt.

"In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso betrachtet werden – nämlich als reiner Terrorismus“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Der stellvertretende Ministerpräsident Oleksiy Kuleba schrieb ebenfalls via Telegram, dass drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon eingeschlagen seien.

Der Zug war auf der Strecke Barwinkowe–Lwiw–Tschop in Richtung Westen unterwegs, nahe der Grenze der Ukraine zu Ungarn und der Slowakei. Zur Anzahl der Passagiere zum Zeitpunkt des Angriffs gibt es unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt mit Bezug auf die regionale Staatsanwaltschaft von 155 Passagieren, Selenskyj und Kuleba von mehr als 200 Menschen.

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US-Thinktank zählt mehr als 400.000 tote Soldaten im Ukrainekrieg

US-Verteidigungsexperten gehen davon aus, dass seit Februar 2022 mehr als 400.000 Soldaten im Ukrainekrieg getötet wurden. Mit mindestens 325.000 toten Soldaten habe die russische Seite die deutlich höheren Verluste, heißt es in einem Bericht der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS). Auf ukrainischer Seite wurden demnach bis zum Ende des vergangenen Jahres mindestens 100.000 Soldaten getötet.
Hinzu kämen Hunderttausende Verletzte und Vermisste, auf russischer Seite sind es den CSIS-Schätzungen zufolge mindestens 900.000 Menschen. Mindestens 400.000 Menschen wurden demnach auf ukrainischer Seite verletzt oder werden vermisst. Bis zum Frühling würden vermutlich Zehntausende weitere Soldaten auf beiden Seiten getötet und verletzt.

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Polens Außenminister fordert Sperre von Starlink für russische Armee 

Polens Außenminister Radosław Sikorski hat den US-Milliardär Elon Musk aufgerufen, das zu seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX gehörende Satellitennetzwerk Starlink für Russland zu sperren. "Weshalb verhindern Sie nicht, dass die Russen Starlink nutzen, um ukrainische Städte anzugreifen?", schrieb Sikorski auf X an Musk gerichtet. "Mit Kriegsverbrechen Geld zu verdienen, schadet Ihrer Marke".
Sikorski reagierte damit auf einen Beitrag des in den USA ansässigen Instituts für Kriegsstudien (ISW), wonach die russische Armee Starlink nutzt, um Angriffe tief im Inneren der Ukraine auszuführen. Eine mit Starlink verbundene BM-35-Drohne habe vermutlich eine Reichweite von 500 Kilometern, was den größten Teil der Ukraine, ganz Moldau und einige Regionen Polens, Rumäniens und Litauens in Reichweite dieser Drohnen bringe, wenn sie aus Russland oder der russisch besetzten Ukraine gestartet werden.

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Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes wurden die Starlink-Terminals der russischen Armee über inoffizielle Kanäle wie etwa Importe aus Drittländern beschafft und nicht durch einen offiziellen Verkauf durch SpaceX. Elon Musk hatte den Verkauf von Terminals an Russland im Februar 2024 dementiert.
Würde das komplette Starlink-Satellitennetzwerk in der Region abgeschaltet werden, könnte auch die ukrainische Armee es nicht mehr für ihre Kommunikation nutzen.

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Selenskyj laut Außenminister zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister zu direkten Verhandlungen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin über ein Ende des Krieges bereit. Die sensibelsten Fragen zum Erreichen eines Friedens seien noch nicht geklärt, sagte Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal Jewropejska Prawda.

Das betreffe vor allem Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

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Das sagt Jeremy Morris im Interview mit meinem Kollegen Paul Simon. Morris ist einer der wenigen westlichen Sozialwissenschaftler, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor Ort ethnologische Feldforschung betreiben.Morris hat über längere Zeit Beziehungen zu verschiedenen Menschen aufgebaut, sagt er. "Sie reden dann viel offener." Sozialwissenschaftliche Aussagen über Russland, die nur auf Internetinterviews oder quantitativen Umfragen basieren, sieht er kritisch. "Wenn jemand in einer Umfrage sagt, er unterstütze den Krieg, kann das auch heißen: Ich tue das eigentlich nicht, aber in einer Lage wie der jetzigen muss ich mich eben hinter meine Regierung stellen", so Morris.Mehr dazu lesen Sie hier:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-27T10:54:32.000Z","dateModified":"2026-01-27T15:59:33.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Marie N’gouan"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/kultur/2026-01/jeremy-morris-russland-alltag-sozialwissenschaft","headline":""Viele versuchen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten"","description":"Was denken Russen wirklich? 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Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Das ISW zitiert eine ukrainische Militärquelle, nach deren Angaben Platoniwka, Droniwka und Sakitne besetzt worden sind. Weitere Berichte und geolokalisierte Aufnahmen deuten laut dem ISW darauf hin, dass zuvor noch drei weitere Orte eingenommen wurden.Weitere Aufnahmen zeigen, dass die Angreifer auch unmittelbar südlich von Lyman vorrückten, dort allerdings nur minimal. Ein ukrainischer Kommandeur schreibt, dass Russlands Armee seit Monaten versucht, die Stadt zu besetzen – wohl, um von dort in Richtung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk vorzustoßen. 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Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete auf Telegram von mindestens 22 Verletzten. Es seien unter anderem mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser sowie eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, Rettungskräfte bargen Menschen aus beschädigten Häusern.Insgesamt sei die Ukraine in der Nacht von 165 russischen Drohnen angegriffen worden, von denen 135 abgefangen worden seien, meldete die ukrainische Luftwaffe. 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Er hoffe jedoch, dass das Treffen noch früher stattfinde, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache. Bei den jüngsten Gesprächen in Abu Dhabi hätten beide Seiten über Schritte zur Beendigung des Krieges diskutiert sowie darüber, wie die Einhaltung einer möglichen Einigung sichergestellt werden könne.Mit Blick auf die nächste Runde der Gespräche fordert Selenskyj "echte Ergebnisse". 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Grund dafür ist, dass er bei Deutschlands Unterstützung nur noch wenig Spielraum sieht. Nach einem Treffen mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas ​in Berlin sagte der SPD-Politiker, Deutschland habe ⁠bei der Luftverteidigung "überproportional ​viel getan". So seien mehr als ein Drittel der deutschen Patriot-Systeme ⁠abgegeben worden. "Mehr geht nicht, weil wir selbst auf Ersatzlieferungen warten."Bei den Iris-T-Systemen sei Deutschland zudem der einzige Lieferant und rüste die Ukraine kontinuierlich aus. Dies reiche angesichts der deutlich gestiegenen ​russischen Angriffe jedoch nicht aus. 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Bastian Hartig
Bastian Hartig

Selenskyj laut Außenminister zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister zu direkten Verhandlungen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin über ein Ende des Krieges bereit. Die sensibelsten Fragen zum Erreichen eines Friedens seien noch nicht geklärt, sagte Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal Jewropejska Prawda.

Das betreffe vor allem Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Lisa Pausch
Lisa Pausch

Polens Außenminister fordert Sperre von Starlink für russische Armee 

Polens Außenminister Radosław Sikorski hat den US-Milliardär Elon Musk aufgerufen, das zu seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX gehörende Satellitennetzwerk Starlink für Russland zu sperren. „Weshalb verhindern Sie nicht, dass die Russen Starlink nutzen, um ukrainische Städte anzugreifen?“, schrieb Sikorski auf X an Musk gerichtet. „Mit Kriegsverbrechen Geld zu verdienen, schadet Ihrer Marke“.
Sikorski reagierte damit auf einen Beitrag des in den USA ansässigen Instituts für Kriegsstudien (ISW), wonach die russische Armee Starlink nutzt, um Angriffe tief im Inneren der Ukraine auszuführen. Eine mit Starlink verbundene BM-35-Drohne habe vermutlich eine Reichweite von 500 Kilometern, was den größten Teil der Ukraine, ganz Moldau und einige Regionen Polens, Rumäniens und Litauens in Reichweite dieser Drohnen bringe, wenn sie aus Russland oder der russisch besetzten Ukraine gestartet werden.
„Weshalb verhindern Sie nicht, dass die Russen Starlink nutzen, um ukrainische Städte anzugreifen?“

Radosław Sikorski, Polens Außenminister

Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes wurden die Starlink-Terminals der russischen Armee über inoffizielle Kanäle wie etwa Importe aus Drittländern beschafft und nicht durch einen offiziellen Verkauf durch SpaceX. Elon Musk hatte den Verkauf von Terminals an Russland im Februar 2024 dementiert.
Würde das komplette Starlink-Satellitennetzwerk in der Region abgeschaltet werden, könnte auch die ukrainische Armee es nicht mehr für ihre Kommunikation nutzen.

Lisa Pausch
Lisa Pausch

US-Thinktank zählt mehr als 400.000 tote Soldaten im Ukrainekrieg

US-Verteidigungsexperten gehen davon aus, dass seit Februar 2022 mehr als 400.000 Soldaten im Ukrainekrieg getötet wurden. Mit mindestens 325.000 toten Soldaten habe die russische Seite die deutlich höheren Verluste, heißt es in einem Bericht der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS). Auf ukrainischer Seite wurden demnach bis zum Ende des vergangenen Jahres mindestens 100.000 Soldaten getötet.
Hinzu kämen Hunderttausende Verletzte und Vermisste, auf russischer Seite sind es den CSIS-Schätzungen zufolge mindestens 900.000 Menschen. Mindestens 400.000 Menschen wurden demnach auf ukrainischer Seite verletzt oder werden vermisst. Bis zum Frühling würden vermutlich Zehntausende weitere Soldaten auf beiden Seiten getötet und verletzt.

Sophia Reddig
Sophia Reddig

Mehrere Tote nach russischem Angriff auf Personenzug in Charkiw 

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw sind nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft fünf Menschen getötet verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff einen Terrorakt. „In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso betrachtet werden – nämlich als reiner Terrorismus“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Der stellvertretende Ministerpräsident Oleksiy Kuleba schrieb ebenfalls via Telegram, dass drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon eingeschlagen seien.

Der Zug war auf der Strecke Barwinkowe–Lwiw–Tschop in Richtung Westen unterwegs, nahe der Grenze der Ukraine zu Ungarn und der Slowakei. Zur Anzahl der Passagiere zum Zeitpunkt des Angriffs gibt es unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt mit Bezug auf die regionale Staatsanwaltschaft von 155 Passagieren, Selenskyj und Kuleba von mehr als 200 Menschen.

Leon Ginzel
Leon Ginzel

Behörden melden mindestens drei Tote nach Angriff auf Odessa 

Bei dem nächtlichen Drohnenangriff auf Odessa sind mindestens drei Menschen getötet worden. Das teilte der Chef der Stadtverwaltung auf Telegram mit. Zuvor war von mindestens 22 Verletzten die Rede gewesen.

Die Stadt im Süden des Landes wurde nach ukrainischen Angaben mit mehr als 50 Drohnen angegriffen, darunter neuere Modelle mit größerer Reichweite und Zerstörungskraft. Neben dem Stromnetz in Odessa seien auch fünf Wohnhäuser getroffen worden. Aus den Trümmern seien die Leichen der drei Menschen geborgen worden.

Rettungskräfte beseitigen die Trümmer eines Wohnhauses, das bei einem Raketeneinschlag in Odessa schwer beschädigt wurde.
Rettungskräfte beseitigen die Trümmer eines Wohnhauses, das bei einem Raketeneinschlag in Odessa schwer beschädigt wurde. Michael Shtekel/AP/dpa

Marie N’gouan
Marie N'gouan

Was denken die Russen über den Ukrainekrieg?

Wenn Menschen in Russland einander vertrauen, sprechen sie durchaus über den Krieg – und dann fast nur negativ. Das sagt Jeremy Morris im Interview mit meinem Kollegen Paul Simon. Morris ist einer der wenigen westlichen Sozialwissenschaftler, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor Ort ethnologische Feldforschung betreiben.

Morris hat über längere Zeit Beziehungen zu verschiedenen Menschen aufgebaut, sagt er. „Sie reden dann viel offener.“ Sozialwissenschaftliche Aussagen über Russland, die nur auf Internetinterviews oder quantitativen Umfragen basieren, sieht er kritisch. „Wenn jemand in einer Umfrage sagt, er unterstütze den Krieg, kann das auch heißen: Ich tue das eigentlich nicht, aber in einer Lage wie der jetzigen muss ich mich eben hinter meine Regierung stellen“, so Morris.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte in Slowjansk

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. In Slowjansk in der Region Donezk wurde der örtlichen Staatsanwaltschaft zufolge ein Ehepaar durch eine Gleitbombe in seinem Haus getötet, der 20-jährige Sohn des Paares wurde verletzt. Slowjansk liegt rund 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt und wird regelmäßig von russischen Streitkräften angegriffen.

Auch im Süden der Ukraine kam es zu neuen Angriffen. In Odessa wurden nach Angaben des Gouverneurs Oleh Kiper bei einem russischen Drohnenangriff 22 Menschen verletzt. Neun Menschen, darunter zwei Kinder und eine Schwangere, wurden ins Krankenhaus gebracht. Rettungskräfte befreiten 14 Personen aus Trümmern.

Wohnhaus in Odessa nach einem russischen Angriff
Wohnhaus in Odessa nach einem russischen Angriff. Nina Liashonok/Reuters

Christina Felschen
Christina Felschen

Russische Einheiten rücken östlich von Slowjansk vor

Östlich von Slowjansk hat die russische Armee zuletzt etliche Dörfer eingenommen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Das ISW zitiert eine ukrainische Militärquelle, nach deren Angaben Platoniwka, Droniwka und Sakitne besetzt worden sind. Weitere Berichte und geolokalisierte Aufnahmen deuten laut dem ISW darauf hin, dass zuvor noch drei weitere Orte eingenommen wurden.

Weitere Aufnahmen zeigen, dass die Angreifer auch unmittelbar südlich von Lyman vorrückten, dort allerdings nur minimal. Ein ukrainischer Kommandeur schreibt, dass Russlands Armee seit Monaten versucht, die Stadt zu besetzen – wohl, um von dort in Richtung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk vorzustoßen.

Mehr dazu finden Sie hier: 

Johanna Sethe
Johanna Sethe

Ukraine erhält europäische Unterstützung bei Gaskauf-Finanzierung

Aufgrund der anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung hat die Ukraine sich finanzielle Unterstützung aus Europa für Gaskäufe gesichert. Über Instrumente der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sollten 85 Millionen Euro für die Beschaffung zusätzlicher ‍Gasmengen bereitgestellt werden, teilte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal auf ​X mit. Die Arbeiten zur Sicherung der entsprechenden Finanzhilfe von ‌einem europäischen Land seien fast abgeschlossen.

Konstantin Zimmermann
Konstantin Zimmermann

Russischer Armeechef besucht Truppen in besetzten Gebieten

Der russische Armeechef Waleri Gerassimow hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau russische Soldaten im Osten der Ukraine getroffen. Einzelheiten zum Ort und Zeitpunkt des Besuchs nannte das Verteidigungsministerium nicht.

Die Armee rücke nun auf die Stadt Saporischschja im Süden der Ukraine vor, sagte Gerassimow. Die russischen Truppen befinden sich seinen Worten zufolge „etwa zwölf bis 14 Kilometer vom südlichen und südöstlichen“ Stadtrand Saporischschjas entfernt.

Sarah Kohler
Sarah Kohler

Viele Verletzte in Odessa nach russischem Drohnenangriff

In der ukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben bei einem russischen Drohnenangriff zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete auf Telegram von mindestens 22 Verletzten. Es seien unter anderem mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser sowie eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, Rettungskräfte bargen Menschen aus beschädigten Häusern.

Insgesamt sei die Ukraine in der Nacht von 165 russischen Drohnen angegriffen worden, von denen 135 abgefangen worden seien, meldete die ukrainische Luftwaffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits den Abschuss von 19 ukrainischen Drohnen. 

In Odessa wurden mehrere Wohnhäuser getroffen.
In Odessa wurden mehrere Wohnhäuser getroffen. Pressedienst des staatlichen Rettungsdienstes der Ukraine in der Region Odessa/Handout/Reuters

Isabelle Daniel
Isabelle Daniel

Ukraine meldet erneute russische Angriffe auf Infrastrukturanlage

In der westukrainischen Region Lwiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Infrastrukturanlage von Russland ‍angegriffen worden. Nach vorläufigen Informationen ​gebe es keine Verletzten, teilte Gouverneur Maxym ‌Kosyzkyj mit. Einsatzkräfte seien vor Ort. Um welche Art ⁠von Einrichtung es sich handelt, ​sagte Kosyzkyj nicht.

Jona Spreter
Jona Spreter

Ukraine meldet russische Angriffe auf Charkiw und Krywyj Rih

Nach russischen Drohnen- und Raketenangriffen haben in Charkiw und der umliegenden Umgebung 80 Prozent der Menschen keinen Strom. Getroffen wurden laut lokalen Behörden neben der Energieinfrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten. Dem Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, zufolge gab es zwei Verletzte.

Auch aus der ⁠Stadt Krywyj Rih wurde der ‌Einschlag einer Drohne ​in einem Hochhaus gemeldet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Polizisten nach einer russischen Attacke auf Charkiw
Polizisten nach einer russischen Attacke auf Charkiw. Vitalii Hnidyi/Reuters

Mathis Gann
Mathis Gann

Weitere ukrainisch-russische Verhandlungen laut Selenskyj am Sonntag

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge voraussichtlich am Sonntag fortgesetzt werden. Er hoffe jedoch, dass das Treffen noch früher stattfinde, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache. Bei den jüngsten Gesprächen in Abu Dhabi hätten beide Seiten über Schritte zur Beendigung des Krieges diskutiert sowie darüber, wie die Einhaltung einer möglichen Einigung sichergestellt werden könne.

Mit Blick auf die nächste Runde der Gespräche fordert Selenskyj „echte Ergebnisse“. Die russische Führung dürfe die Verhandlungen nicht als Verzögerungstaktik missbrauchen, um neue Sanktionen des Westens zu verhindern.

Mathis Gann
Mathis Gann

Pistorius sieht kaum noch Kapazitäten bei Deutschlands Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ‌fordert die Verbündeten der Ukraine auf, die Flugabwehr des angegriffenen Landes stärker zu unterstützen. Grund dafür ist, dass er bei Deutschlands Unterstützung nur noch wenig Spielraum sieht. Nach einem Treffen mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas ​in Berlin sagte der SPD-Politiker, Deutschland habe ⁠bei der Luftverteidigung „überproportional ​viel getan“. So seien mehr als ein Drittel der deutschen Patriot-Systeme ⁠abgegeben worden. „Mehr geht nicht, weil wir selbst auf Ersatzlieferungen warten.“

Bei den Iris-T-Systemen sei Deutschland zudem der einzige Lieferant und rüste die Ukraine kontinuierlich aus. Dies reiche angesichts der deutlich gestiegenen ​russischen Angriffe jedoch nicht aus. „Deswegen wäre es gut, wenn ‍der eine oder andere noch etwas findet und liefern kann, um die Ukraine zu unterstützen.“

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Britta Pedersen/dpa