Kreuzfahrt im Persischen Golf: Die Passagiere welcher „Mein Schiff 4 und 5“ wachen plötzlich im Krieg aufwärts








Aida unternimmt keine Kreuzfahrten im Nahen Osten, anders Tui mit den „Mein Schiffen“. Zwei Boote sind plötzlich im Kriegsgebiet – und suchen nach Wegen, herauszukommen.

Für Kriege gibt es selten einen guten Zeitpunkt, das gilt umso mehr für Touristen, die einfach nur eine schöne Reise unternehmen wollen, aber plötzlich in einem Kriegsgebiet aufwachen. So ist es am Samstagmorgen den Passagieren der „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ ergangen. Die Kreuzfahrtschiffe der Tui liegen derzeit im Persischen Golf und damit genau im Zielgebiet iranischer Raketenangriffe. Das Mullah-Regime reagiert damit auf Angriffe durch die USA und Israel. 



Sowohl in Abu Dhabi, wo die „Mein Schiff 4“ liegt als auch in Doha, Katar („Mein Schiff 5“) unterhalten die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte. Gegen 10.30 Uhr deutscher Zeit wurden von dort Explosionen gemeldet. Die Kreuzfahrtgäste haben darauf einen Notfallalarm auf ihre Handys erhalten, wie unter anderem das Portal Schiffe-und-kreuzfahrten.de berichtet.

Passagiere sollen nicht nach draußen oder ans Fenster gehen

Laut den Sicherheitsanweisungen sollten sich die Passagiere umgehend zurück aufs Schiff begeben, beziehungsweise es erst gar nicht verlassen. Landausflüge seien abgebrochen oder gar nicht erst gestartet worden. Die Außendecks der Schiffe dürften nicht mehr betreten, der Aufenthalt an Fenstern solle gemieden werden. Beide Schiffe bieten Platz für je 2500 Passagiere. Dazu kommen noch einmal jeweils 1000 Crewmitglieder.


Wegen der schwierigen Sicherheitslage wurden die Anreisen für die beiden „Mein Schiffe“ offenbar gestoppt. Luftraumsperrungen in den Ländern lassen weder Anreisen noch Abreisen zu und von Kreuzfahrtschiffen zu. Offen ist, ob die Gäste nun die Kreuzfahrtschiffe verlassen und nach Hause zurückkehren werden. Und wenn ja, wann. Laut Tui Cruises werde man sich mit lokalen sowie deutschen Sicherheitsbehörden abstimmen. 

Weitere Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf

„Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und der Crew haben für Tui Cruises jederzeit oberste Priorität. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten beobachten wir die Situation sehr aufmerksam und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den Sicherheitsabteilungen unserer Mutterkonzerne Tui AG und Royal Caribbean Group“, heißt es bei dem Unternehmen.






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Im Persischen Golf liegen neben den beiden deutschen Booten noch weitere Kreuzfahrtschiffe: die „Celestyal Journey“ und „Celestyal Discovery“ von Celestyal Cruises, die „Aroya“ von Aroya Cruises und „MSC Euribia“ von MSC Cruises. Reedereien wie Aida und Costa Crociere haben die Saison in der Region dagegen abgesagt.

Source: stern.de