„Konzentrieren uns voll darauf“: Trump: „Kuba wird übrigens auch sehr bald fallen“

„Konzentrieren uns voll darauf“Trump: „Kuba wird übrigens auch sehr bald fallen“

06.03.2026, 17:46 Uhr

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Trump hat in der Vergangenheit eine „friedliche Übernahme“ Kubas angekündigt. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die USA greifen im Januar Venezuela an und schaden damit vor allem auch Kuba. Trumps Aufmerksamkeit liegt derzeit zwar vor allem auf Teheran – doch auch Havanna sieht er kurz vor dem Fall. Außenminister Rubio soll demnach bald zum Inselstaat reisen und einen Deal machen.

US-Präsident Donald Trump hat seine Annahme bekräftigt, dass das sozialistische Kuba kurz vor dem Zusammenbruch steht. „Kuba wird übrigens auch sehr bald fallen“, sagte er im Telefoninterview des US-Senders CNN, als er sich für die militärischen Erfolge der Vereinigten Staaten in seiner zweiten Amtszeit lobte.

Trump behauptete zudem, dass Havanna ein Abkommen wolle – „und deshalb werde ich (Außenminister) Marco (Rubio) dorthin schicken, und wir werden sehen, wie das läuft. Wir konzentrieren uns derzeit voll und ganz darauf. Wir haben viel Zeit, aber Kuba ist bereit – nach 50 Jahren“, fügte er hinzu.

„Ich beobachte das seit 50 Jahren, und es ist mir direkt in den Schoß gefallen, wegen mir, aber es ist mir trotzdem direkt in den Schoß gefallen. Und wir machen das sehr gut“, fuhr er fort.

Trump verhängt Ölblockade

Die Äußerungen des Präsidenten sind nicht neu. Bereits Ende Januar sagte er: „Kuba ist wirklich eine Nation, die kurz vor dem Scheitern steht.“ Der Karibikstaat habe sein Geld und sein Öl aus Venezuela bekommen – nach der Intervention durch die USA ist das nicht mehr möglich. So hatten US-Streitkräfte mehrere Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine „vollständige und komplette Blockade aller sanktionierten Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela“ zu verhängen.

Ebenfalls hat Trump in der Vergangenheit eine „friedliche Übernahme“ Kubas angekündigt. Doch weder die Annexion noch das Scheitern des Landes sind bislang eingetreten, ob mit oder ohne Mitwirken der USA.

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt. Aktuell steckt die autoritär regierte Karibikinsel in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit der Revolution von Fidel Castro 1959. Unter anderem mangelt es an Treibstoff. Sollten die USA die Lieferungen von Öl aus Venezuela dauerhaft unterbinden, könnte die kubanische Wirtschaft vollends zusammenbrechen.

Quelle: ntv.de, toh/dpa

Source: n-tv.de