Kompakte Raumgestaltung: Viel Design hinaus wenig Platz
Einfach an die Wand hängen
Dieser Tisch ist flink, ebenso wie sein Name: „Last Minute“. Manchmal soll es nämlich schnell gehen und der Tisch eben nicht mehr im Weg stehen. Doch wenig später muss er möglicherweise schon wieder schnell einsatzbereit sein. Das jedenfalls dachte sich offenbar das deutsche Möbelunternehmen Moormann und entwarf einen Tisch, den man ganz einfach zusammenklappen und an die Wand hängen kann. Ein Textilband unterhalb der Platten soll den schnellen Auf- und Abbau ermöglichen. Und: Aus mehreren Exemplaren kann in letzter Minute selbst eine lange Tafel gebaut werden.


Mit Stuhl und Tisch davonreiten
Mit der Sitz-Tisch-Kombination von Gumpo zieht im Grunde ein Pony ein. Daran erinnert jedenfalls die Form des gleichnamigen Möbelstücks, auf dem seitlich wie frontal gesessen werden kann. Auf wenig Platz werden Tisch und Stuhl geboten, flexibel verstellbar. Das Design entstand in Zusammenarbeit mit dem deutsch-portugiesischen Duo Relvāokellermann. Und natürlich besitzt die Kombi Rollen, denn wie es sich für ein Möbelstück namens „Pony“ gehört, kann man hiermit ganz einfach in einen anderen Raum rollen – oder eben, wenn man so will, reiten.

Dezent im kleinen Homeoffice
Fast nicht mehr als eine schlanke Tischplatte mit Halterung: Inspiriert vom japanischen Minimalismus soll der Wandsekretär des dänischen Möbelunternehmens Carl Hansen & Søn reduzierte Eleganz ins Homeoffice bringen. Die abgerundete Kante wirkt weich im Design und dient zugleich als bequeme Armstütze. Die Oberfläche gibt es wahlweise in Eiche oder Laminat; Schubladen sind optional. Entworfen wurde er vom dänischen Designer Anker Bak, der sich wohl von seinen eigenen Erfahrungen mit Tiny Living inspirieren ließ.

Erinnert an Bauhaus-Klassiker
Auch der kleinste Raum lebt von seinen Details. Umso besser, wenn die sich zugleich als praktische Helfer erweisen. Der finnische Designer Harri Koskinen hat für Thonet einen Wandhaken entwickelt, der simpel, aber hochwertig daherkommt. Jacken, Mützen, Taschen und vieles mehr finden hier einen festen Platz. Koskinen will mit dem Design namens „S12“, das es in chrom, „tomatenrot“ und „tiefschwarz“ gibt, an den Bauhaus-Klassiker schlechthin erinnern: den Freischwinger. Für den Wandhaken nutze er deshalb Stahlrohr und zwar mit einem Durchmesser, das identisch ist mit dem der Stuhlbeine. 25 Millimeter.

Braucht nur einen kleinen Punkt
Das hier ist keine einfache Lampe, sondern eine Punktleuchte. Denn anders als etwa bei Deckenleuchten wird der Raum nur von einer kleinen Fläche aus mit Licht versorgt. Designer Stefan Diez hat für das französische Unternehmen Sammode dabei eine besonders vielfältige Variante einer solchen Leuchte erschaffen. „Mod“ kann nicht nur als Wand- oder Deckenleuchte genutzt werden. Auch die Lichtstimmung ist über verschiedene Aufsätze variabel. Soll es etwa ein wenig dezenteres Licht zum Lesen sein, hilft ein Schirm aus getöntem Glas.

Weg mit der Haube
Wenn es in der Küche eng wird, ist Multitasking gefragt. Mit dem Bora X Pure zieht der Dunstabzug direkt in die Kochfläche ein: Statt nach oben zu steigen, wird der Dampf durch ein rundes Feld in der Mitte der Herdplatte abgesaugt. Dieses Modell ist damit nicht nur praktisch für kleine Räume, sondern auch für alle, die sich beim Kochen nicht mehr den Kopf an einer herkömmlichen Haube stoßen wollen. „Mehr als Kochen“ nennt das der Hersteller Bora.

Vom Hocker zur Bank zur Sofalandschaft
Auf wenig Raum ist Flexibilität nötig. Mal braucht man vielleicht nur einen Hocker, mal mehr Sitzplätze für Gäste, mal ein gemütliches Sofa, mal einen Arbeitsplatz. Das modulare System „Ralik“ des italienischen Möbelherstellers Arper soll hier helfen. Die sechs Komponenten können einzeln oder gemeinsam genutzt werden. Vom „Pouf“ bis zur Sofalandschaft ist alles möglich. Auch bei der Farbgestaltung sind laut Hersteller kaum Grenzen gesetzt. Und: Ralik kann ganz ohne Werkzeug montiert werden. Die dazugehörigen Tische sind außerdem höhenverstellbar, während die Bänke mit weiteren Kissen kombiniert werden können.

Kompaktes Händewaschen
Wo es im Badezimmer an Raum fehlt, bietet der italienische Badhersteller Agape eine kompakte und zugleich ästhetische Lösung. Das Waschbecken misst gerade einmal zwanzig mal vierzig Zentimeter und wurde entsprechend „Ventiquaranta“ getauft. Doch es ist nicht nur klein, sondern auch vielseitig: Das Waschbecken lässt sich sowohl an der langen als auch an der kurzen Seite montieren und ist in verschiedenen Betonfarben erhältlich. Für den Unterschrank stehen Eiche, Teak oder gebürsteter Edelstahl zur Wahl. Das klare Design stammt vom italienischen Studio Lucidi-Pevere.

Nach Feierabend zuklappen
Vor fast 30 Jahren nahm der deutsche Möbelhersteller Classicon den ersten Sekretär in sein Programm auf: den Orcus Home Desk von Konstantin Grcic. Doch auch heute behauptet sich das Möbelstück noch souverän. Während es in den Neunzigerjahren gegen massive Managementschreibtische antreten musste, passt es heute in kleine, aber allgegenwärtige Homeofficeräume. Flexible Regalböden und variabel einsetzbare Schubladen vervollständigen den Sekretär, dessen Korpus aus echtholzfurniertem oder hochglanzlackiertem MDF besteht. Nach Feierabend heißt es hier: einfach zuklappen.

Passt sich allen Gegebenheiten an
Diese 1949 von Nisse und Kajsa Strinning entworfenen Regale gehören zu den Klassikern des skandinavischen Designs. Noch heute überzeugt das Modell von String Furniture nicht nur auf großer, sondern besonders auf kleiner Fläche. Schließlich können die Regale individuell an alle Gegebenheiten und so auch an Schrägen und Nischen angepasst werden. Das kleinste Regal der Palette misst gerade einmal fünfzig mal sechzig Zentimeter, lässt sich, wenn nötig, aber auch mit weiteren Bausätzen erweitern. All das mit schlichten Drahtrahmen, mit denen nicht nur Raumgrößen irrelevant, sondern auch Zeiten überdauert werden.
