Kiezkantinen: Der Staat hat gekocht
Ab und zu
ereignet sich in der Berliner Lokalpolitik doch etwas, das auch für den Rest
des Landes interessant ist – und zwar nicht nur, um darüber zu spotten. Im
September stehen in der Hauptstadt Wahlen an, schon wieder, und die Linke hat
sich für den Wahlkampf ein neues Thema überlegt. „Wir alle wollen ein
gutes Leben“, schrieb sie bereits Mitte Dezember auf ihrem Instagram-Profil.
„Dazu gehört auch bezahlbares Essen und Gemeinschaft.“ Deshalb sollten in
allen Berliner Bezirken staatlich finanzierte „Kiezkantinen“ eröffnet
werden. Für etwa drei bis vier Euro pro Mahlzeit sollen Menschen
dort essen können. Zehn Millionen Euro im Jahr würde das den
Senat kosten, hat die Partei berechnet. Das Essen soll nicht nur satt machen,
sondern auch noch der wachsenden Einsamkeit vorbeugen.