Kernenergie: USA und Japan vereinbaren Kooperation zum Bau von Atomreaktoren

Ein japanisch-amerikanisches Joint Venture will in zwei US-Bundesstaaten Atomreaktoren im Wert von knapp 35 Milliarden Euro bauen. Es handle sich um als Small Modular Reactors (SMR) bekannte Mini-Atomreaktoren, wie es in der gemeinsamen Erklärung hieß, die bei dem Besuch der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi bei US-Präsident Donald Trump in Washington, D. C. veröffentlicht wurde. Die Reaktoren sollen in den Bundesstaaten Tennessee und Alabama entstehen.

Zudem seien Investitionen in Höhe von umgerechnet knapp 29 Milliarden Euro in Erdgas-Kraftwerksanlagen in den Bundesstaaten Pennsylvania und Texas vereinbart worden, hieß es. Die Projekte sollen helfen, die Strompreise für amerikanische Verbraucher stabil zu halten und Energie für Datenzentren liefern.

Die Atomreaktoren sollen von GE Vernova Hitachi gebaut werden, einem Joint Venture zwischen General Electric und dem japanischen Mischkonzern Hitachi. Die Investitionen sind Teil einer Zusage der japanischen Regierung an die USA, um die von Trump eingeführten Import-Zölle zu reduzieren. Insgesamt hat Japan Investitionen in Höhe von 550 Milliarden Dollar (rund 478 Milliarden Euro) zugesagt.