Keir Starmer: Trumps „dummer“ Freund
Aus so vielem, was Großbritanniens Premier Keir Starmer seit einem Jahr dem US-Präsidenten angedeihen ließ, sprach die Hoffnung, dass Staaten vielleicht keine Freunde haben, aber doch wenigstens Freundschaften. Und sah es nicht ganz so aus, als würde Donald Trump ihn erwidern, den Londoner Wunsch nach dem Überleben der special relationship zwischen Großbritannien und den USA?
Da war der frühe und herzliche Besuch Starmers im Oval Office, bei dem der Premier – zur sichtlichen Freude Donald Trumps – eine Einladung des Königs aus der Jacketttasche zog. Da waren die Bemühungen in London, eine „Koalition der Willigen“ zu schmieden, um Trumps Friedensverhandlungen mit Wladimir Putin europäisches Gewicht beizufügen. Da war das im Vergleich zur EU vorteilhafte Handelsabkommen, das Großbritannien im Mai als erstes Land in Washington abschließen konnte. Und schließlich der glorios vollzogene Staatsbesuch der Trumps auf Schloss Windsor im September: „Eine der größten Ehren meines Lebens“, sei es gewesen, als einziges Staatsoberhaupt zum zweiten Mal zu einem Staatsbesuch ins Königreich geladen worden zu sein, sagte Trump. Er sei dafür „für immer dankbar“.