Katherina Reiche: Das ist jetzt ihre Krise
Fast eine ganze Woche hat es gedauert, bis Katherina Reiche in Berlin vor die Kameras tritt. Da präsentiert sie eine Lösung für die Preisrallye an den Tankstellen und gibt bekannt, dass Deutschland einen Teil der strategischen Ölreserven freigeben wird. Nur noch einmal am Tag sollen Tankstellenbetreiber nun die Preise wechseln dürfen. Bislang machen sie das im Schnitt 22-mal. Und verdienen offenbar sehr gut daran.
Bis zu diesem Mittwoch hat Reiche geschwiegen. Dabei müsste sie den Deutschen einiges erklären. Schließlich drohen die hohen Energiepreise in Folge des Irankrieges eine Wirtschaftskrise auszulösen – und als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie ist sie für beides zuständig. Sie müsste Antworten auf drängende Fragen geben: Wie abhängig ist Deutschland noch von Öl und Gas, und wie will sie das ändern? Welche Macht haben einzelne Konzerne auf dem Ölmarkt, und ist das ein Grund für die hohen Spritpreise?