Katastrophe in Crans-Montana: Brennbarer Schaumstoff, enger Fluchtweg
Im November
2025 ist die Welt in Crans-Montana noch in Ordnung. In ein paar Tagen
wird die Skisaison eröffnet, und der langjährige Gemeindepräsident
Nicolas Féraud lässt keine Zweifel aufkommen: Er und seine Gemeinde sind bereit. An den Türen seines blauen Jeeps prangen tellergroße Sheriffsterne. Er steuert ihn mit dem ZEIT-Reporter auf dem Beifahrersitz durch sein Dorf, als wäre er auf Patrouille.
Alles in Crans-Montana soll moderner, größer, besser werden. Und zwar möglichst schnell. Acht Megaprojekte entstehen derzeit auf dem Walliser Hochplateau, insgesamt werden 1,6 Milliarden Schweizer Franken investiert. Auch die Gemeinde selbst gibt Geld. Für die Ski-WM, die 2027 hier stattfinden soll, investiert sie 50 Millionen Franken, außerdem träumt Féraud von einer neuen Gondelbahn hinüber ins Skigebiet von Leuk/Adelboden im Berner Oberland für nochmals 50 Millionen.