„Kann Gamechanger sein“: Bauministerin will eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft gründen

„Kann Gamechanger sein“Bauministerin will eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft gründen

30.03.2026, 00:07 Uhr

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Öffentlich geförderte Wohnungen in Hamburg. (Foto: picture alliance/dpa)

Um die Wohnungsnot in Deutschland zu mildern, soll der Staat selber Bauherr werden. Diesen Vorschlag von SPD-Chef Klingbeil nimmt Bauministerin Hubertz auf. Eine eigene Baugesellschaft des Bundes könne ein gutes Fundament werden. Allerdings müsse man dazu erst das Grundgesetz ändern.

Weil Deutschland beim Wohnungsbau hinterherhängt, will Bundesbauministerin Verena Hubertz eine eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft gründen. Dies könne „ein Gamechanger sein“, sagte die SPD-Politikerin im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) richte sich vor allem an die Beschäftigten des Bundes, sagte Hubertz. „Wir brauchen aber Wohnungen für die Breite des Landes. Deswegen die Gründung einer eigenen Bundeswohnungsbaugesellschaft.“ Das sei eine Idee, „die den Wohnungsbau in Deutschland auf ein stärkeres Fundament stellen würde“, sagte die 38-Jährige.

Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hatte in seiner Rede bei der Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch gesagt, der Bund solle in Zukunft „in großem Stil“ Wohnungen bauen können. Er schlug dazu die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft vor. Um dieses Vorhaben umzusetzen, müsse allerdings das Grundgesetz geändert werden, erklärte Bauministerin Hubertz am vergangenen Donnerstag beim Wohnungsbau-Tag in Berlin.

SPD „zu lange Reformverhinderer“

Im Gespräch mit der Zeitung sagte Hubertz, gerade fänden Gespräche darüber statt, welche Reformen es in Deutschland brauche und wo weitere Dinge geregelt werden müssten. Es werde aber ein „größeres Paket geben müssen und nicht nur eine Regelung bei der Bundeswohnungsbaugesellschaft.“ Die Gespräche darüber würden über den Sommer stattfinden, sagte die SPD-Politikerin.

Darüber, was die SPD nach den für die Partei erschütternden Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ändern müsse, sagte Hubertz: Ihre Partei habe „zu lange das Bild der Reformverhinderer abgegeben“. Es sei daher wichtig, dass die SPD kurzfristig bei den Reformen liefere, langfristig brauche die Partei aber einen „Pitch für die Zukunft“, sagte Hubertz. Sie sei überzeugt davon, dass ihre Partei das Aufstiegsversprechen früherer Generationen zurückbringen müsse. „Dass man weiß, wenn man sich reinhängt, kann man sich ein gutes Leben, ein Häusle oder eine Wohnung leisten.“

Quelle: ntv.de, mau

Source: n-tv.de