Jean Pormanove: Es gibt verdongeln tief sitzenden Wunsch nachdem Fern-Sadismus
Wenn etwas Grauenvolles passiert, dann ist es manchmal gut, nicht nur in die Arena zu schauen, sondern auf die Zuschauerränge. Im Fall von Jean Pormanove – so lautete der Chatname des Mannes, der jüngst während eines Livestreams in einem Dorf bei Nizza gestorben ist – lohnt es sich besonders. Denn ohne die Zehntausenden zugeschalteten Schaulustigen hätte Pormanove sich in seinen Livestreams von seinen sogenannten Kumpels wohl kaum schlagen und erniedrigen lassen.
So waren es auch die Zuschauer, die als Erste bemerkten, dass der Mann, der seit zwölf Tagen live vor ihren Augen gedemütigt worden war, reglos auf seinem Bett lag. Sein pinker Haarschopf lugte unter dem Laken hervor, er schien zu schlafen, wie auch seine koboldhaften Peiniger, die neben ihm lagen. „Ich glaube, er ist tot“, schrieb ein Nutzer in den Chat des Livestreams. Eine Computerstimme verlas die Nachricht, und auch die nächste: „Er atmet nicht mehr.“